Fußball: Landesliga 4
Wird GW Nottuln schon am Sonntag in Senden Meister?

Nottuln -

Nach drei sieglosen Spielen in Folge wollen die Landesliga-Fußballer von GW Nottuln am Sonntag wieder dreifach punkten. Gelingen soll dies ausgerechnet im Kreisderby beim Tabellenneunten VfL Senden.

Freitag, 10.05.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 12.05.2019, 20:18 Uhr
Trafen im Hinspiel im Baumberge-Stadion aufeinander: Sendens Joshua Dabrowski (l.) und Nottulns Henning Klaus. Am Sonntag dürfte es erneut zu diesem Zweikampf kommen.
Trafen im Hinspiel im Baumberge-Stadion aufeinander: Sendens Joshua Dabrowski (l.) und Nottulns Henning Klaus. Am Sonntag dürfte es erneut zu diesem Zweikampf kommen. Foto: Marco Steinbrenner

Theoretisch, also wirklich nur ganz theoretisch, kann Fußball-Landesligist GW Nottuln schon am Sonntag Meister werden. Wie wäre das möglich? Die Grün-Weißen müssten dazu das Auswärtsspiel beim VfL Senden gewinnen, während die drei Verfolger SC Münster 08 (gegen den BSV Roxel), SC Westfalia Kinderhaus (beim VfB Hüls) und SV Eintracht Ahaus (gegen den Werner SC) allesamt nicht punkten dürften. Unmöglich? Nein! Sehr wahrscheinlich? Auch nicht.

Mit solchen Zahlenspielereien hält sich Nottulns Trainer Oliver Glaser keine Sekunde auf. Wie immer ist er nur fokussiert auf die Leistung seiner Mannschaft und die bevorstehenden 90 Minuten in Senden. Nach der 2:3-Niederlage in der Vorwoche beim FC Viktoria Heiden riss er seinen Spielern nicht die Köpfe ab, auch wenn die Grün-Weißen damit drei Spiele in Folge ohne Sieg sind. Der Vorsprung von einst sieben Punkten ist auf vier Zähler geschrumpft. „Wir machen uns deshalb aber nicht verrückt. Die Stimmung ist gut, wir haben in dieser Woche sehr gut trainiert“, berichtet Glaser.

Aus den drei sieglosen Partien, so der Billerbecker weiter, hätte die Mannschaft viel mitgenommen. „Wir haben zum Beispiel in Heiden bis zur Pause hervorragenden Fußball gespielt. Neben unserem Führungstreffer hatten wir in der ersten Hälfte noch drei Pfostentreffer. Wir hatten einfach nicht das nötige Matchglück“, so Glaser, der direkt nach dem Wiederanpfiff „zwei komische Gegentore“ zu sehen bekam. „Da kommen gerade junge Spieler schon einmal ins Grübeln, das ist ein Lernprozess.“

In Senden wolle sich seine Mannschaft das Matchglück wieder erarbeiten. „Aber natürlich wissen wir auch, dass beim VfL viel individuelle Klasse auf uns wartet.“ Rabah Abed etwa oder Dennis Bäumer (geborener Otto), die auch schon mit GW Nottuln große Erfolge feierten.

Sebastian Schöne kehrt nach seiner Gelbsperre in den Kader zurück. Dafür fällt Ali Shinawi weiter verletzungsbedingt aus. U 19-Stürmer Jan Ahrens soll zudem der A-Jugend im Abstiegskampf helfen. Die Sendener müssen im Heimspiel nur auf Florian Kaling (Gelb-Rot-Sperre) verzichten. Hendrik Heubrock steht im Vergleich zur Vorwoche wieder im Kader. Und auch Tim Castelle, großes Talent aus der A-Jugend, soll wieder auf der Bank Platz nehmen.

„GW Nottuln steigt am Ende auf. Nottuln muss aber nicht ausgerechnet bei uns sein Meisterstück machen“, sagt Sendens Übungsleiter André Bertelsbeck, der nur ungern an das Hinspiel (0:3) zurückdenkt: „Mit dem Ergebnis waren wir noch gut bedient.“  

 

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