Handball: Frauen-Bezirksliga
Damen von GW Nottuln stürzen den Spitzenreiter

Nottuln -

Überraschend mit 15:14 setzten sich die Bezirksliga-Handballerinnen von GW Nottuln beim SC Westfalia Kinderhaus 2 durch, der dadurch die Tabellenführung verlor.

Sonntag, 01.12.2019, 14:08 Uhr aktualisiert: 02.12.2019, 15:24 Uhr

Es war ein Ritt auf der Rasierklinge, den die Bezirksliga-Handballerinnen von Grün-Weiß Nottuln beim Spitzenreiter SC Westfalia Kinderhaus 2 vollführten. In einem ungeheuer spannenden Finale retteten sie mit dem Glück des Tüchtigen ein denkbar knappes 15:14 über die Zeit und verbesserten sich dadurch auf Rang sechs.

„Ich hatte mir eine Steigerung um 35 Prozent gewünscht. Die Mannschaft hat es umgesetzt“, war GWN-Trainerin Tine Hünteler-Hekman überglücklich. Die Nottulner Trainerin hatte ihre Mannschaft bestens auf die gefährlichen Konter des Tabellenführers vorbereitet. Von Beginn an waren die Grün-Weißen auf Betriebstemperatur und ließen in der Abwehr nur wenig zu. Im Angriff spielten sie variabel und hatten in Andrea Kohlleppel im Rückraum eine sichere Schützin. Westfalia-Trainer Daniel Vaegs stellte darauf von 6:0 auf 5:1 um, doch auch darauf wussten die Grün-Weißen eine Antwort. Wozu hat man schließlich mit Sabrina Welp eine Kreisläuferin von Format? Bis zum 7:4 (20.) lief alles nach Plan, doch dann kosteten vier Ballverluste beinahe die Führung. Beim Seitenwechsel war der Vorsprung auf 8:7 zusammengeschmolzen.

Nach der Pause blieb es ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum Schluss. Die Grün-Weißen, die ihre Angriffe nach Ballgewinn klug vortrugen und mit zahlreichen Spielzügen aufwarteten, behielten auch dann kühlen Kopf, als die favorisierten Gastgeberinnen aus der Domstadt mit zwei Toren in Führung lagen (14:12/47.). Doch Stefanie Gravermann per Siebenmeter und Andrea Kohlleppel aus der zweiten Reihe stellten den Ausgleich wieder her (52.).

Dann wurde es spannend: Zwei Zeitstrafen hüben wie drüben und zwei ausgelassene Strafwürfe auf beiden Seiten sorgten für zusätzliches Adrenalin. Beim 15:14 durch Sabrina Welp waren noch drei Minuten auf der Uhr. Doch dann erhielt Anne Tegtmeier eine Zeitstrafe aufgebrummt. Mit dem Mute der Verzweiflung stemmten sich die Grün-Weißen gegen den drohenden Ausgleichstreffer. Als Sekunden vor dem Abpfiff der SC einen Strafwurf zugesprochen bekam, schien alle Mühe umsonst. Aber Nicole Diederichs war einmal mehr auf dem Posten und entschärfte den Ball. Es war bereits ihre zweite Siebenmeterparade in diesem Spiel. Danach gab es auf der Nottulner Bank kein Halten mehr. Auf das von ihr mit exakt 35 Prozent bezifferte Steigerungspotenzial ihrer Mannschaft angesprochen, machte eine strahlende Tine Hünteler-Hekman folgende Rechnung auf: „Auf Andrea Kohlleppel, die Abwehr und Torhüterin Maren Wietholt entfallen jeweils 10 Prozent. Die restlichen 5 Prozent habe ich für Nicole Diederichs aufbewahrt. Sie hat am Schluss den Sieg festgehalten. Nun können wir beruhigt die erste Kerze anzünden.“

GWN-Tore: Andrea Kohlleppel (5), Sabrina Welp (4), Lena Ziemann (2), Lea Heiman (1), Kim Frie (1), Sanja Nieborg (1), Stefanie Gravermann (1/1).

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