Reiten: Elena-Mariella Rabe startet bei den Deutschen Jugendmeisterschaften
Die Krönung der Ponyjahre

Darup -

Bald ist die Ponyzeit altersbedingt vorbei für Elena-Mariella Rabe. Doch zum Schluss gibt es noch einen richtigen Höhepunkt. Das Dressurreittalent des RV Nottuln-Darup startet bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Riesenbeck. Vor dem Start gibt sich die 15-Jährige bescheiden. Sie hegt aber auch Hoffnung auf einen Treppchenplatz.

Donnerstag, 27.08.2020, 18:18 Uhr aktualisiert: 31.08.2020, 17:50 Uhr
Qualifikation geschafft: Elena-Mariella Rabe vom RV Darup-Nottuln darf mit ihrem Ponyhengst „Duke of W“ bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Riesenbeck starten.
Qualifikation geschafft: Elena-Mariella Rabe vom RV Darup-Nottuln darf mit ihrem Ponyhengst „Duke of W“ bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Riesenbeck starten. Foto: Frank Wittenberg

Noch gestaltet sich die Aufregung überschaubar, aber das dürfte sich ändern, wenn der Termin näher rückt. Gehofft hatte Elena-Mariella Rabe , das begehrte Ticket zu bekommen. „Aber zu erwarten war das nicht“, gibt sich die 15-Jährige bescheiden. Umso größer war die Freude, als die Nachricht per Mail ins Haus flatterte: Wenn vom 13. bis 15. September die Deutschen Jugendmeisterschaften in Riesenbeck stattfinden, ist die Dressurreiterin des RV Darup-Nottuln dabei.

Vor gut eineinhalb Jahren war noch weniger mit einem solchen Erfolg zu rechnen, denn eine Liebe auf den ersten Blick schien es nicht zu werden, als die Nottulnerin im Februar 2019 ihr Pony „Duke of W“ von der Hengststation Bodethal zur Verfügung gestellt bekam. „Erst hatte ich kein gutes Gefühl“, räumt Elena-Mariella Rabe leichte Anfangsschwierigkeiten ein. „Aber dann haben wir uns aneinander gewöhnt.“ Und wie: Schon im Spätsommer gelang dem Duo die Qualifikation für das Bundeschampionat in Warendorf, bei dem Platz zwei im „Kleinen Finale“ und Rang sechs im „Großen Finale“ zu Buche standen.

Eine Medaille wäre schon toll.

Elena-Mariella Rabe

Nach dem coronabedingten Leerlauf im Frühjahr dieses Jahres absolvierte die 15-Jährige mit ihrem Pony mehrere Lehrgänge unter den Augen des Landestrainers und schließlich Sichtungsturniere in Roxel und Olfen-Vinnum. In Vinnum erledigte sie die FEI-Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit und belegte mit knapp über 70 Prozent Platz drei. Das war das Ticket für Riesenbeck.

Und das in ihrem letzten Ponyjahr, denn bald muss Elena Rabe auf das Großpferd umsteigen. „Daran wird schon gearbeitet“, sagt Mutter Caroline Rabe und lächelt. Sie war früher ebenso wie ihr Mann Andreas selbst im Reitsportunterwegs und hat so der Tochter das Hobby in die Wiege gelegt. Eines, das sehr viel Zeit in Anspruch nimmt: Zweimal in der Woche ist Reitunterricht angesagt, dazu kommt das Stützpunkttraining, das glücklicherweise in Appelhülsen und damit fast vor der Haustür stattfindet. „Ansonsten haben wir noch weitere Pferde im Stall, die bewegt werden müssen“, berichtet Caroline Rabe, die dann mit ihrer Tochter an den Wochenenden regelmäßig auf Turnieren unterwegs ist.

Drei Chancen

Nun also geht die Reise im September nach Riesenbeck. Dann darf Elena Rabe mitmischen im Konzert der Große. Aber Träume sind erlaubt. „Eine Medaille wäre schon toll“, hofft die Zehntklässlerin der Sekundarschule Nottuln. Sie war früher auch im Springreiten aktiv, hat sich mit zehn Jahren aber auf die Dressur konzentriert. Drei Chancen gibt es dafür: das Einzel, die Kür und die Mannschaft, für die sie als eine von vier Starterinnen aus Westfalen nominiert ist.

Die Konkurrenz ist stark, aber vielleicht reicht es ja für einen Platz auf dem Treppchen – ebenso wie zwei Wochen später bei den Westfälischen Meisterschaften in Fröndenberg. „Leider dürfen die Deutschen Jugendmeisterschaften nur in einem kleineren Rahmen und ohne Zuschauer stattfinden“, bedauert Caroline Rabe. Trotzdem wird es für ihre Tochter Elena die Krönung der Zeit mit Ponyhengst „Duke of W“ sein.

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