Faustball: 2. Bundesliga
SG Coesfeld/Nottuln aller Sorgen ledig

Nottuln -

Sie haben es geschafft. Zum vierten Mal haben die Faustballer der SG Coesfeld/Nottuln den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga unter Dach und Fach.

Dienstag, 04.02.2020, 18:33 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 18:40 Uhr
Auch in der nächsten Hallensaison werden die Faustballer der SG Coesfeld/Nottuln ihren Fans wieder Bundesliga-Faustball präsentieren können. Mit Platz 5 in der Abschlusstabelle ist der Klassenerhalt auf jeden Fall gesichert.
Auch in der nächsten Hallensaison werden die Faustballer der SG Coesfeld/Nottuln ihren Fans wieder Bundesliga-Faustball präsentieren können. Mit Platz 5 in der Abschlusstabelle ist der Klassenerhalt auf jeden Fall gesichert. Foto: SG Coesfeld/Nottuln

Zu den Besonderheiten der Faustball-Zweitliga-Arithmetik gehört es, dass selbst solide Mittelfeld-Teams oft lange um den Klassenerhalt zittern müssen. Denn die endgültige Zahl der Absteiger klärt sich erst bei den Erstliga-Aufstiegsspielen – im ungünstigsten Fall kann es vier Teams der 2. Liga Nord erwischen. Bereits vorzeitig aller Abstiegssorgen entledigt haben sich allerdings die Faustballer der SG Coesfeld/Nottuln mit einer bärenstarken Leistung bei ihrem abschließenden Auswärtsspieltag in Wolfsburg. Mit zwei Siegen gegen die in der Tabelle besser platzierten Teams aus Wangersen und Wolfsburg/Vorsfelde verbesserten sie sich vom sechsten auf den fünften Tabellenplatz – und der reicht in jedem Fall zum Klassenerhalt.

Dabei sah es zunächst gar nicht gut aus. Im ersten Satz im Spiel gegen den Tabellenvierten aus Wangersen steckte den SG-Spielern die lange Anreise noch in den Knochen. Ein schneller 0:6-Rückstand, viele Angabenfehler und ein 4:11-Satzverlust waren die ernüchternde Bilanz. Einige taktische Umstellungen sorgten dann aber für die Wende. In Satz zwei zeigte die SG gute offensive Spielzüge, verteidigte stark und hatte am Ende das Quäntchen Glück, den Satz mit 14:12 knapp nach Hause zu bringen. Damit war der Bann gebrochen, und in Satz drei demontierte die SG den Gegner. Der wahrscheinlich beste Satz in der ganzen Saison endete mit 11:1.

Herausragend präsentierte sich dabei Mittelmann Jonas Menzel, der nicht nur mit starken Defensivaktionen glänzte, sondern durch seine präzisen Zuspiele auch maßgeblich zum fehlerfreien Angriffsspiel der SG beitrug. Im vierten Satz bäumte sich Wangersen noch einmal auf, aber die SG hielt überzeugend dagegen. Und so holte sich das Team auch den vierten Satz (11:9) und damit das Spiel mit 3:1.

Mit diesem wichtigen Sieg in der Tasche konnte die SG in ihrem letzten Saisonspiel gegen den Gastgeber aus Vorsfelde befreit aufspielen. Die Wolfsburger Vorstädter, die zu den Topteams der Liga gehören und jedes Jahr um die Meisterschaft mitspielen, haben sich zu einem der Lieblingsgegner der SG entwickelt. Immer sind die Spiele der beiden Teams hochklassig und hart umkämpft – und schon einige Male, so auch im Hinspiel, konnte sich die SG knapp durchsetzen. Und so sollte es auch diesmal wieder sein.

Mit Nachwuchsspieler Maximilian Schellerhoff für Tobias Koslik in der Start-Fünf machte die SG einfach da weiter, wo sie gegen Wangersen aufgehört hatte. Mit starker Abwehrleistung und druckvollem Angriffsspiel gingen Satz eins und drei verdientermaßen an die Gäste (13:11, 11:4), während sich die Hausherren die Sätze zwei und vier knapp sicherten (9:11, 8:11). In Satz fünf kam dann alles zusammen, was einen guten Saisonabschluss ausmacht. Vorsfelde, getragen von den Fans und dem gewonnenen vierten Satz, zog zur Satzpause auf 6:3 und danach auf 7:3 und 8:4 davon. Die SG schien schon geschlagen, doch eine Auszeit und eine Reihe überragender Aktionen in Abwehr und Angriff bescherten den Münsterländern einen 5:0-Lauf zum 9:8. Vorsfelde konnte noch einmal ausgleichen, doch die SG ließ sich das Spiel nicht mehr nehmen. Angreifer Oliver Schmitz war es vergönnt, den umjubelten Punkt zum 11:9 und 3:2-Sieg zu erzielen.

„Kompliment an alle! Wie wir heute als Team aufgetreten sind, war sehr stark und zeigt, dass wir an guten Tagen auch mit den Spitzenteams mithalten können“, war Kapitän Hendrik Langer stolz auf seine Mannschaft. Durch die zwei Siege schob sich die SG in der Tabelle mit 16:16 Punkten noch auf Platz fünf und schaffte nun bereits zum vierten Mal den Klassenerhalt im deutschen Faustball-Unterhaus.

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