Leichtathletik: Stiftslauf in Nottuln
Stiftslauf: Facettenreiches Angebot

Nottuln -

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Am 4. Mai findet die 15. Auflage des Stiftslaufes in Nottuln statt. Nicht nur in sportlicher Hinsicht, sondern auch unter sozialem Aspekt verspricht die Veranstaltung höchst interessant und unterhaltsam zu werden.

Montag, 15.04.2019, 16:30 Uhr aktualisiert: 16.04.2019, 16:28 Uhr
Auf geht´s: Die 15. Auflage des Stiftslaufes am 4. Mai wird wieder hunderte begeisterter Laufsportfreunde anlocken.
Auf geht´s: Die 15. Auflage des Stiftslaufes am 4. Mai wird wieder hunderte begeisterter Laufsportfreunde anlocken. Foto: Johannes Oetz

Diesen Termin haben sich nicht nur Laufsportbegeisterte in Nottuln vorgemerkt. Wenn die DJK Grün-Weiß Nottuln auf dem Marktplatz an der Ascheberg´schen Kurie im Ortskern am 4. Mai (Samstag) die 15. Auflage des Stiftslaufes einläutet, dann werden auch Leichtathleten aus dem gesamten Münsterland und dem Ruhrgebiet am Start sein. Allesamt werden sie Teil einer besonderen Veranstaltung sein, denn der Stiftslauf ist ein zentraler Programmpunkt des Jubiläums zum 100-jährigen Bestehen, das der Verein in diesem Jahr feiert.

Organisatorisch laufen die Fäden bei Helmut Walter zusammen. Er hat mit seinem Team einiges auf den Weg gebracht, um der Veranstaltung den angemessenen Rahmen zu verleihen. Eng eingebunden in die Planung und Durchführung ist die Leichtathletikabteilung bei den Grün-Weißen, die von Stefan Bolz geleitet wird. „Wir erwarten mehr als 500 Aktive“, erläutert Bolz, wobei das nur ein Richtwert ist, denn die Anmeldefrist läuft noch bis zum 1. Mai. Darüber hinaus nutzen viele Laufsportfreunde erfahrungsgemäß die Möglichkeit, sich kurzfristig anzumelden, was bis 60 Minuten vor dem Start möglich ist.

Neben dem Schülerlauf über 1400 Meter, dem Jedermann-Lauf (5000 Meter), dem Tilbeck-Lauf (1500 Meter), dem Bambini-Lauf (400 Meter) und dem Stiftslauf über 10 000 Meter gibt es in diesem Jahr erstmals eine Firmenlaufwertung für den Jedermann- und den Stiftslauf. Anzumelden sind vier Teilnehmende, von denen jeweils die drei besten Aktiven gewertet werden. Eröffnet wird das Laufsportevent mit dem Schülerlauf um 16 Uhr, der Stiftslauf beginnt um 18 Uhr.

Dem facettenreichen Angebot mit unterschiedlich langen Laufstrecken ist zu entnehmen, dass sich die Veranstaltung gleichermaßen an breiten- wie leistungssportorientierte Athleten richtet. Ambitionierte Langstreckler lockt das Event schon deshalb an, weil der Stiftslauf Teil der „Streiflichter-Serie“ ist, deren Teilnehmer in Nottuln wertvolle Punkte für die Gesamtwertung sammeln können.

Über allem steht das Motto „Sport verbindet“, das zugleich das Leitmotiv der gesamten Jubiläumsveranstaltung ist. Inklusion und Integration miteinander statt getrennt zu leben – diesem Anliegen fühlen sich die Ausrichter des Stiftslaufes im besonderen Maße verpflichtet. Ein Angebot, das auch von den Bewohnern des Stifts Tilbeck wahrgenommen wird. „Wenn es um Inklusion geht, leisten wir gerne unseren Beitrag dazu“, bekräftigt Teamleiterin Annette Korten. Das bezieht sich nicht nur auf die Bedienung und Bewirtung der Gäste. Beides liegt seit einigen Jahren in den bewährten Händen der Bewohner der diversen Häuser.

Auch in diesem Jahr bereiten sich schon seit einiger Zeit laufsportbegeisterte „Tilbecker“ immer dienstags unter fachkundiger Anleitung von Trainerin Hilu Gronover-Feitscher und ehrenamtlicher Unterstützung von Hubert Dinkeler auf den Stiftslauf vor. „Inklusion heißt in erster Linie mitmachen“, sagt Korten. Dies gilt in besonderem Maße, weil der Tag nach dem Stiftslauf, der 5. Mai, der „Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ ist.

Für den Jubiläumsverein DJK Grün-Weiß dürfte es einen weiteren wünschenswerten Nebeneffekt geben. Seit drei Jahren bemüht sich ein Team um das Trainergespann Stefan Bolz und Martina Niemann, der Leichtathletik-Abteilung neues Leben einzuhauchen.

Offensichtlich mit Erfolg, denn die Leichtathletik-Familie der Grün-Weißen ist auf 100 Mitglieder angewachsen – Tendenz steigend. „Wir haben mittlerweile die Kapazitätsgrenze erreicht“, verkündet Bolz. Da man ein qualitativ ansprechendes Training anbieten wolle, sei man maßgeblich auf entsprechend ausgebildete Übungsleiter angewiesen. Der Stiftslauf bietet eine gutes Gelegenheit, Werbung in eigener Sache zu betreiben. Denn es könnte deutlich werde, dass es sich lohnt, sich als Trainer einer Leichtathletikgruppe bei Grün-Weiß zu engagieren.

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