Fußball: Frauen-Landesliga
Anna Donner hat noch lange nicht fertig bei GW Nottuln

Nottuln -

Warum in die Ferne schweifen: Bei GW Nottuln sind sie rundum glücklich, wie Vereins-Eigengewächs Anna Donner die Landesliga-Fußballerinnen führt. Auch die ehrgeizige Trainerin ist nach jetzt einem Jahr noch längst nicht satt. Sie macht weiter – allerdings nur unter gewissen Voraussetzungen.

Freitag, 07.02.2020, 17:38 Uhr
Vorausgesetzt, ihr beruflicher Weg führt sie nicht in die weite Ferne, bleibt Anna Donner auch kommende Saison Trainerin von GW Nottulns Fußballerinnen.
Vorausgesetzt, ihr beruflicher Weg führt sie nicht in die weite Ferne, bleibt Anna Donner auch kommende Saison Trainerin von GW Nottulns Fußballerinnen. Foto: Johannes Oetz

Anna Donner ist momentan eigentlich zu beneiden. Trotz der ungemütlichen Jahreszeit ist es voll auf ihrem Trainingsplatz. 20, 21, 22 Leute sind keine Seltenheit bei den Landesliga-Fußballerinnen von GW Nottuln . „Da kannst du extrem viel machen“, weiß Übungsleiterin Donner. Eine gesunde Mischung aus Ehrgeiz, Motivation und Spaß - ein kleiner, aber feiner wie fairer Konkurrenzkampf. „Ich finde das ganz gut“, sagt Donner. Und bei GWN finden sie Donner ganz gut - deswegen haben sich beide Seiten auf eine weitere Zusammenarbeit über den Sommer hinaus verständigt. Auch Co-Trainer Matthias Feitscher bleibt dabei.

 

Einen Haken hat die Sache allerdings noch: In wenigen Tagen legt Donner ihre Refrendariats-Prüfung ab, wo es sie anschließend als Lehrerin hin verschlägt, ist noch ungewiss. Findet sie eine Beschäftigung an einer Schule in der unmittelbaren Umgebung, bleibt sie in jedem Fall. „Anna ist die beste Lösung, die wir uns für unsere Damenmannschaft vorstellen können“, sagt GWN-Fußballabteilungsleiter Lothar Ullrich. Donner genieße eine hohe Akzeptanz in der Truppe. „Sie hat einen guten Draht, kann die Spielerinnen toll motivieren und verfügt über eine hohe Expertise“, lobt der Funktionär.

 

Wie beim Training ein gesunder Mix, der einen beachtlichen sportlichen Erfolg nach sich bringt. Als Donner im Dezember 2018 einsprang, stand die Mannschaft mit mehr als nur einem Fuß in der Bezirksliga und war weit abgeschlagen Schlusslicht der Landesliga . Es folgte ein Rettungsmanöver sondergleichen und in dieser Spielzeit der Durchmarsch auf den aktuell dritten Rang.

 

Auch dank ihrer Spielidee, die folgende Punkte beinhaltet: Große Rotation im Zentrum, spielerische Lösungen von hinten heraus, flach, vertikal und schnell in die Tiefe. Die Umsetzung: Bislang mehr als zufriedenstellend.

 

Aber es gibt auch noch Baustellen. Die Torquote beispielsweise. „Wir brauchen im Schnitt fünf Großchancen für ein Tor. Da sind wir noch nicht abgezockt genug“, moniert Donner. 28 eigene Tore in 14 Spielen sind ihr zu wenig. Hinten rappelte es 22-mal. Zwar steht ihre Defensive recht gut, aber wenn sich Lücken auftun, klingelt es zu schnell. „Wir müssen hinten und vorne konsequenter werden“, drückt es die Trainerin aus.

Am 1. März zum Liga-Start geht es gleich zum Spitzenreiter Borussia Emsdetten. Acht Punkte sind die Borussinnen voraus.

Westfalenmeisterschaft am Sonntag

Kennen Sie die SpVgg Herne-Horsthausen? Den SV Horst Emscher 08? Ach, kommen Sie: Den TV Brechten oder den SV Germania Stirpe vielleicht? Auch nicht? Matthias Feitscher zuckt auch mit den Achseln, am Sonntagabend ist er schlauer. Anna Donners Co-Trainer coacht die Mannschaft am Sonntag (9.2.) in Lienen beim Hallen-Westfalenpokal-Vorrundenturnier. Um 9.45 Uhr geht es für GWN mit dem ersten Spiel los. „Vielleicht kann man ja ein paar Kontakte knüpfen“, blickt der Trainer voraus. Als Hallen-Kreismeister qualifizierte sich Nottuln für den Wettbewerb. Im Tor steht vermutlich Verena Loenser. „Denise Waltering brennt vermutlich am meisten“, schätzt Feitscher lachend. Die Kapitänin hatte bei den HKM gefehlt. Allgemein sei der nominelle Kaderstamm dabei.

...

 

„Das Spiel werden wir volle Kanne angehen“, betont Donner. Gleichwohl hat sie nicht vergessen, wo das Team herkommt: „Auf Biegen und Brechen wollen wir nicht um den Aufstieg spielen.“ Das sieht auch Ullrich so : „Wir haben keinerlei Aufstiegsverpflichtungen.“ In der nächsten Saison dürfte man aber einiges erwarten. Vorausgesetzt natürlich, der Trainingsplatz bleibt so voll wie bisher. „Das ist zwar anstrengend, macht aber Spaß“, merkt man Donner eines vor allem an: Sie hat noch lange nicht fertig.

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