Fußball: Landesliga 4
GW Nottuln steigt in die Westfalenliga auf

Nottuln -

Ein Meister steht im Regen: Als Fußball-Landesligist GW Nottuln die SG Borken mit 2:0 besiegt hatte und sich die Meisterkrone aufsetzte, goss es wie aus Kübeln. Das störte die Grün-Weißen aber nicht.

Sonntag, 19.05.2019, 20:48 Uhr aktualisiert: 20.05.2019, 17:50 Uhr
Landesliga-Meister und Aufsteiger in die Westfalenliga: Im strömenden Regen jubelten die Grün-Weißen über ihr Meisterstück.
Landesliga-Meister und Aufsteiger in die Westfalenliga: Im strömenden Regen jubelten die Grün-Weißen über ihr Meisterstück. Foto: Johannes Oetz

Drei Minuten waren am Sonntag im Baumberge-Stadion noch zu spielen, als Lars Wiesemann zum Trainergespann ging. Der Betreuer des Fußball-Landesligisten GW Nottuln überreichte zunächst Assistent Dirk Nottebaum und anschließend Chefcoach Oliver Glaser ein Meistershirt. Die Grün-Weißen führten zu diesem Zeitpunkt gegen die SG Borken mit 2:0 und standen kurz vor dem dritten Aufstieg in die Westfalenliga. In den noch verbleibenden 180 Sekunden plätscherte die Begegnung bei strömendem Regen noch vor sich hin, bis Schiedsrichter Gregor Werkle ein Einsehen mit den Protagonisten hatte und die Partie pünktlich um 16.48 Uhr nach exakt 90 Spielminuten abpfiff.

Der Jubel im Lager der Platzherren kannte anschließend keine Grenzen. Einen Spieltag vor dem Saisonende ist den Glaser-Schützlingen durch diesen Dreier der Meistertitel nicht mehr zu nehmen. Der aufgrund seiner fünften Gelben Karte gesperrte Fabian Schöne schnappte sich schnell eine Flasche Sekt und „taufte“ Oliver Glaser zum Meistertrainer. Jubelnd und lautstark tanzte die junge Elf im Kreis. Mittendrin lag die von Teammanager Dirk Teichmann besorgte Meisterschale.

GW Nottuln steigt in die Westfalenliga auf

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„Ich bin stolz auf die Mannschaft“, sagte Glaser, der nach drei Jahren aus privaten Gründen nur noch am kommenden Sonntag (26. Mai) im letzten und bedeutungslosen Punktspiel beim SV Dorsten-Hardt die Verantwortung tragen wird.

Dass es für die Gastgeber um sehr viel ging, war in der Anfangsphase deutlich zu spüren. Zahlreiche Fehlpässe kennzeichneten die Partie in der ersten Viertelstunde. „Die Jungs waren beim Aufwärmen sehr fokussiert und konzentriert. Nichts deutete auf Angst oder Nervosität hin“, verriet der Nottulner Übungsleiter nach dem Schlusspfiff. Erst nach 20 Minuten bekamen die Grün-Weißen mehr Zutrauen in ihren Aktionen. Zwangsläufig sahen die zahlreichen Fans einige gute Möglichkeiten durch Felix Hesker (18. und 20. Minute) sowie Aaron Schölling (25.). Die einzige Chance der Kreisstädter vergab nach gut einer halben Stunde Max Gill.

Wie eine Erlösung wirkte der Nottulner Führungstreffer drei Minuten vor der Pause. Christian Messing hatte mit einem Zuckerpass Aaron Schölling in Szene gesetzt, der mit einem überlegten Schuss aus halblinker Position Torhüter Simon Windbrake keine Abwehrmöglichkeit ließ. „Es war sehr wichtig, mit einem Vorsprung in die Kabine zu gehen“, merkte Oliver Glaser später an.

