Fußball: Westfalenliga
GW Nottuln hofft auf einen guten Tag

Nottuln -

Fußball-Westfalenligist GW Nottuln möchte seine weiße Weste im eigenen Stadion behalten. Indes: Am Sonntag kommt Spitzenreiter Borussia Emsdetten.

Freitag, 06.12.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 08.12.2019, 14:02 Uhr
Die Verletztenmisere bei GW Nottuln reißt einfach nicht ab. Jetzt fällt auch noch Sebastian Schöne (l.) langfristig aus. Das Nottulner Urgestein zog sich einen Kreuzbandriss zu.
Die Verletztenmisere bei GW Nottuln reißt einfach nicht ab. Jetzt fällt auch noch Sebastian Schöne (l.) langfristig aus. Das Nottulner Urgestein zog sich einen Kreuzbandriss zu. Foto: Johannes Oetz

Mindestens 90 Minuten stehen für die Westfalenliga-Fußballer von GW Nottuln im Jahr 2019 noch auf dem Programm. Nach dem zweiten Spiel der Rückrunde am Sonntag um 15 Uhr im Baumberge-Stadion gegen den Spitzenreiter Borussia Emsdetten geht es für den Aufsteiger in die wohlverdiente, zehnwöchige Winterpause. Erst am 16. Februar steht beim SC Herford das nächste Punktspiel auf dem Programm.

Doch vorher wollen sich die Grün-Weißen unbedingt mit einem Heimsieg von ihren treuen Fans verabschieden. Die Schützlinge von Coach Jens Niehues gewannen allerdings nur eines der vergangenen acht Spiele – 1:0 auf eigenem Platz gegen den TuS Hiltrup. „Wir sind zu Hause noch ungeschlagen. Das soll auch so bleiben“, stellt Nottulns Co-Trainer Dirk Nottebaum klar. Nach der 0:5-Auswärtsklatsche am vergangenen Sonntag beim 1. FC Gievenbeck sind die Akteure des Tabellenneunten auf eine Wiedergutmachung aus.

Ob das allerdings gegen den Herbstmeister gelingt, bleibt abzuwarten. Die Borussen sind seit acht Begegnungen ohne Niederlage. Zuletzt wurde am 22. September gegen den VfB Fichte Bielefeld mit 0:2 verloren. Sowohl Emsdetten als auch der Tabellenzweite Victoria Clarholz besitzen mit lediglich 16 Gegentreffern die beste Abwehr der Liga. Auf der anderen Seite trafen die GWN-Kicker in 15 Partien erst 20 Mal. Nur das Schlusslicht TuS Tengern (13) und der Vorletzte SC Herford (18) knipsten weniger.

An das Hinspiel gegen Borussia Emsdetten besitzt der GWN-Assistenzcoach nicht zuletzt aufgrund der 0:3-Niederlage alles andere als gute Erinnerungen. In der 17. Minute hatte Dickens Toka „völlig unberechtigt“ (O-Ton Nottebaum) die Rote Karte wegen Handspiels gesehen. Der anschließend verwandelte Elfmeter war der Anfang vom Ende für die Gäste. Um das zweite Aufeinandertreffen, ein drittes Duell wird es im Rahmen der Wintervorbereitung auch noch geben, erfolgreicher zu gestalten, „müssen wir gemeinschaftlich auftreten und über das Kollektiv kommen“. Trotz der Negativserie in den vergangenen Wochen ist Dirk Nottebaum auch weiterhin fest davon überzeugt, „dass wir in dieser ausgeglichenen Liga an einem guten Tag gegen jede Mannschaft gewinnen können“.

Die personellen Alternativen für das Trainergespann werden von Woche zu Woche weniger. Mit Sebastian Schöne meldete sich bereits der sechste GWN-Kicker langfristig verletzungsbedingt ab. Das Nottulner Eigengewächs hatte sich in der vergangenen Woche ohne gegnerische Einwirkung im Training einen Kreuzbandriss zugezogen. Dieses Resultat ergab eine MRT-Untersuchung an diesem Mittwoch. „Für den Jungen tut mir das wahnsinnig leid“, verriet Nottebaum. „Sebastian ist für das Team nicht nur sportlich sehr wichtig. Es ist auch menschlich ein krasser Verlust.“ Ob Lars Ivanusic (Probleme am Sprunggelenk) und Pascal Gerdes (krank) bis Sonntag wieder fit sein werden, entscheidet sich kurzfristig.  

SC Roland 1962 ist erster Absteiger

Der SC Roland 1962 zieht nach dieser Saison seine erste Mannschaft aus der Westfalenliga zurück. Das Team wird dann als erster Absteiger feststehen und aufgelöst. Das teilte der Vorsitzende Thomas Wittenberg auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung mit. Die Reserve, die bereits in der Kreisliga A spielt, verwandelt sich in die erste Garde.

Die Gründe für den Rückzug des Tabellenzehnten sind vielfältig. Am Geld liegt es laut Wittenberg nicht: „Der Verein könnte es weiterhin stemmen, will es aber nicht.“ Zwei Faktoren waren ausschlaggebend. Erstens: die geringen Zuschauerzahlen. Und zweitens: es ist dem Club in jüngerer Vergangenheit immer schwerer gefallen, Personen zu finden, die im organisatorischen Bereich ehrenamtlich mitanpacken. Ab Sommer wird Roland den Neuanfang in der Kreisliga A wagen.

Anfang November hatten sich Nottuln und der SC mit einem 1:1 getrennt. Am 17. Mai treten die Grün-Weißen zum Rückspiel in Beckum an. Es wird das letzte Westfalenliga-Heimspiel des ehemaligen Oberligisten sein.

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