Handball: Kreisliga
Unterschiedliche Ziele bei GW Nottuln und SW Havixbeck 2

Nottuln/Havixbeck -

Wie geht es bei den Kreisliga-Handballern von GW Nottuln und SW Havixbeck 2 in den nächsten Monaten weiter? Darüber und über vieles mehr äußerten sich die beiden Trainer Stefan Göcke (GWN) und Martin Kleikamp (SWH 2) im Interview mit den Westfälischen Nachrichten.

Freitag, 20.12.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 20.12.2019, 16:02 Uhr
Nottulns Trainer Stefan Göcke möchte mit seiner Mannschaft unbedingt in der zukünftigen Bezirksklasse mitmischen.
Nottulns Trainer Stefan Göcke möchte mit seiner Mannschaft unbedingt in der zukünftigen Bezirksklasse mitmischen. Foto: Johannes Oetz

Bisher gingen sich die Handballmannschaften von GW Nottuln und SW Havixbeck 2 auf Kreisebene stets aus dem Weg, weil die Grün-Weißen zum Handballkreis Euregio Münsterland gehörten und Schwarz-Weiß im Kreis Münster angesiedelt war. Aufgrund der Fusion der beiden Handballkreise trafen sich nun erstmals beide Vereine zum Derby in der Kreisliga Münsterland. Dabei setzte sich GWN klar durch (wir berichteten aktuell). WN-Mitarbeiter Klaus Schulte unterhielt sich im Anschluss an die Partie mit den Trainern Martin Kleikamp (SWH 2) und Stefan Göcke (GWN).

Hallo, Herr Kleikamp. Mit zwei Punkten aus zehn Spielen sieht die Bilanz nicht gerade rosig aus. Was ist dafür der Grund?

Kleikamp: Vor der Saison schienen wir zunächst nur noch zwei Herrenmannschaften bilden zu können. Dann aber wurden es doch drei Teams. Jan-Philipp Schürmann hatte jedoch das Traineramt in der Reserve niedergelegt und ich habe kurzfristig zugesagt, obwohl ich eigentlich die Dritte trainierte. Von einer ordentlichen Vorbereitung konnte daher keine Rede sein. Wir sind praktisch kalt in die Saison gegangen.

Herr Göcke, Ihr Team hat immerhin neun Punkte auf dem Konto. Wie sah denn die Vorbereitung Ihrer Mannschaft aus?

Göcke: Wir haben uns super auf die Saison vorbereitet. Alle Spieler, soweit sie beruflich abkömmlich waren, haben ganz toll mitgezogen. Ich hatte ein gutes Gefühl. Immerhin mussten wir nach den Abgängen von David Bischoff und Fabian Rotermund Umstellungen vornehmen und nach Lösungen in Deckung und Angriff suchen. Das sah schon recht vielversprechend aus. Das zeigte sich bereits in den Vorbereitungsspielen. Martin Kleikamp, Trainer von SW Havixbeck 2 Foto: Klaus Schulte

Und wie bewerten Sie, Herr Kleikamp und Herr Göcke, den bisherigen Saisonverlauf Ihrer Mannschaften?

Kleikamp: Die schlechte Vorbereitung schlägt sich natürlich in den Ergebnissen nieder. In dieser Liga wird Tempohandball gespielt. Damit tut sich meine Mannschaft schwer. Ihr fehlt die Spritzigkeit. Besonders im Rückzugsverhalten müssen wir uns noch verbessern. Eigentlich hat sich meine Mannschaft von Spiel zu Spiel gesteigert. Immerhin konnten wir unsere beiden Punkte gegen den Tabellenachten TV Vreden 2 einfahren. Besonders aus dem gebundenen Spiel heraus finden wir durchaus kreative Lösungen. Zuletzt haben wir Spitzenreiter BSV Roxel bis kurz vor Schluss das Leben schwer gemacht. Und auch die Niederlage gegen Sparta Münster 2 war knapp. So gesehen war die Pleite am vergangenen Sonntag in Nottuln ein Rückschlag. Wir haben einige ältere Spieler in unseren Reihen. Die Weihnachtspause kommt zur rechten Zeit.

Göcke: Wir hatten uns für die Saison einiges vorgenommen. Ein Platz im oberen Drittel war das erklärte Ziel. Allerdings hat uns das Verletzungspech einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Mit Maximilian Thur und Marco Krebs fielen schon früh zwei Spieler mit Kreuzbandriss aus. Besonders die Verletzung von Max bedeutete eine enorme Schwächung für unser Team. Er sollte nach dem Abgang von David und Fabian zum Denker und Lenker der Mannschaft aufgebaut werden. In der Deckung war er eine Bank und im Angriff profitierten wir von seinen Spielideen. Mit Yannis Frye, David Holzgreve, Maximilian Halm und Christoph Bolle habe ich vier unterschiedliche Spielertypen, die Thurs Ausfall nur in Teilen kompensieren können. Das braucht noch seine Zeit. So gesehen sind die neun Punkte und Rang sieben okay, sieht man einmal vom verschenkten Punkt im Heimspiel gegen Sparta Münster 2 ab.

Welche Ziele haben Sie sich für die restliche Saison gesetzt?

Kleikamp: Auf jeden Fall mehr als die bisherigen zwei Punkte zu holen (lacht). Aber mal im Ernst: Meine Mannschaft kann mehr und will das im neuen Jahr auch zeigen. Auch wir haben mit vier Langzeitverletzten wichtige Stammspieler verloren. Die Trainingsbeteiligung ist gut, die Stimmung und der Zusammenhalt in der Mannschaft ebenso. Wir wollen in der Rückrunde eine deutlich bessere Leistung zeigen. Den Liga-Verbleib in der zukünftig in Bezirksklasse umbenannten Spielklasse können wir allerdings nicht mehr schaffen. Aber wir werden noch einige Punkte sammeln, da bin ich mir sicher.

Und Sie, Herr Göcke?

Göcke: Wir möchten unbedingt in der zukünftigen Bezirksklasse mitspielen. Dazu müssen wir mindestens Siebter werden. Diesen Platz haben wir zwar erreicht, doch sollten wir uns nicht ausruhen und uns möglichst noch ein wenig verbessern. In der Abwehr klappt es schon ganz gut. Besonders Carsten Weitkamp hat eine enorme Entwicklung gemacht. In der Deckung bekommt er es meist mit dem gefährlichsten Gegenspieler zu tun und im Angriff kommt er als Rechtshänder im rechten Rückraum hervorragend klar. Zudem zeigt Jörg Ruhnke im linken Rückraum aufsteigende Tendenz. Carsten Bischoff im Tor hat einen wahren Leistungssprung hinter sich. Sein Trainingsfleiß ist beispielhaft. Das alles stimmt mich optimistisch, allerdings nur, wenn alle regelmäßig trainieren. Das hat zuletzt aus verschiedenen Gründen nicht immer geklappt. Aber im kommenden Jahr wollen wir das ändern. Das haben alle unterschrieben. Schließlich wartet Ende Februar die neue Sporthalle auf uns. Wenn das nicht eine Motivation ist . . .

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