Fußball: Frauen-Landesliga 3
GW Nottuln: Zittern bis zum Schlusspfiff

Nottuln -

„Ich hatte gleich so ein komisches Gefühl“, schwante Anna Donner nichts Gutes. Die Trainerin von GW Nottuln sah sich im Spiel gegen Borussia Emsdetten bald bestätigt.

Sonntag, 01.09.2019, 22:35 Uhr aktualisiert: 03.09.2019, 16:26 Uhr
SVH-Spielerin Elsa Menker versucht in dieser Szene, sich mitsamt Ball von der Emsdettenerin Loreen Claassen abzusetzen.
SVH-Spielerin Elsa Menker versucht in dieser Szene, sich mitsamt Ball von der Emsdettenerin Loreen Claassen abzusetzen. Foto: Markus Höppener

„Ich hatte gleich so ein komisches Gefühl, denn bereits beim Aufwärmen war die Mannschaft nicht voll auf das Spiel gegen den SV Borussia Emsdetten fokussiert“, schwante Anna Donner nichts Gutes. Die Trainerin der Nottulner Landesliga-Fußballerinnen sah sich leider bald bestätigt. Bei einer Hereingabe schlief die Nottulner Abwehr komplett und nach vier Minuten hieß es 0:1. Dass die Mannschaft dann aber das Spiel drehte und mit 3:2 (3:2) auch im zweiten Saisonspiel siegreich blieb, spricht für die Moral in dieser Truppe.

Beide Mannschaften störten früh, und so ergaben sich hüben wie drüben Probleme beim Spielaufbau. Als die Gäste etwas zu weit aufgerückt waren, schalteten die Grün-Weißen blitzschnell und passten auf Nora Kersting, die sich geschickt frei gelaufen hatte. Im Strafraum war sie nur durch ein Foul zu bremsen, den fälligen Strafstoß verwandelte Elsa Menker eiskalt (6.). Nun bekamen die Nottulnerinnen Oberwasser und gingen nach zwanzig Minuten durch einen schnell vorgetragenen Konter durch Alessia de Francesco in Führung. Die Vorarbeit dazu leistete Sophie Ahlers, die über das halbe Feld sprintete und vor dem Tor uneigennützig ablegte. Kurios das 3:1 (29.) durch Menker. Der nicht unbedingt scharf, aber platziert geschossene Ball rutschte Emsdettens Torfrau Marita Theele durch die Finger und trudelte ins lange Eck. Gäste- Coach Stephan Claßen hielt es da schon lange nicht mehr auf seinem Platz, er trieb seine Mannschaft immer wieder nach vorn.

Die sich bietenden Räume wussten die Grün-Weißen aber nicht zu nutzen. So verpasste Geburtstagskind Ahlers frei stehend das sichere 4:1. Beinahe im Gegenzug kamen die Gäste tatsächlich noch zum Anschlusstreffer. Wieder war die Viererkette in der Abwehr unaufmerksam, und Nottulns Torhüterin Pia Stubbe musste den Heber zum 2:3 schlucken.

Nach der Pause wollten die Borussen, die bereits ihr Auftaktspiel verloren hatten, unbedingt ausgleichen. Allerdings stand die GWN-Deckung sicher und war höchstens durch Standards in Verlegenheit zu bringen. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr verlagerten sich Torraumszenen in den Emsdettener Strafraum. So notierte GWN-Trainerin Donner bis in die Schlussphase hinein eine Fülle von Torchancen, doch ein weiterer Treffer wollte einfach nicht fallen.

„Hättet ihr doch wenigstens ein Tor mehr geschossen“, gratulierte GWN-Co-Trainer Martthias Feitscher augenzwinkernd nach dem Schlusspfiff, „dann wäre mir viel Aufregung erspart geblieben.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6893784?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35336%2F
Umweltministerin Svenja Schulze verteidigt Klimaschutz-Paket
Umweltministerin Svenja Schulze verteidigt im Gespräch mit unserer Zeitung die Beschlüsse des Klimakabinetts.
Nachrichten-Ticker