Fußballkreis Ahaus/Coesfeld
Workshop soll als Ideenschmiede neue Wege im Schiedsrichterwesen aufzeigen

Kreis Coesfeld/Nottuln -

Die Zahl der Schiedsrichter hat im Fußballkreis um gut 70 abgenommen. Die Gründe dafür liegen wohl in der verbalen und körperlichen Gewalt in den Sportanlagen. Jetzt will der Fußballkreis gegensteuern.

Freitag, 13.12.2019, 06:22 Uhr aktualisiert: 13.12.2019, 06:30 Uhr
Ein leider alltägliches Bild: Der Schiedsrichter zeigt die Gelbe Karte. Auf die Entscheidung reagieren viele Spieler mit unangemessenen Gesten und lautstarken Kommentaren.
Ein leider alltägliches Bild: Der Schiedsrichter zeigt die Gelbe Karte. Auf die Entscheidung reagieren viele Spieler mit unangemessenen Gesten und lautstarken Kommentaren. Foto: Jürgen Peperhowe

Den Fußballkreis Ahaus/Coesfeld beschäftigt seit Monaten als zentrales Thema der „sicherlich dramatische Rückgang der Schiedsrichterzahlen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises. Die Zahl sei im Kalenderjahr 2019 um mehr als 70 gesunken. „Das merken natürlich auch die Vereine“. Dem Schiedsrichterausschuss gelinge es längst nicht mehr immer, alle Meisterschaftsspiele zu besetzen. Der Aderlass sei vor allem bei den jungen Schiedsrichtern immens gewesen. „Die Entwicklung der verbalen Gewalt auf den Sportanlagen sorgte und sorgt wohl derzeit immer noch dafür, dass es schwierig ist neue Kandidaten für diese Aufgabe zu gewinnen“.

Die Verantwortlichen des Kreises sind laut Mitteilung der Überzeugung, dass nur gemeinsame Anstrengungen und in diesem Zusammenhang auch klare Worte besseres und zukunftsorientiertes Handeln auch im Schiedsrichterwesen ermöglichen. Deshalb sollen die Vertreter der Vereine am 15. Januar nach Legden zu einem Workshop eingeladen werden.

Die bereits eingeleiteten Maßnahmen des Kreisvorstandes durch die Aktion „Wir Sind Uns Einig“ wie auch die damit einhergehenden Urteil der Sportgerichtsbarkeit zur verbalen Gewalt führen nach einem zähen Anlauf zumindest derzeit dazu, dass ein Teil der Verantwortlichen in den Vereinen die Entwicklung ernst nehme. Allein das wird nach Auffassung des Kreisvorstands aber nicht ausreichen, um verlorenes Terrain zurück zu gewinnen.

Aus diesen Gründen befassten sich KSA und Kreisvorstand in einer gemeinsamen Klausurtagung noch einmal mit den Gründen der Reduzierung, aber auch mit einer durch die Vereine zu steuernden Schiedsrichterwerbung. „Sicherlich sind die verbale wie die körperliche Gewalt ein wesentlicher Grund für den Rückgang“, so der Kreisvorsitzende Willy Westphal. „Aber es spielen noch weitere Faktoren eine Rolle.“ Und die gelte es aufzuarbeiten und mit den Verantwortlichen in den Vereinen zu erörtern und Hilfen und Anregungen durch den Kreis anzubieten. Der Kreisvorstand habe deshalb federführend den Ausschuss für Vereins- und Kreisentwicklung beauftragt, eine gemeinsame Veranstaltung unter Beteiligung des KSA zu organisieren.

Diese werde nunmehr am Mittwoch, 15. Januar, als Pflichttreffen für die Leiter der Fußballabteilungen und der Schiedsrichterbeauftragten aller Vereine im Fußballkreis im Landhotel Hermannshöhe in Legden stattfinden. Christel Behmenburg als Vorsitzende des Ausschusses werde den Vereinen in den nächsten Wochen noch weitere Informationen geben.

Bei einem Workshop sollen die Teilnehmer Vorschläge oder sogar Lösungen zur Gewinnung und zur Erhaltung des Schiedsrichterbestandes in den Vereinen erarbeiten. Es sollen Grundlagen auf der Basis der Ergebnisse der Ursachenforschung erkannt und in Zukunft umgesetzt werden.

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