Fußball: Westfalenliga
GW Nottuln hat in Sinsen mit 0:4 das Nachsehen

Nottuln -

Als der Unparteiische die Westfalenliga-Begegnung zwischen dem TuS Sinsen und GW Nottuln am Sonntag gegen 16:50 Uhr abpfiff, herrschte bei GWN-Trainer Jens Niehues absolute Fassungslosigkeit.

Sonntag, 25.10.2020, 20:39 Uhr
War mit Sicherheit nach dem Abpfiff nicht sonderlich erfreut: Nottulns Torhüter Marvin Kemmann musste in Sinsen vier Gegentreffer einstecken.
War mit Sicherheit nach dem Abpfiff nicht sonderlich erfreut: Nottulns Torhüter Marvin Kemmann musste in Sinsen vier Gegentreffer einstecken. Foto: Johannes Oetz

Er hatte soeben mit ansehen müssen, wie seine Elf in einem verrückten Spiel eine herbe 0:4 (0:0)-Niederlage kassiert hatte. „Es fühlt sich an wie ein schlechter Scherz, doch leider ist es die bittere Wahrheit. Es ist für mich unerklärlich, wie wir dieses Spiel verlieren konnten, geschweige denn wie wir uns vier Gegentore eingefangen haben. Darüber muss ich erst einmal eine Nacht schlafen.“

Doch der Reihe nach: Zwar ließen die Grün-Weißen schon im ersten Durchgang einige Tugenden, die sie in den ersten Saisonspielen ausgezeichnet hatten, vermissen, das Geschehen hatten sie aber dennoch stets im Griff. Bereits in der zwölften Minute verbuchte Oliver Leifken die erste große Gelegenheit. Nach einer Ecke traf er mit seinem Kopfball aber nur die Latte. Es folgten weitere Chancen auf den Führungstreffer: Zunächst scheiterte Semih Daglar im Eins-gegen-Eins an TuS-Keeper Simon Werner (20.), fünf Minuten später prallte Daniel Feldkamps Schuss aus 16 Metern an den Pfosten. Um eine weitere hochkarätige Möglichkeit brachte sie in der 35. Minute Schiedsrichter Nils Hasse, als er ein Foulspiel an Oliver Leifken im TuS-Strafraum nicht ahndete. Marvin Kemmann verlebte im GWN-Kasten derweil eine ruhige erste Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel sollte sich das jedoch ändern. Seinen Platz auf der Trainerbank hatte Niehues noch nicht einmal eingenommen, da zappelte der Ball schon im Netz des Nottulner Tores. Nach einer Flanke hatte Okan Solak den Ball aus elf Metern in die Maschen geschoben (46.).

Was folgte, war aus Nottulner Sicht schlichtweg desaströs. Die Grün-Weißen waren völlig von der Rolle und fanden keinerlei Zugriff mehr auf die Partie. Sie kamen nicht mehr in die Zweikämpfe, leisteten sich zahlreiche Fehlpässe und schliefen in der Defensive. Zu allem Überfluss trugen auch die Schiedsrichter mit strittigen Entscheidungen weiter zum GWN-Unheil bei. Die Konsequenz waren drei weitere Gegentreffer in gerade einmal elf Minuten. Nach einem Doppelschlag von Olcay Yilmaz (55./58.), setzte Leonard Onofaro den Schlusspunkt zum 4:0 (66.).

„95 Prozent zu geben reicht in dieser Liga schlichtweg nicht, das mussten wir heute bitter erfahren“, ärgerte sich Niehues und fasste noch einmal zusammen: „Heute lief nahezu alles gegen uns.“

Chance zur Wiedergutmachung bietet sich den Grün-Weißen erst in zwei Wochen. Nach einem spielfreien Wochenende gastiert am 8. November Schlusslicht Fichte Bielefeld im Baumberge-Stadion.

GWN:Kemmann – Schrader, Wenning, Kreuz, Böckmann – Hesker, Feldkamp – Messing (66. Schultewolter), Leifken (57. Donner), Daglar – Schöne. – Tore: 1:0 Okan Solak (46.), 2:0 Olcay Yilmaz (55.), 3:0 Olcay Yilmaz (58.), 4:0 Leonard Onofaro (66.).

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