Handball: Frauen-Bezirksliga
Damen von GW Nottuln kriegen die Kurve

Nottuln -

Dank einer Leistungssteigerung nach der Pause setzten sich die Bezirksliga-Handballerinnen von GW Nottuln mit 30:25 bei der HSG Hohne/Lengerich durch.

Montag, 16.12.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 17.12.2019, 15:24 Uhr
Andrea Kohlleppel steigt hoch: Nottulns Rückraumspielerin war aber nicht nur im Angriff gut drauf, sondern verdiente sich auch gemeinsam mit Sabrina Welp (2.v.r.) Bestnoten im Abwehrzentrum.
Andrea Kohlleppel steigt hoch: Nottulns Rückraumspielerin war aber nicht nur im Angriff gut drauf, sondern verdiente sich auch gemeinsam mit Sabrina Welp (2.v.r.) Bestnoten im Abwehrzentrum. Foto: Johannes Oetz

Handballspiele werden zuallererst in der Deckung gewonnen – allerdings sollte man auch mal vorne treffen. Beides klappte im Spiel der Nottulner Bezirksliga-Handballerinnen als Gast der HSG Hohne /Lengerich eine Halbzeit lang überhaupt nicht. So lagen die Schützlinge von GWN-Trainerin Tine Hünteler-Hekman beim Tabellenvorletzten zur Pause mit 12:14 zurück. Nach dem Seitenwechsel zeigten die Grün-Weißen aber ihr wahres Gesicht und gewannen die Partie noch mit 30:25.

„Bei der HSG tun wir uns immer schwer“, hatte Tine Hünteler-Hekman vor der Partie gewarnt, den Tabellenplatz der Gastgeberinnen als Aufforderung zu sehen, nur mit halber Kraft zu agieren. Und trotzdem wäre es beinahe in die Hose gegangen, denn der Tabellenfünfte präsentierte sich eine Halbzeit lang in der Deckung fahrig. Auch Maren Wietholt im Tor konnte ihrer Abwehr keinen Halt geben, denn die Gastgeberinnen schossen platziert aus allen Lagen. Im grün-weißen Angriff wurden zudem viele technische Fehler produziert, sodass der Pausenrückstand eine logische Folge war.

„Vielleicht hat die HSG im ersten Durchgang etwas überpaced“, suchte die GWN-Trainerin einen Grund für den Leistungsabfall der Gastgeberinnen nach dem Wechsel. Auf jeden Fall präsentierten sich die Grün-Weißen in Hälfte zwei in der Form der letzten beiden Spiele. Hinten Kampf und vorne Dampf: Auf diese Formel ließen sich die Eindrücke nun reduzieren. Nach erfolgreicher Balleroberung ging es blitzschnell per Tempogegenstoß nach vorne. Innerhalb von drei Minuten hatten die Nottulnerinnen das Spiel gedreht.

Besonders Andrea Kohlleppel und Sabrina Welp verdienten sich im Abwehrzentrum Bestnoten. Zudem hielt Maren Wietholt in Durchgang zwei überragend. Im Angriff drückten Lea Heiman und Marina Rotermund der Partie ihren Stempel auf und halfen mit, den Vorsprung gegen die kräftemäßig abbauenden Gastgeberinnen noch auf fünf Treffer auszubauen.

„Zum Glück haben wir noch rechtzeitig die Kurve gekriegt“, zeigte sich Nottulns Handballlehrerin nach Spielschluss einigermaßen versöhnt. „Das war eine richtig geile Mannschaftsleistung. Besser kann der Tag nicht laufen. Das vierte Spiel nacheinander gewonnen und die Niederlande sind Handball-Weltmeister der Frauen geworden“, freute sich die gebürtige Holländerin. „Nun werde ich mit meiner Tochter Plätzchen backen und dann kann Weihnachten kommen,“ strahlte sie.

GWN-Tore: Rotermund (8), Kohlleppel (5), Nieborg (4/1), Welp (4), Eckhardt (3/2), Frie (3), Gravermann (2/1), Heiman (1).

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7137468?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35336%2F
Nachrichten-Ticker