Leichtathletik: U 18-DM
Doppeltes Pech für Marco Sietmann aus Nottuln

Nottuln -

Was für ein Pech! Auf Medaillenkurs lag Marco Sietmann bei den deutschen Jugendmeisterschaften U 18 in Ulm über die 2000 Meter Hindernis – und dann unterliefen dem Nottulner im Trikot der LG Coesfeld in der letzten Runde gleich zwei Stürze.

Donnerstag, 01.08.2019, 16:14 Uhr aktualisiert: 01.08.2019, 16:16 Uhr
Stürzte gleich zweimal: Marco Sietmann.
Stürzte gleich zweimal: Marco Sietmann. Foto: LG Coesfeld

Das hatte selbst der erfahrene Trainer Robert Welp noch nicht erlebt. „Das braucht keiner“, war er sich mit allen einig, die dieses „einmalige Rennen“ gesehen hatten und so schnell wohl nicht vergessen werden.

Vor allem aber überwog auch die Freude, dass mit Marco Sietmann endlich wieder“ ein LG-Läufer die blau-weißen Farben vertrat. Etliche Jahre waren die Kreisstädter bei den nationalen Titelkämpfen nicht am Start, sodass dem 16 Jahre alten Mittelstreckler besonders viele LG-Mitglieder die Daumen drückten. Mit der viertschnellsten Meldezeit gelistet, ging der Nottulner an den Start. Die Rollen im 13 Mann starken Finale waren klar verteilt. Die Hauptrolle sollte der Jahresschnellste Max Grabotsch spielen, er war erster Goldkandidat. Darüber hinaus gab es eine Handvoll Bewerber um die weiteren Medaillen, einer von ihnen Marco Sietmann.

Vom Start weg hielten sich alle zunächst an das vorgegebene Drehbuch. Grabosch legte gleich ein krasses Tempo vor und hatte nach knapp zwei Runden schon einen deutlichen Vorsprung herausgelaufen. Dahinter formierte sich eine Sechsergruppe, aus der sich nach etwa 1000 Metern mit Lukas Schendel und Marco Sietmann zwei Medaillenanwärter ein wenig absetzen konnten.

Eingangs der letzten Runde deutete alles auf eine spannende Entscheidung hinter Max Grabosch hin, der einem überlegenen Sieg entgegen lief. Lukas und Marco kämpften um Silber und Bronze. 300 Meter vor dem Ziel gab es dann jedoch eine dramatische Wendung. Marco, der mittlerweile an Lukas vorbeigelaufen war, blieb mit dem Fuß am viertletzten Hindernis hängen – Sturz! Er rappelte sich blitzschnell auf und nahm als Vierter die Verfolgung wieder auf. Das Timing beim Anlauf zum nächsten Hindernis passte indes überhaupt, sodass Marco diesmal mit dem Knie gegen den harten Balken stieß, ein zweites Mal stürzte und so die erhoffte Medaille außer Reichweite war. Am Ende wurde er Achter.

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