Fußball: Westfalenliga
Fußballer von GW Nottuln schwitzen für guten Zweck

Nottuln -

Die erste Fußballmannschaft von GW Nottuln hatte eine gute Idee: In der durch die Corona-Krise bedingten Spielpause spulen die Akteure ihr Fitnessprogramm ab, das Sponsoren mit Geld unterstützen sollen. Der Erlös geht zunächst an die Hospizbewegung Nottuln.

Freitag, 24.04.2020, 19:13 Uhr aktualisiert: 30.04.2020, 19:02 Uhr
Freuen sich über ihre Spieler, die nicht nur auf dem Platz engagiert sind: Die beiden Fußballtrainer der ersten GWN-Mannschaft Jens Niehues (l.) und Dirk Nottebaum.
Freuen sich über ihre Spieler, die nicht nur auf dem Platz engagiert sind: Die beiden Fußballtrainer der ersten GWN-Mannschaft Jens Niehues (l.) und Dirk Nottebaum. Foto: Johannes Oetz

„Der Ball ruht nun ja schon einige Wochen und keiner weiß, ob und wie es weitergehen wird. Die Jungs fragten sich auch, wie sie sich in dieser Situation am besten fit halten sollen“, erzählt Jens Niehues , Trainer der Westfalenliga-Fußballer von GW Nottuln . Er und sein Trainerkollege Dirk Nottebaum entschieden schnell, sich und die Mannschaft für eine eventuelle Fortführung der Saison bereitzuhalten. Regelmäßig wurden die Spieler mit „Hausaufgaben“ versorgt, um die Fitness zu erhalten.

Um das Fitnessprogramm ein wenig reizvoller zu gestalten und dabei gleichzeitig etwas Gutes zu tun, hatten die Spieler nun die Idee, ihre wöchentlichen Fitnesseinheiten für einen guten Zweck zu verwenden. Jeder Akteur sucht sich Sponsoren und Förderer, die die täglichen Trainingseinheiten mit Spenden unterstützen. Ob Ausdauerläufe, Radtouren, Liegestütze oder Seilchenspringen – alles ist erlaubt, was die Fitness verbessert. „Not macht ja bekanntlich erfinderisch“, erklärt Jens Niehues, der auf seine Jungs mächtig stolz ist. „Wir haben einfach eine super Mannschaft mit einem tollen Charakter, der sich in dieser Aktion wieder einmal zeigt.“

Von der Aktion, die Anfang der Woche ins Leben gerufen wurde, ist auch Dirk Nottebaum begeistert: „Es macht mich wirklich stolz, Teil dieses Teams zu sein. Dieses Zeichen von Solidarität ist wirklich beeindruckend.“

In den wenigen Tagen ist schon ein erkleckliches Sümmchen zusammengekommen. Das Geld wird für Einrichtungen zur Verfügung gestellt, die von der Krisen-Zeit besonders betroffen sind. „Wir haben uns zunächst für eine Spende an die Hospizbewegung Nottuln entschieden“, berichtet Mannschaftskapitän André Kreuz. Kirsten Schneider, Koordinatorin der Hospizbewegung, freute sich sehr über die frohe Kunde: „Das ist wirklich eine tolle Nachricht. Gerade in diesen schwierigen Zeiten, in denen die Betreuung der Menschen unter anderem in Seniorenwohnheimen sehr schwierig ist, ist es umso schöner zu sehen, dass sich junge Menschen Gedanken machen und uns unterstützen.“

Die Aktion der Spieler wird voraussichtlich bis zur Wiederaufnahme der Saison laufen – wann immer das auch sein mag. Erfreulich ist auch, dass sich die Damenmannschaft der Grün-Weißen der Aktion angeschlossen hat.

Abteilungsleiter Lothar Ullrich freut sich sehr über das Engagement der beiden Seniorenmannschaften. „Wir sind sehr beeindruckt über das Engagement der beiden Teams. Wir wünschen uns natürlich, dass sich weitere Mannschaften unseres Vereins anschließen. Dies ist ein hervorragendes Zeichen von gelebter Solidarität.“

Weitere Informationen gibt es auf der Website der Fußballabteilung von GW Nottuln. Neben Möglichkeiten, wie die Spielerinnen und Spieler bei ihrer Aktion unterstützt werden können, wird dort auch erläutert, wie direkt gespendet werden kann.

 

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