Handball: Kreisliga
GW Nottuln mit Torwart-Trio und Rückraum-Lücken

Nottuln -

In einer neuen Struktur des Handballkreises nehmen die Kreisliga-Strategen von GW Nottuln die Saison auf. Die Vorbereitung läuft angemessen anstrengend. Trainer Stefan Göcke, ein Dauerbrenner im Amt, blickt auf diese wichtige Phase und erklärt, wo noch der Schuh drückt.

Dienstag, 08.09.2020, 17:26 Uhr aktualisiert: 13.09.2020, 20:47 Uhr
Dario Wottke (M.) ist in der bald startenden Saison GW Nottulns Kapitän.
Dario Wottke (M.) ist in der bald startenden Saison GW Nottulns Kapitän. Foto: Johannes Oetz

Nachdem der Handballkreis Münsterland aufgrund der Covid-19-Pandemie die Meisterschaftsspielsaison 2019/2020 mit Stand vom 12. März für beendet erklärte, wurde es ruhig in der neuen Nottulner Sporthalle am Wellenbad. Erst im Juli wurde sie unter Auflagen (maximal zehn Personen) wieder freigegeben, versehen mit strengen Hygieneauflagen. Sofort nahmen die Nottulner Kreisliga-Handballer unter ihrem Trainer Stefan Göcke das Training wieder auf. Und seit August kann der Coach sogar seinen kompletten Kader zweimal in der Woche beim Training begrüßen.

Allerdings weist dieser einige Lücken auf: Carsten Weitkamp befindet sich aufgrund seiner schweren Muskelverletzung im vorsichtigen Aufbautraining, ebenso Dominik Peter, dessen Handverletzung noch nicht ausgeheilt ist. Mit Max Thur fehlt nach überstandener Kreuzband-OP der dritte Rückraumspieler. Der Student hat sich für ein Semester nach Wien verabschiedet. Dafür ist mit Philipp Schwaning ein Neuer dabei.

Der Torhüter erlernte das Handball-ABC bei Sparta Münster und brachte es dort bis in die Bezirksliga. Der 34-jährige zweifache Familienvater hat seinen Wohnsitz nach Dülmen verlegt und wurde von seinem Schwager, Christoph Bolle, zu den Grün-Weißen gelotst. „Ich bin hier toll empfangen worden“, zeigt er sich vollauf zufrieden mit dem Wechsel. Immerhin konkurriert er mit den etatmäßigen Torhütern Philipp Bischoff und Dennis Krieger. „Auch die beiden sind junge Familienväter“, wiegelt Nottulns Trainer Stefan Göcke ab, der sich unbedingt einen Linkshänder für den Rückraum wünscht. „Konkurrenz belebt das Geschäft. Mir ist das ‚Dreigestirn‘ ganz recht, falls mal einer ausfällt.“

Mit dem bisherigen Trainingsverlauf ist der Coach recht zufrieden: „Wir sind auf einem guten Weg, auch wenn wir nicht immer vollzählig trainieren konnten. Zwar haben sich die Spieler im Lockdown mit unterschiedlichem Erfolg fit gehalten, doch nun sind sie ja wieder unter meinen Fittichen“, erklärt er augenzwinkernd.

Einen ersten Test hat es auch schon gegeben. Über dreimal 20 Minuten ging es gegen den klassentieferen TV Gescher. Während das Mitteldrittel eher mau verlief, glänzten die Grün-Weißen im ersten Drittel im Rückraum und im letzten Abschnitt mit Tempospiel über Außen. „Ein gelungener Test nach drei intensiven Trainingswochen, die Kraft, Ausdauer und Kondition beinhalteten“, freute sich Stefan Göcke über das Zwischenergebnis.

In den nächsten Wochen steht das Abwehrverhalten im Mittelpunkt. Darin eingebettet ist das Trainingslager, welches diesmal in Nottuln stattfindet. „In meiner Mannschaft stehen bald sechs junge Väter“, sagt der Trainer lachen. „Da muss ich Rücksicht nehmen, denn sie sind nun nicht nur in der Halle gefordert.“

In den letzten vier Vorbereitungswochen folgt der Feinschliff. Hier soll die Mannschaft zu einer schlagkräftigen Einheit geformt werden. Auftakthandlungen, Spielzüge und Tempospiel über erste und zweite Welle stehen im Fokus. Alles im kritischen Austausch mit den Aktiven. „Das letzte Wort behalte aber ich“, sagt Stefan Göcke, der mit der Mannschaft in das „verflixte“ siebte Jahr geht.

„Ich bin zwar mit vielen Spielern freundschaftlich verbunden“, verrät er, „aber das wird im Trainings- und Spielbetrieb strikt getrennt. Wenn ich den Respekt verlöre, würde ich sofort aufhören.“

So weit wird es wohl nicht kommen, wie Mannschaftskapitän Dario Wottke erklärt: „Der Mann ist für uns unverzichtbar.“

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