Fußball: Westfalenliga
Verdienter Punktgewinn für GW Nottuln

Nottuln -

In einer umkämpften Westfalenliga-Partie trennten sich GW Nottuln und der SC Roland 1962 leistungsgerecht mit einem 1:1 (0:1)-Unentschieden. Jens Böckmann erlöste die Grün-Weißen erst in der Nachspielzeit.

Samstag, 09.11.2019, 19:44 Uhr aktualisiert: 10.11.2019, 18:32 Uhr
Viele packende Zweikämpfe sahen die Zuschauer am Samstag im Baumberge-Stadion. Hier stoppt Beckums Hasan Dere, der später die Ampelkarte sah, im letzten Moment Fabian Schöne.
Viele packende Zweikämpfe sahen die Zuschauer am Samstag im Baumberge-Stadion. Hier stoppt Beckums Hasan Dere, der später die Ampelkarte sah, im letzten Moment Fabian Schöne. Foto: Johannes Oetz

Es lief bereits die Nachspielzeit. Der SC Roland 1962 führte zwar immer noch mit 1:0, doch der hoch gehandelte Fußball-Westfalenligist wankte schon seit einiger Zeit bedenklich. Bei einem neuerlichen Angriff von GW Nottuln schlug Adenis Krasniqi den Ball in den Strafraum. Dort kam aus dem Hintergrund Jens Böckmann angerauscht, der durchzog und das Spielgerät mit voller Wucht zum Ausgleich in die Maschen donnerte. Der grün-weiße Jubel kannte keine Grenzen mehr. Und fast wäre es noch besser gekommen, doch in der vierten Minute der Nachspielzeit drosch Felix Hesker den Ball freistehend in den Nottulner Nachthimmel.

„Das wäre natürlich die Krönung gewesen, wenn Felix den noch rein macht. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Immerhin haben wir uns für die coole zweite Halbzeit noch belohnt“, freute sich Nottulns Trainer Jens Niehues nach der Partie. Und sein Co-Trainer Dirk Nottebaum ergänzte: „Der Gegner hat in der zweiten Hälfte immer mehr abgebaut, die gingen immer tiefer. Man hat aber auch gesehen, dass dies eine Top-Truppe ist.“

Top in punkto Auftreten waren die Gäste allerdings nicht. Überhaupt nicht! Die Roland-Bank drehte in den 94 Minuten mehrfach durch. Die Hektik von außen übertrug sich früh auf den Platz, auf dem die Gäste-Akteure häufig ein billiges Theaterspiel aufführten. Mehrfach gingen Roland-Spieler nach Zweikämpfen vor Schmerz schreiend zu Boden, um Sekunden später wieder putzmunter über den Kunstrasen zu rennen. Mancher Zuschauer hätte sich gewünscht, ein Handball-Schiedsrichter würde pfeifen – die Gäste hätten die Partie mit noch weniger als zehn Spielern beendet. Hasan Dere sah nämlich in der 79. Minute die Ampelkarte. Er hatte sich zuvor mehrfach dafür empfohlen.

Fußball wurde aber auch geboten. In der ersten Halbzeit spielten die Beckumer über weite Strecken den besseren Ball. Griffig, zweikampfstark, tolles Pressing und gut organisiert in der Abwehr: Ja, Nottuln hatte hier ein ordentliches Kaliber vor der Brust. Die Führung nach einer halben Stunde durch Niklas Szeleschus war daher auch verdient. Beim Gegentreffer nach einem Eckball sah der blutjunge Torhüter der Gastgeber, Jan Wewers, allerdings nicht gut aus.

Und was passierte in der Offensive der Platzherren? Wenig. GWN war zwar bemüht, wurde aber kein einziges Mal wirklich torgefährlich.

Das änderte sich in den zweiten 45 Minuten. Grün-Weiß wurde nun von Minute zu Minute stärker. Lars Ivanusic übernahm zunehmend Verantwortung und warf sich immer wieder ins Getümmel. Kapitän André Kreuz, ansonsten ein wichtiger Antreiber, hatte sich schon in Hälfte eins verletzt und war zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Er wollte durchhalten und musste daher auf die Zähne zu beißen.

Und dann kamen die Chancen für die Niehues-Elf zum Ausgleich: In der 75. Minute schlenzte der fleißige Fabian Schöne zunächst knapp vorbei. Zwei Minuten später verzog Jens Böckmann knapp. In der 79. Minute wurde Ivanusic kurz vor dem Strafraum von Dere gefoult, der Gelb-Rot sah und sich im Anschluss auf Bitten der Unparteiischen laut schimpfend hinter die Bande bewegte. Den fälligen Freistoß von Felix Hesker wehrte SC-Torhüter Christopher Rump mit einer Glanzparade ab.

Doch es gab ja noch die Nachspielzeit, in der Böckmann einfach mal durchlief und sich und seine Mitspieler für die tolle Moral belohnte.

GWN: Wewers – Warnat, Kreuz, Wenning, Böckmann – Feldkamp (62. Krasniqi), Hesker, Ivanusic – Gerdes (85. Donner), Schöne, Messing

Tore: 0:1 Szeleschus (30.), 1:1 Böckmann (90.+2)

Bes. Vorkommnis: Ampelkarte für den Beckumer Dere (79.)

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