Handball: Kreisliga
Ein Sieg der Moral für GW Nottuln

Nottuln -

Ein hartes Stück Arbeit musste GW Nottuln im Heimspiel gegen den SV Vorwärts Gronau 2 verrichten: Am Ende siegten die Grün-Weißen mit 29:25.

Montag, 21.10.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 22.10.2019, 15:51 Uhr
Maximilian Halm stellte sich in den Dienst der Mannschaft: Der angeschlagene Rückraumspieler kam auf zwei Tore.
Maximilian Halm stellte sich in den Dienst der Mannschaft: Der angeschlagene Rückraumspieler kam auf zwei Tore. Foto: Klaus Schulte

Vor dem wichtigen Spiel gegen die „Zweite“ vom SV Vorwärts Gronau erreichte Nottulns Handballtrainer Stefan Göcke die niederschmetternde Botschaft, dass neben Marco Krebs nun auch Maximilian Thur einen Kreuzbandriss erlitten hat. Für beide Spieler ist die Saison damit gelaufen.

Es spricht für die Moral im Kreisliga-Team der Grün-Weißen, dass sie trotz alledem den Erfolg über die Grenzstädter unbedingt wollten. So quälten sich im Rückraum Maximilian Halm und Jörg Ruhnke trotz nicht vollständig ausgeheilter Bänderverletzungen durch die Partie. Besonders Jörg Ruhnke rieb sich in der spannenden Schlussphase förmlich auf und suchte nach famosen Einzelleistungen mit schmerzverzerrtem Gesicht die Bank auf. Der Lohn war ein 29:25 (14:10)-Erfolg über ein Team, dass sich ebenfalls Chancen ausgerechnet hatte.

Die Gäste kreuzten mit stark verjüngter Mannschaft auf, die von einigen Routiniers gesteuert wurde. Von Beginn an gingen beide Mannschaften hohes Tempo und machten gehörig Druck. Allerdings dauerte es einige Zeit, bis Göcke das Abwehrloch auf der linken Deckungsseite stopfen konnte. Bis dahin führte Gronau mit 7:6. Dann griffen Göckes Umstellungen und die im Angriff stark auftrumpfenden Grün-Weißen enteilten bis zum Pausenpfiff auf 14:10.

Die Gastgeber kamen gut aus der Halbzeit und beim 6-Tore-Vorsprung nach 35 Minuten schien der Sieg greifbar nahe. Aber weit gefehlt. Die Gäste um Spielmacher Davin Harbring waren nur fünf Minuten später wieder bis auf ein Tor dran (18:17). Zu allem Unglück bedachte das souverän leitende Schiedsrichtergespann Finkemeier/Rüskenschulte Nottulns Kreisläufer Tobias Last nach einer ungeschickten Abwehraktion mit der Roten Karte. Nun war es die rechte Deckungsseite, die Nottulns Coach Kopfzerbrechen bereitete. Göcke bat zur Auszeit und konnte die „Leckage“ gerade noch rechtzeitig stoppen.

Weil die Deckung der Gäste tief stand, hatten es Nottulns Kreisläufer und Außen sehr schwer. Alles kam nun auf die Würfe aus der zweiten Reihe an. Mit Dominik Peter und besonders Carsten Weitkamp, der nur mit einem Fehlwurf aufwartete, standen indes zwei sichere Schützen im Nottulner Team.

Zum Turm in der Schlacht aber wurde GWN-Torhüter David Bischoff, der neben zahlreichen Glanzparaden noch vier Siebenmeter entschärfte. Er hielt seine Mannschaft in den engen Phasen im Spiel. Und es blieb lange eng.

Nottulns Coach hielt es nun kaum noch auf der Bank. Wie ein Tiger im Käfig lief er hin und her und feuerte seine Spieler immer wieder an. Erst fünf Minuten vor Schluss war der Widerstand der Grenzstädter endgültig gebrochen, als Dominik Peter seinen bis dahin vier Treffern drei weitere folgen ließ. „Mein Herz, mein Herz“, stöhnte Nottulns Handballlehrer nach dem Abpfiff. „Warum müssen es meine Jungs es immer so spannend machen?“

Immerhin: Mit nunmehr 6:2 Punkten haben die Grün-Weißen ihr Ziel erreicht und sich zunächst einen Platz im Mittelfeld gesichert. „Das waren wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg“, freute sich Göcke. „Angesichts unseres Verletzungspechs müssen wir die Ansprüche deutlich runterschrauben.“

GWN: Carsten Weitkamp (7), Dominik Peter (7/2), Jörg Ruhnke (3), Christoph Bolle (2), Linnert Determann (2), Maximilian Halm (2), Dario Wottke (2), Florian Poppe (2), Gerrit Kracht (1), Tobias Last (1).

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