Handball: Kreisliga
GW Nottuln mit Frust in die Spielpause

Nottuln -

Enttäuscht verließen die Kreisliga-Handballer von GW Nottuln am Sonntagabend ihre neue Sporthalle, nachdem sie zuvor gegen die Handballfreunde Reckenfeld/Greven mit 20:25 verloren hatten.

Montag, 12.10.2020, 15:10 Uhr
Christoph Bolle
Christoph Bolle Foto: Klaus Schulte

„Ich zähle die Handballfreunde Reckenfeld/Greven neben Adler Münster zu den Favoriten in unserer Gruppe“, zollte Nottulns Kreisliga-Coach Stefan Göcke den Gästen vor der Heimbegegnung am Sonntag höchsten Respekt. Deren Coach Marcel Peters hatte im Gegenzug die Grün-Weißen als Mitfavorit um den Gruppensieg auf seinem Zettel. Wer also ein Spiel auf Augenhöhe erwartet hatte, wurde allerdings enttäuscht. Mit 20:25 (6:13) wanderten die Punkte an die Ems.

Während die Gäste mit schnellem und variablem Positionsspiel aufwarteten, suchten die Hausherren ihr Heil mehr und mehr in Einzelaktionen. Das musste schiefgehen. Die Handballfreunde standen gut in der Abwehr und hatten in Fabian Heuzeroth einen hervorragenden Mann zwischen den Pfosten. „Natürlich war der gut, doch wir haben ihn mit hohen Bällen regelrecht warm geworfen“, ärgerte sich Göcke über die mangelnde Variabilität seiner Schützlinge im Abschluss.

Das Spiel verlief aus Sicht der Grün-Weißen nur in der Anfangsphase ausgeglichen. Dann setzten sich die spielerisch reiferen Gäste Tor um Tor ab, während es die Grün-Weißen mit der Brechstange versuchten. Beim Seitenwechsel lagen die Nottulner deutlich mit 6:13 zurück. „Unser Angriff war ein Totalausfall“, ließ Nottulns Trainer kein gutes Haar an seiner Mannschaft. Dass die Grün-Weißen es besser können, zeigten die Momente in Durchgang zwei, als sie sich zwischenzeitlich auf 13:18 (47.) herankämpften. Da keimte noch einmal ein Fünkchen Hoffnung auf. Doch dieses erlosch alsbald, nachdem die Handballfreunde eine Schüppe draufgelegt hatten. Noch einmal ein letztes Aufbäumen der Grün-Weißen in der Schlussphase, doch mehr als Ergebniskosmetik zum 20:25 war nicht drin.

„Das hätte ein ganz anderes Spiel werden können“, machte Göcke aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. Allerdings hatten die Gäste die Grün-Weißen beim Saisonauftakt in Stadtlohn gut beobachtet. Die erste und zweite Welle, eine der gefährlichsten Waffen der Nottulner, blieb daher wirkungslos. Und in der Deckung der Grün-Weißen konnte der gut aufgelegte Dennis Krieger im Tor einem leidtun, so oft wurde er von seinen Vorderleuten allein gelassen. „25 Tore darf man kassieren“, wiegelte Stefan Göcke ab. „Das Spiel haben wir heute im Angriff verloren, weil wir gegen die 5:1-Deckung der Gäste kein Mittel fanden. Am meisten ärgert mich, dass wir diesen Frust auch noch in die Spielpause mitnehmen.“ Diese endet erst am 14. November (Samstag), wenn die Göcke-Sieben bei der Zweitvertretung des TB Burgsteinfurt gastiert.

Tore: Bolle (5), Frye (5/1), Peter (3), Weitkamp (3), Determann (1), Kracht (1), Wottke (1) und Poppe (1).

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