Fußball: Frauen-Landesliga
GW Nottuln reichen gute 20 Minuten zum 5:0-Sieg

Nottuln -

Premiere geglückt: Das erste Landesligaspiel gewannen die Fußballerinnen von GW Nottuln mit 5:0 gegen SuS Legden. Dass weder Spielerinnen noch Trainerin richtig glücklich waren, hat seine Gründe.

Sonntag, 20.09.2020, 20:22 Uhr
Sophie Ahlers (l.) nimmt Tempo auf für Nottuln
Sophie Ahlers (l.) nimmt Tempo auf für Nottuln Foto: Iris Bergmann

Sandra Schäfer traut sich was. Die Feldspielerin ging eine Halbzeit lang ins Tor und sah sich in aller Ruhe die dominierenden Mitspielerinnen an. GW Nottuln setzte sich zum Landesliga-Auftakt ungefährdet mit 5:0 (2:0) gegen SuS Legden durch. Richtig glücklich aber „hat keine Spielerin den Platz verlassen.“ Trainerin Anna Donner sagte das und erklärte, warum.

Denn ihre Elf knüpfte bis auf die 20 Minuten nach dem Seitenwechsel kaum an die in der Vorbereitung gezeigten Leistungen an. Irgendwie lag ein großer Krampf in der sommerlichen Luft. „Wir hatten den Gegner voll im Griff, aber wir haben kaum einmal flüssig gespielt. Und viel zu viele Chancen nicht genutzt“, sagte Donner, die in Abwesenheit von Pia Stubbe, die ja auch im Feld spielen kann, auf der Torfrau-Position improvisieren musste. Ab der 46. Minute stand Verena Schölling im Kasten und Schäfer spielte in der Abwehr weiter.

Legden spürte schnell, spielerisch nicht mithalten zu können. Und stand zwar hoch, attackierte aber kaum. Nottuln kam meistens schnell an den Ball, suchte und fand mit klugen Anspielen die Tiefe – und dann strebten etliche Spielerinnen ins direkte Duell mit SuS-Torsteherin Jacqueline Wüller. Sophie Ahlers und Maike Austrup überwanden diese vor der Pause. Nach dem Wechsel zeigten Austrup und Kolleginnen die zwingendste Phase. Johanna Mersmann traf aus der Distanz, Austrup erhöhte schnell. Legden bremste oft mit eher unlauteren Mitteln die Gastgeberinnen. Da wurde wiederholt die „Textilbremse“ gezogen und das grün-weiße Spiel damit unterbrochen. „Für unseren Plan war diese Art von Gegenwehr, die zugelassen wurde, wenig förderlich“, ärgerte sich die Trainerin auch über mangelhaftes Durchgreifen seitens der Spielleitung.

Obschon Nottuln bei dem Spielstand „drei Gänge runter schaltete“ (Donner), erhöhte Denise Waltering noch. Das war standesgemäß. „Doppelt so viele Treffer hätte es geben können, wenn ich alleine die Großchancen nehme“, so Donner. Der Kader habe wohl eine gewisse Nervosität gespürt vor dem Auftakt. „Wir haben uns selbst darüber gewundert.“ Auch die hohe Erwartungshaltung könne eine Rolle gespielt haben.

GW Nottuln: Schäfer – Mersmann, Koch, Krampe, Feitscher (46. Schölling) – Gronover (56. Elpers), Austrup (66. Ossing), Ahlers, Höppener – Waltering, Ueding

Tore: 1:0 Ahlers (29.), 2:0 Austrup (35.), 3:0 Mersmann (47.), 4:0 Austrup (49.), 5:0 Waltering (67.)

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