Fußball: Legenden-Spiel von GW Nottuln
Großes Wiedersehen gegen die Traditionself des SC Preußen Münster

Nottuln -

Sven Kreimer, Wolfgang Pauk und Ingo Wewering: Nicht nur dieses Trio wird am 29. Juni im Baumberge-Stadion zugegen sein, wenn im „Legenden-Spiel“ verdiente Nottulner Fußballer auf die Spieler der Traditionsmannschaft des SC Preußen Münster treffen.

Samstag, 22.06.2019, 10:00 Uhr
Es war der 13. April 2003: Vor etwas über 16 Jahren hechtete Martin Rottmann (vergeblich) hinter seinem Gegenspieler vom SuS Neuenkirchen her. Die Zuschauer standen damals alle – eine schmucke Tribüne gab es noch lange nicht.
Es war der 13. April 2003: Vor etwas über 16 Jahren hechtete Martin Rottmann (vergeblich) hinter seinem Gegenspieler vom SuS Neuenkirchen her. Die Zuschauer standen damals alle – eine schmucke Tribüne gab es noch lange nicht. Foto: Johannes Oetz

Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass es am 29. Juni (Samstag) im Baumberge-Stadion zu vielen Umarmungen kommen wird. Michael Weiand, langjähriger Vorsitzender der Fußballabteilung von GW Nottuln , hat nämlich ein „Legenden-Spiel“ auf die Beine gestellt, das an diesem Tag im Rahmen des „grün-weißen Wochenendes“ um 16.30 Uhr angepfiffen wird. Zu Gast ist die Traditionself des SC Preußen Münster , die „gegen verdiente Nottulner Haudegen“ aus dem Bereich Fußball – wie es Josef Dirks, 1. Vorsitzender des Gesamtvereins, jüngst formulierte – antreten wird.

Michael Weiand hat in den vergangenen Monaten viel telefoniert. Er wurde von dem Wunsch angetrieben, möglichst alle ehemaligen Kicker zu erreichen, um sie für diese einmalige Begegnung einzuladen. „Leider musste ich irgendwann feststellen, dass ich trotz aller Bemühungen nicht an alle Telefonnummern kam. Das tut mir wirklich sehr leid“, erklärte der 71-Jährige. Flugs fügte er hinzu: „Deshalb sollen sich alle ehemaligen Fußballer durch den Artikel in den Westfälischen Nachrichten aufgerufen fühlen, zu diesem Spiel zu erscheinen. Wir freuen uns über jeden, der kommt. Es gibt viel zu erzählen.“

Wenn Michael Weiand die Liste der Spieler-Zusagen durchgeht, fällt ihm zu jedem Akteur etwas ein. Uwe Höfer zum Beispiel: Als Mitte der Rückrunde 1989/90 auch noch der ehemalige Bundesliga-Profi Uwe Höfer (40 Spiele in der 1. Bundesliga für Schalke 04, Kickers Offenbach und den 1, FC Saarbrücken) verpflichtet wurde, gab dieser Coup den Grün-Weißen im Saison-Endspurt noch einmal den entscheidenden Kick. Und so kam es, dass man am viertletzten Spieltag den ärgsten Verfolger Vorwärts Lette beim legendären 5:1-Auswärtssieg abschüttelte. Die Weichen für den Aufstieg in die Bezirksliga waren gestellt.

Dann bleibt sein Blick bei den Namen der Brüder-Paare Maas und Backenecker hängen. „Willi Maas war Libero, sein Bruder Josef linker Läufer. Hans Backenecker war unser torgefährlicher Mittelstürmer, sein Bruder Christoph agierte im vorderen Mittelfeld.“

Während dieses Quartett das Spiel allerdings nur von der Tribüne aus verfolgen wird, halten die etwas Jüngeren noch einmal ihre Knochen für die Grün-Weißen hin. Martin Rottmann, Christian „Stacho“ Stahl, Frank „Schlusi“ Schlusemann, Marcus „Kalli“ Feldkamp, Bodo Austrup, Florian Dornhegge oder Max Bayer-Eynck: Das Who-is-who des Nottulner Fußballs wird vertreten sein.

Der Gastgeber wird vom legendären Trainer-Duo Werner (genannt „Pui“) Langenkämper und Wolfgang Leifken gecoacht, bei der Traditionself des Drittligisten hat Rainer Leifken, von 2000 bis 2008 Trainer der Grün-Weißen, das Sagen. Von 1979 bis 1982 spielte er für den SCP, davon zwei Jahr in der Zweiten Liga. „Ich freue mich riesig auf die Partie, denn ich werde viele meiner alten Jungs wiedersehen.“ Wer genau in Nottuln auflaufen wird, könne er aber noch gar nicht sagen. „Wir haben einen Kader von 30 Spielern, da ist die Aufstellung immer eine Wundertüte“, so der Schulleiter der Edith-Stein-Schule in Senden.

Eine Bitte hat der Trainerfuchs indes vor dem Spiel im Baumberge-Stadion noch: „Die Mehrheit von uns ist inzwischen um die 60 Jahre alt, Wolfgang und Pui sollen also nicht nur die jungen Kerle auf den Acker schicken. Der Jens Könemann zum Beispiel ist doch bestimmt noch keine 30.“

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