Fußball: Westfalenliga
GW Nottuln kommt über ein torloses Remis beim TuS Hiltrup nicht hinaus

Nottuln -

Das Leder rollt wieder. Nach sechs Monaten Pause durfte GW Nottuln zum Auftakt in der Westfalenliga am Donnerstag beim TuS Hiltrup ran. Mehr recht als schlecht, der Gast hatte die besseren Chancen und hätte mit etwas Glück drei Punkte entführen können. Am Ende hieß es 0:0

Freitag, 04.09.2020, 09:26 Uhr

Dass es eng werden würde – geschenkt. Aber so eng? GW Nottulns berufstätige Westfalenliga-Kicker schlugen beim Liga-Auftakt in Hiltrup zumindest die akademische Viertelstunde heraus. Die durch den Verband verhängte Anstoßzeit von 18 Uhr an einem Donnerstag ist in Amateurkreisen unter Umständen eine enorme Bürde. Nicht weiter tragisch, weil der TuS seinen Gästen entgegenkam. Auch den 300 zugelassenen Zuschauern war das recht. Die drängelten sich kurz vor dem Anpfiff noch am Kassenhäuschen der Glasurit-Arena. Alles gut also – selbst das torlose Remis ließ nach sechsmonatiger Corona-Pause auf dem tiefen Grün am Osttor keine Wünsche offen. „Es war ein Kraftakt, ja. Ich denke, mit etwas Glück können wir sogar als Sieger vom Feld gehen“, bilanzierte Trainer Jens Niehues .

Der musste sich knapp 70 Minuten vor dem Ende nach einer vergebenen Großchance durch Fabian Schöne (68.) erst mal setzten. Ein eher ungewohntes Bild. Zusammen mit seinem verlängerten Arm, Dirk Nottebaum, schaffte der 37-Jährige eine Bank heran – beide verfolgten die Schlussphase auf dem Allerwertesten. Auf dem es sie nicht lange hielt. In Minute 76 sorgte ein Pfund von Christian Messing dafür, dass Niehues und Nottebaum in freudiger Erwartung der Führung in die Höhe schnellten. Der Ball strich allerdings um Zentimeter am Kasten vorbei. „Einen hätten wir machen müssen“, so Niehues – und rief sich die 42. Minute in Erinnerung. Schöne hatte Tim Bröcking fein in den Fuß gespielt. Allein vor Hiltrups Tormann Romain Böcker zeigte der Nerven. Das hätte es sein müssen.

Glück hatten die Grün-Weißen zuvor. Nach elf Minuten legte Hiltrups Steffen Menke für Montasar Hammami auf. Dessen Schuss verfehlte das Tor nur denkbar knapp. „Danach haben wir uns 20 Minuten eingeigelt“ – eine Phase, mit der Niehues nicht zufrieden war. Aber: „Aller Anfang ist schwer. Ich glaube, dass wir auf diesem schweren Boden gerade nach der Pause mutig nach vorne gespielt haben. Und vielleicht sogar noch ein paar Körner hätten draufpacken können. Unterm Strich hier beim TuS zu punkten ist in Ordnung.“

GW Nottuln : Kemmann – Böckmann, Kreuz, Wenning, Schrader – Hesker (67. Leifken), Feldkamp – Schöne, Messing, Daglar – Bröcking (84. Gerdes)

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