Handball: Kreisliga
GW Nottuln jubelt: Abgerechnet wird am Schluss

Nottuln -

Die Kreisliga-Handballer von GW Nottuln zeigten am Sonntagnachmittag eine denkwürdige Partie: Nach einem 9:18-Pausenrückstand besiegten sie den SV Adler Münster noch mit 31:30.

Sonntag, 19.01.2020, 18:46 Uhr aktualisiert: 19.01.2020, 19:18 Uhr
Auch er machte nach dem Seitenwechsel ein glänzendes Spiel: Nottulns siebenfacher Torschütze Yannis Frye.
Auch er machte nach dem Seitenwechsel ein glänzendes Spiel: Nottulns siebenfacher Torschütze Yannis Frye. Foto: Klaus Schulte

Kaum ein Zuschauer hätte am Sonntag zur Halbzeit auch nur einen Pfifferling noch auf die Kreisliga-Handballer von GW Nottuln gesetzt. Schier aussichtslos mit 9:18 lagen die Schützlinge von GWN-Coach Stefan Göcke gegen den Tabellenfünften SV Adler Münster zu diesem Zeitpunkt zurück. Doch mit einer wahren Energieleistung kämpften sich die Grün-Weißen in den zweiten 30 Minuten zurück ins Spiel und gewannen noch sensationell mit 31:30.

„Nicht nur die Kroaten können ein Spiel nach hohem Rückstand drehen“, schmunzelte ein restlos begeisterter Fan mit Blick auf das Spiel der Deutschen Nationalmannschaft am Vortag.

Handballer von GW Nottuln drehen Spiel gegen SV Adler Münster

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Eine Viertelstunde lang, bis zum 8:9, hielten die Nottulner das Spiel in der eigenen Halle gegen einen Mitfavoriten um den Aufstieg offen, doch konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Gäste durchaus noch eine Schippe drauflegen könnten. Aber auch so ließen sie die Grün-Weißen in der Deckung mehr und mehr alt aussehen. Die Münsteraner zogen gekonnt ihr Angriffsspiel auf. Und die Gastgeber? Die schauten zu. In der Deckung ließen sie sich regelrecht vorführen und bekamen keinerlei Zugriff.

Wütende Gegenangriffe ohne jegliche Vorbereitung erwiesen sich zudem als Bumerang. Es häuften sich die technischen Fehler. Nach Fehlpässen, Fahrkarten und Fangfehlern in Serie wurden den Domstädtern die Gegenstöße quasi auf dem Tablett serviert. Diese machten davon reichlich Gebrauch und konterten eiskalt. Bis zur Pause präsentierten sich die Gastgeber geradezu vogelwild. Beim Seitenwechsel führten die Gäste schier uneinholbar mit 18:9.Nottulns Trainer Stefan Göcke blies seiner Mannschaft auf den Weg in die Kabine gehörig den Marsch. „Mit solch einer Einstellung verlieren wir heute nicht nur das Spiel, sondern auch die Zuschauer“, appellierte der Trainer an die Ehre seiner Truppe.

Wie verwandelt kamen die Grün-Weißen aus der Kabine. „Alles oder nichts“, lautete nun die Devise. Als genialer Schachzug erwies sich dabei die Maßnahme, Adlers Spielmacher in Manndeckung zu nehmen. Während die Gastgeber um Spielgestalter Christoph Bolle endlich Zugriff bekamen, machte sich auf Seiten der Gäste mehr und mehr Verunsicherung breit. Sie wurde noch größer, als GWN-Keeper Dennis Krieger über sich hinauswuchs und durch eine ganze Serie von Glanzparaden seiner Mannschaft den Rücken stärkte. „Uns fehlten in der ersten Hälfte die Basics, nämlich das Verschieben in der Deckung und schnelles Rückzugsverhalten“, fand GWN-Trainer Göcke eine Erklärung für die Wende. Der Ausgleich zum 25:25 zehn Minuten vor Schluss setzte zusätzliche Kräfte frei. Beim erstmaligen Führungstreffer zum 29:28 riss es die Zuschauer förmlich von den Sitzen. Nun glich die Halle einem Hexenkessel. Derart beflügelt retteten die Grün-Weißen den knappen Vorsprung bis ins Ziel. „Das glaubt einem keiner“, schüttelte GWN-Coach Stefan Göcke immer wieder fassungslos den Kopf und verlangte nach einem Kaltgetränk.

GWN-Tore: Yannis Frye (7/2), Dominik Peter (5), Maximilian Halm (5/3), Jörg Ruhnke (5), Tobias Last (4), Florian Poppe (3), Linnert Determann (1) und Christoph Bolle (1).

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