Handball: Damen-Bezirksliga
Rechnung ohne den Wirt gemacht – GW Nottuln unterliegt Sparta Münster

Nottuln -

Da hatten die Bezirksliga-Handballerinnen von GW Nottuln die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Ganz anders als noch beim letzten Aufeinandertreffen im Rahmen der Saisonvorbereitung präsentierte sich Sparta Münster beim Wiedersehen. Das hatte deutliche Folgen.

Montag, 30.09.2019, 15:42 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 16:36 Uhr
Zu selten konnten sich die Nottulnerinnen entscheidend durchsetzen. So standen am Ende gerade mal zwölf Tore gegen Sparta Münster zu Buche.
Zu selten konnten sich die Nottulnerinnen entscheidend durchsetzen. So standen am Ende gerade mal zwölf Tore gegen Sparta Münster zu Buche. Foto: Klaus Schulte

„Heute hätten wir noch eine halbe Stunde weiterspielen können, und nichts wäre passiert“, ärgerte sich Spielerin Stefanie Gravermann über den verpatzten Auftritt der Bezirksliga-Handballerinnen von GW Nottuln im Duell gegen die DJK Sparta Münster. Lediglich vier Tore gelangen der Mannschaft von Trainerin Tine Hünteler-Hekman im zweiten Abschnitt. So verloren die Grün-Weißen gegen den Landesliga-Absteiger deutlich mit 12:19 (8:12).

Doch die mangelnde Durchschlagskraft im Angriff hatte bereits in Durchgang eins eingesetzt, als die ambitionierten Münsteranerinnen in der Deckung kaum noch etwas zuließen und bis zur Pause auf 8:12 enteilten. Zuvor hatten die Gastgeberinnen einen Fünf-Tore-Rückstand dank der Hereinnahme von Marina Rotermund und Lea Ziemann fast aufgeholt. Die beiden brachten zunächst frischen Wind ins Spiel, doch dann waren die hart zupackenden Gäste wieder Herr der Lage.

Anstatt die in der Abwehr tief stehenden Münsteranerinnen durch schnelles, druckvolles Spiel in Bewegung zu bringen, um dann durchzustarten, versuchten es die Grün-Weißen zu oft auf eigene Faust und liefen sich im Eins-gegen-eins-Spiel ständig fest. Die Gäste igelten sich hinten ein und brauchten nur auf Fehler zu warten.

Und die waren zahlreich. Es fehlten einfach die zündenden Ideen. Häufig wurden die einfallslos agierenden Nottulnerinnen zu unvorbereiteten Würfen gezwungen, weil Zeitspiel drohte. So wurden die Außen kaum ins Spiel eingebunden, und auch Kreisläuferin Sabrina Welp stand auf verlorenem Posten, weil sie doppelt gedeckt wurde. Aus dem Rückraum kam einfach zu wenig, auch wenn Andrea Kohlleppel anfangs zweimal traf. Ein Vorbild an Einsatz war Marina Rotermund, doch sie wurde als Gefahrenherd schnell erkannt und zunehmend eng gedeckt.

„Wir hatten die Münsteranerinnen viel offensiver in der Abwehr erwartet“, erinnerte sich GWN-Trainerin Tine Hünteler-Hekman an das Vorbereitungsspiel. Da hatte sie die Rechnung wohl ohne den Wirt gemacht, denn in Nottuln erschien Sparta-Trainer Enno Grühl mit einem völlig anderen Aufgebot.

GWN-Tore: Sabrina Welp (2), Kim Frie (2), Andrea Kohlleppel (2), Stefanie Gravermann (1/1), Antonia Entrup (1/1), Lea Ziemann (1), Marina Rotermund (1), Meike Eckhardt (1), Sanja Nieborg (1).

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