Fußball: Kreisliga A 2 Münster
Aufsteiger Fortuna Schapdetten lernte sehr schnell

Schapdetten -

80, 90 Prozent reichen nicht in der Kreisliga A. Das verstand Aufsteiger Fortuna Schapdetten sehr schnell und belegte am Ende der Saison den siebten Tabellenplatz.

Dienstag, 04.06.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 06.06.2019, 14:22 Uhr
Die vereinsinterne Torjägerliste führte am Ende Lars Speckmann (r.) mit zehn Treffern an.
Die vereinsinterne Torjägerliste führte am Ende Lars Speckmann (r.) mit zehn Treffern an. Foto: Patrick Schulte

Für Johannes Aldenhövel ist die Teilnahme am Bolzplatzturnier der TBG Masbeck eigentlich Pflicht. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Wenn die Hobbyfußballer am 15. und 16. Juni in Havixbeck ihr Unwesen treiben, befindet sich der jetzt ehemalige Spielertrainer des A-Ligisten Fortuna Schapdetten einige tausend Kilometer südlicher. Genauer gesagt auf Mallorca, denn für den scheidenden Coach ist die viertägige Mannschaftsfahrt an den Ballermann ein Pflichttermin. „Ich kann die Jungs doch nicht alleine lassen“, sagt Aldenhövel mit einem Augenzwinkern.

Der Angreifer hatte ursprünglich vorgehabt, nach seiner dreijährigen Trainertätigkeit weiter als Spieler zur Verfügung zu stehen. Doch die Pläne haben sich geändert. „Ich mache mich selbstständig. Deshalb wird die Zeit für regelmäßiges Training fehlen. Dem Verein bleibe ich aber natürlich erhalten.“ Aldenhövel wird die Alten Herren verstärken und außerdem für das Team des neuen Übungsleiters Marco Müller, der bislang den B-Ligisten GW Amelsbüren trainierte, im Notfall zur Verfügung stehen.

13 Siege, fünf Unentschieden, zwölf Niederlagen und der siebte Tabellenplatz sind ein sehr respektables Ergebnis für den Aufsteiger. Lars Speckmann war der erfolgreichste Torschütze und traf zehnmal. Dahinter folgt bereits Aldenhövel mit acht Toren.

„Die Mannschaft verfügt über eine enorme Qualität“, sagt der bisherige Coach. „Und sie ist sehr ehrgeizig.“ Doch eine Zahl missfällt ihm. „60 Gegentreffer in 30 Begegnungen sind einfach zu viel.“ Eine Saison zuvor sei gerade die sehr gute Defensivarbeit ausschlaggebend dafür gewesen, dass die Meisterschaft in der Kreisliga B gefeiert werden durfte. „Stürmer gewinnen Spiele. Die Abwehr gewinnt Meisterschaften. Diese Weisheit passt zu uns.“

Gleich in der Anfangsphase der Saison habe die junge Fortunen-Mannschaft sehr schnell erfahren müssen, „dass 80, 90 Prozent nicht ausreichen, um ein Spiel in der Kreisliga A zu gewinnen“. Auf eigenem Platz gab es eine 2:6-Packung gegen den späteren Meister Concordia Albachten. Nur eine Woche später folgte die nächste Klatsche – 1:7 beim TuS Altenberge II. „Die Jungs müssen mindestens 100 Prozent geben, um erfolgreich zu sein“, sagt Aldenhövel und verweist auf die Rückspiele gegen beide Teams. Eine „unglückliche Niederlage“ habe es beim 0:1 gegen Albachten gegeben. „Die Partie gegen die Altenberger Landesliga-Reserve haben wir sogar 3:1 gewonnen.“

Nach drei Jahren sei, so Aldenhövel, nun der „richtige Zeitpunkt gekommen, dass ein anderer Trainer, der möglicherweise auch eine neue Spielidee verfolgt, mit der Mannschaft arbeitet“. Der bisherige Coach wird die Entwicklung seiner Elf weiter sehr intensiv verfolgen – als Zuschauer am Rand oder als Aushilfe auf der Ersatzbank. Eines weiß er aber auch. „Das zweite Jahr ist nach einem Aufstieg bekanntlich immer das schwerste. Deshalb dürfen die Ziele nicht zu hoch gesteckt werden.“ Diese Einschätzung wird Aldenhövel seinen Schützlingen sicherlich auch bei dem einen oder anderen Kaltgetränk am Ballermann noch mitteilen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6666009?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35336%2F
Nachrichten-Ticker