Fußball: Frauen-Landesliga
GW Nottuln startet als eine eingespielte Einheit

Nottuln -

Ab Sonntag geht es um Punkte. Die Fußballerinnen von Grün-Weiß Nottuln starten mit einem bewährten Aufgebot in die Landesliga-Saison und haben ihre eigenen hohen Ansprüche. Die Trainerin weiß, was die Konkurrenz von ihrer Auswahl hält.

Donnerstag, 17.09.2020, 17:24 Uhr
Maike Austrup (r.)
Maike Austrup (r.) Foto: Markus Höppener

In einer 15er Liga und damit gegen eine Mannschaft mehr als zuvor gehen die Landesliga-Fußballerinnen von Grün-Weiß Nottuln in die Spielzeit. Und mit großer Lust auf die nächsten Herausforderungen. In der Hoffnung, eine komplette Serie bestreiten zu können.

Die letzte war pandemiebedingt vorzeitig beendet worden. Ebenso angezeigt wie trotzdem schade für GWN, denn der Vierte war nach 15 Runden und mit acht Siegen ansehnlich platziert. „Vor dieser Spielzeit dachten wir nur daran, den Abstieg erneut verhindern zu müssen“, sagt Anna Donner im Rückblick.

Aus Erfahrung war die beliebte wie versierte Trainerin klug genug, den Ansatz zu wählen. Denn nach ihrem Einstieg bei der sportlich schwachen Ersten im Dezember 2018 gelangen ihr und dem Kader eine wahre Rettungstat mit dem Klassenerhalt Mitte 2019. Im Laufe der dann folgenden erfolgreichen Runde verlängerte Anna Donner im Februar 2020 für eine weitere Serie. Aus Überzeugung.

Denn Ehrgeiz und Perspektive stimmen am Platz. „Ich will oben mitspielen. Der Wunsch ist doch normal“, sagt sie vor dem Sonntag-Auftakt (15 Uhr) daheim gegen Aufsteiger SuS Legden. „Das Potenzial dafür ist da.“ Gehört hat sie davon, dass ihre Elf von Konkurrenten gerne als Aufstiegskandidat tituliert wird. „Wir brauchen mehr Kontinuität als bisher. Wenn der Herbst kommt und mit ihm die nächste Urlaubsphase, dann sollten nicht wieder so viele Personallücken bei uns entstehen.“

Der Kader ist ein sehr eingespielter solcher – ein klares Plus. „Das ist so. Je länger wir beisammen sind, desto besser wird umgesetzt, was uns vorschwebt“, erlebt Anna Donner spielerisch-taktische Fortschritte bis hin zu Feinheiten. Das Spielerische wird betont, die Flachpass-Kombinationen, die unbedingte Suche nach Tiefe. „Diesbezüglich haben wir wirklich große Schritte gemacht. Das Feedback der Spielerinnen dazu ist auch gut.“ Nachdem die Übungen, wie ein Spiel übers Mittelfeld planvoll aufzubauen ist und wie die schnellen Außen am besten eingebunden werden, zigmal durchgezogen wurden, haut das alles immer besser hin.

Viele Tests sorgten jetzt für neue Sicherheit im System. Auch höherklassige Gegner bekam grün-weiße Klasse zu spüren. „Wir haben fleißig gespielt. Es war ja lange nicht klar, wann es wirklich wieder losgeht. Und der Kader ist relativ groß“, sagt Anna Donner, die das Miteinander in der gesundheitlich gebotenen Disziplin erlebte. „Wir haben alle Vorschriften praktikabel umgesetzt.“

Mit Isabel Ueding und Katharina Gronover, der Schwester der Trainerin, sind zwei Akteurinnen dabei, die wie Neuzugänge gewertet werden dürfen. In der Abbruchspielzeit kamen die Winter-Zugänge mangels Einsätzen nicht wirklich zur Entfaltung. Die torgefährliche Ueding wirkt offensiv, die andere innen oder außen in der Abwehr. Anna Donner wünscht sich Treffer von vielen. „Denn die klassische Stürmerin, die immer trifft, haben wir nicht.“

Zu neuen Kapitänin bestimmt wurde Maike Austrup, die aktuell an den Folgen eines Nasenbeinbruchs laboriert. Denis Waltering und Johanna Mersmann sind ihre Stellvertreterinnen.

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