Wie geht es weiter im Handballsport?
Arbeitsgruppe bereitet Entscheidung vor

Nottuln -

Die Handballsportler in den Amateurligen warten gespannt, wie es mit ihrer Saison weitergehen wird. Alle Augen blicken auf den Handballverband Westfalen.

Freitag, 17.04.2020, 18:10 Uhr
Wann bekommen die Handballfans wieder ihren Sport zu sehen? Hier eine Archivszene mit Sarah Chowanietz von GW Nottuln.
Wann bekommen die Handballfans wieder ihren Sport zu sehen? Hier eine Archivszene mit Sarah Chowanietz von GW Nottuln. Foto: Klaus Schulte

Am 12. März 2020 zog der Handballverband Westfalen (HVW) den Stecker und setzte den Spielbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie bis einschließlich 19. April aus. Für den Jugendbereich wurde die Saison schon für beendet erklärt.

Inzwischen hat der Deutsche Handballbund ( DHB ) mit Schreiben vom 3. April allen Landesverbänden die Beendigung des Spielbetriebes der Saison 2019/20 empfohlen. Dem will der HVW (noch) nicht folgen und bleibt beim ursprünglich veröffentlichten Terminplan. Man möchte zunächst die Entscheidungen der Bundes- und Landesregierung, sowie in der Folge der Kreise, Städte und Gemeinden, über den weiteren Fortgang des Alltags und das gesellschaftliche Leben abwarten. Erst danach soll eine Entscheidung über die Fortführung oder den Abbruch der Saison 2019/20 getroffen werden. Allerdings wurde bereits beschlossen, dass es lediglich Aufsteiger in die Saison 2020/21 geben soll und keine Mannschaft absteigen muss.

Die Umsetzung dieser Regelung wurde auch für den Spielbetrieb auf Kreisebene empfohlen. Daniel Hooge , Vorsitzender des Handballkreises Münsterland erklärte, dass man sich den Vorschlägen des HBV anschließen werde. Zurzeit tagt eine Arbeitsgruppe im Handballverband Westfalen, der auch Daniel Hooge angehört, die unter Beteiligung aller Vereine einen Vorschlag erarbeiten soll, wie eine Wertung der Saison 2019/20 im Falle eines Abbruchs erfolgen kann.

Eine mögliche Lösung könnte das Beispiel des Handballverbands Niedersachsen liefern. Die Niedersachsen haben nach einstimmigem Beschluss bereits am 9. April die Saison in den eigenen Spielklassen für beendet erklärt hat.

Die Aufsteiger werden dort per Quotientenregelung ermittelt. Dabei wird ein Quotient aus den erspielten Pluspunkten und der Anzahl der zum Saisonabbruch absolvierten Pflichtspielen gebildet. Bei gleichem Quotienten gibt der direkte Vergleich den Ausschlag.

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