Mit breiter Brust und einer gehörigen Portion Selbstvertrauen kamen André Kreuz & Co. aus der Kabine. Nunmehr war deutlich zu spüren, dass unbedingt vor heimischem Publikum vorzeitig die Meisterschaft eingefahren werden sollte. Zwar hatten zunächst Oliver Leifken (47.), Christian Warnat (50.) und Felix Hesker (56.) noch Pech im Abschluss, doch nach 61 Minuten kannte der Jubel im GWN-Lager keine Grenzen mehr. Hesker trug sich wie schon in der Vorwoche beim 2:1-Erfolg gegen den VfL Senden abermals in die Torschützenliste ein und erzielte den wichtigen zweiten Treffer. Wiederum war Christian Messing mit einem Traumanspiel für die Vorlage verantwortlich.

In den verbleibenden 29 Minuten ließen die Glaser-Kicker nichts mehr anbrennen. „Wir haben die Führung souverän heruntergespielt“, freute sich der Nottulner Trainer und nahm anschließend die Sektdusche gerne in Kauf.

Die GWN-Kicker feierten anschließend ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden. Ein Großteil hatte sich extra für den Montag Urlaub genommen.

GW Nottuln: Wilmsen – Böckmann, Wenning, Kreuz, Warnat (78. Warnat) – Klaus, Schinke, Hesker - Leifken, Schölling (87. Koch), Messing (76. Krasniqi)

Tore: 1:0 Schölling (42.), 2:0 Hesker (61.)

Kommentar: Drei Väter des Erfolges

Von Johannes Oetz - GW Nottuln ist am Ziel seiner Träume. Nach 2008 und 2013 steigt die Mannschaft aus dem Stiftsdorf bereits zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte in die Westfalenliga auf. Einen Spieltag vor dem Saisonende sind die Grün-Weißen nicht mehr von Platz eins zu verdrängen. Dafür gebührt Mannschaft, Trainerteam und dem Betreuerstab ein großes Kompliment. Glückwunsch also für eine überragende Saison in einer Landesliga, die sich seit Jahren nicht mehr so ausgeglichen und leistungsstark gezeigt hat! Westfalia Kinderhaus, Eintracht Ahaus und SC Münster 08 waren Konkurrenten, die den Grün-Weißen alles abverlangten.Väter des Erfolges gibt es in Nottuln einige. Drei müssen aber besonders erwähnt werden. Natürlich zunächst die Spieler, die seit dem Trainingsbeginn am 3. Juli 2018 großen Aufwand betrieben, um eine erfolgreiche Saison zu spielen. Sie opferten viel ihrer freien Zeit, um ihren Traum Westfalenliga zu realisieren.Ein weiterer Vater des Erfolges ist das Trainerduo. Cheftrainer Oliver Glaser bereitete seine Mannschaft Woche für Woche akribisch auf den nächsten Gegner vor. Seine Trainingseinheiten hatten stets Hand und Fuß. Ihn ergänzte Co-Trainer Dirk Nottebaum. Der zweite Mann auf der Trainerbank, der eigentlich ein vollwertiger Cheftrainer ist, harmonierte von der ersten Sekunde an glänzend mit Oliver Glaser. Beide wurden Woche zu Woche von dem Wunsch angetrieben, ihre Mannschaft besser zu machen. Der Ehrgeiz, die identische Spielidee und die Freude, mit jungen Menschen zu arbeiten, eint das Duo. Schade, dass Oliver Glaser seine Karriere (vorerst) beenden wird.Ein dritter Vater des Erfolges ist Dirk Teichmann. Er stellte federführend die Meistermannschaft zusammen. Der ebenfalls ausscheidende Sportliche Leiter ist auch verantwortlich für den Kader in der kommenden Serie. Und der verspricht schon jetzt, in der Westfalenliga eine gute Rolle zu spielen.Doch das ist Zukunftsmusik. Jetzt darf erst einmal der Gewinn der Meisterschaft gefeiert werden.

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