Fußball: Landesliga
Schreibt GWN wieder Geschichte?

Nottuln -

Am 13. Juni 2013 stieg GW Nottuln nach einem 2:1-Sieg in der Aufstiegsrelegation gegen Fichte Bielefeld in die Westfalenliga auf. Drei Jahre behaupteten sich die Grün-Weißen in dieser Spielklasse, ehe 2016 der Abstieg in die Landesliga folgte. In diesem Jahr könnte es mit der Rückkehr in die Westfalenliga klappen.

Dienstag, 16.04.2019, 16:26 Uhr aktualisiert: 18.04.2019, 16:56 Uhr
13. Juni 2013: Lukas Mersmann und Mirko Bertelsbeck küssen die nachgebildete Meisterschale. Wiederholt sich bei den Grün-Weißen diese Geschichte in diesem Jahr?
13. Juni 2013: Lukas Mersmann und Mirko Bertelsbeck küssen die nachgebildete Meisterschale. Wiederholt sich bei den Grün-Weißen diese Geschichte in diesem Jahr? Foto: Marco Steinbrenner

Nottulns Fußballfans werden sich sicherlich noch an jenen 13. Juni 2013 erinnern – als Lukas Mersmann und Mirko Bertelsbeck, eine glimmende Zigarre in der Hand haltend, eine nachgebildete Meisterschale küssten. Deutscher Meister war GW Nottuln an diesem Sonntag zwar nicht geworden. Doch der Aufstieg in die Westfalenliga nach einem 2:1-Sieg im Relegationsspiel gegen Fichte Bielefeld löste damals unbeschreibliche Glücksgefühle aus.

Schon im Mai könnte es wieder solch magische Momente geben – sogar ohne Relegation. Denn fünf Spieltage vor Saisonende und einem Vorsprung von sieben Zählern an der Tabellenspitze sieht es so aus, als könnten sich die Grün-Weißen auf ihrem Weg zurück in die Westfalenliga nur noch selbst schlagen. „Talente fallen nicht vom Himmel. Sie steigen auf!!!“ war damals auf den Siegershirts zu lesen. Es ist ein Stück fußballerischer Zeitgeschichte. Und die Frage, die alle Nottulner Anhänger bewegt, lautet: Schreibt das Landesliga-Team von Trainer Oliver Glaser in diesem Jahr eine ähnliche Geschichte? Es sieht fast danach aus.

Das größte Pfund, das die Grün-Weißen in den Meisterschafts-Endspurt einbringen, ist ihr Vorsprung. Satte sieben Zähler sind es, die die unmittelbaren Verfolger Westfalia Kinderhaus und Eintracht Ahaus den Nottulnern in den verbleibenden fünf Spielen noch abjagen müssten. Gegenüber Münster 08 sind es gar neun Punkte.

Schon der nächste Spieltag könnte ein ganz entscheidender werden. Mit dem SV Herbern hat das Glaser-Team am 28. April zwar einen unangenehmen Gegner vor der Brust. Doch zeitgleich treffen mit Münster 08 und Westfalia Kinderhaus zwei direkte Konkurrenten der Nottulner aufein­ander. Sollte Kinderhaus im 08-Stadion an der Manfred-von-Richthofen-Straße nicht drei Zähler einfahren, dann wäre das schon mehr als die halbe Miete für die Grün-Weißen – vorausgesetzt, sie gewinnen ihr Heimspiel gegen Herbern. Und da auch Eintracht Ahaus mit dem TuS Altenberge ebenfalls ein dickes Brett zu bohren hat, könnte es für den heimischen Landesligisten ein Spieltag wie gemalt werden.

Immerhin kann sich auch der Tabellenzweite durch die Hintertür Zugang zur Westfalenliga verschaffen. Denn eine Relegation unter den Vizemeistern der vier Landesliga-Staffeln wird es auf jeden Fall geben. Wie viele dieser Teams letztlich aufsteigen werden, hängt maßgeblich von der Konstellation in den übergeordneten Klassen ab.

Sollten Fortuna Köln oder SF Lotte oder sogar beide Clubs aus der 3. Liga absteigen, käme es in den unteren Staffeln zu einem Domino-Effekt. Und da es in der Regionalliga West aufgrund der drei abstiegsbedrohten Vereine aus dem Einzugsbereich des FLVW – 1. FC Kaan-Marienborn, SC Wiedenbrück und Wattenscheid 09 – überhaupt nicht gut aussieht, dürfte sich in der Landesliga die Zahl der möglichen Nachrücker in die Westfalenliga auf einen reduzieren.

Keine Frage – nur der Meister ist auf der sicheren Seite. Bei Grün-Weiß Nottuln würden sie die weißen Sieger­shirts nur allzu gerne wieder herauskramen.

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