Fußball: Westfalenliga
GW Nottuln: Folgt nach der Pflicht die Kür gegen den SC Herford?

Nottuln -

Fünf Punkte nach drei Spielen – noch ungeschlagen: Nottulns Fußballer sind mehr als ordentlich in die neue Serie gestartet. Am Sonntag kommt der SC Herford. Trainer Jens Niehues liebäugelt mit dem zweiten Sieg. Im Kreispokalspiel der ersten Runde gab es am Donnerstag übrigens ein 4:0 in Rödder.

Freitag, 25.09.2020, 16:02 Uhr
Traf zur Führung in Rödder: Tim Bröcking (Nummer 9). Er soll am Sonntag auch gegen Herford stürmen.
Traf zur Führung in Rödder: Tim Bröcking (Nummer 9). Er soll am Sonntag auch gegen Herford stürmen. Foto: Iris Bergmann

Die Pflicht erfüllt beim 4:0 in der ersten Runde im Kreispokal bei der SG DJK Rödder. Folgt jetzt am Sonntag die Kür in der Westfalenliga für die Kicker von GW Nottuln? Um 15 Uhr gibt der SC Herford im Baumberge-Stadion seine Visitenkarte ab.

Donnerstagabend. Es geht auf den Oktober zu, dämmert. Der A-Ligist schmeißt das Flutlicht an. Eigentlich ganz nett – wenn da nicht die verfluchte Asche wäre. Rödder bittet Grün-Weiß zum Duell auf rotem Sand. „Das hatte mit Fußball nichts zu tun“, sagt Jens Niehues im Nachklapp. Nottulns Coach hätte sich das alles gerne erspart. Standesgemäß setzt sich der Favorit nach Toren von Tim Bröcking (41.), André Kreuz (56.), Clemens Donner (71.) und Jens Böckmann (87.) durch – ohne zu glänzen, ohne ein „Feuerwerk abzubrennen“, wie Niehues festhält. Das Wichtigste: Es hat sich niemand verletzt.

Mit den Jahren hat sich viel verändert. Kunstrasenplätze lösen inzwischen die Probleme des Amateurfußballs. Auf Schlacke wird nur in der Not geflemmt – wenn überhaupt. Niehues selbst kennt sie noch, die Zeiten, in denen der harte Untergrund jedem Verein als Spielstätte im Winter diente. Seinerzeit beim SuS Stadtlohn, dort wurde der 37-Jährige groß, wurde auf einem Areal abseits des alten Stadions trainiert. „Irgendwann haben sie unter der Asche Fliegerbomben freigelegt. Darauf haben wir gekickt“, kramt er in seinen Erinnerungen. Lang, lang ist das her.

So gesehen war das Pokalspiel in der ersten Runde nicht mehr als eine Pflichtaufgabe – die bravourös erfüllt wurde. Und doch Erkenntnisse brachte. Böckmann, Torschütze zum 4:0, durfte nach seinen Grippesymptomen an seiner alten Wirkungsstätte wieder mitwirken und wird auch gegen die Ostwestfalen aus Herford im Kader stehen. Derweil stehen Fragezeichen hinter Maximilian Wenning und Georg Schrader (beide Sprunggelenk) sowie Lukas Scholdei, der sich bei seinem Einsatz in der Reserve am vergangenen Wochenende am Mittelfuß verletzte. Schrader zumindest wirkte in der letzten Viertelstunde mit und könnte eine Option sein. Außen vor scheinen aktuell Christian Messing und Pascal Gerdes, die sich ebenfalls mit einer Erkältung plagen. „Ich hoffe, dass sich nicht noch mehr Spieler anstecken“, so Niehues. Zurück ins Team kehrt Mirko Schinke.

Sonntag geht es nochmals auf die alte Pelle des Kunstrasens. Stand jetzt soll das Heimspiel am 18. Oktober gegen den Lüner SV auf neuem Geläuf stattfinden. Ein ambitionierter Plan. Die Vorfreude ist ohne Frage groß.

 

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