Fußball: Kreisliga A
Feitscher & Co. mit Turo Darfeld auf Titelkurs

Nottuln -

Wer kann Turo Darfeld stoppen? Bislang gelang dies in der Kreisliga A noch keinem Team. Am Höhenflug sind sechs Spieler und ein Trainer mit Vergangenheit bei GW Nottuln beteiligt.

Dienstag, 27.10.2020, 07:14 Uhr
Freude pur bei zwei ehemaligen Spielern von GW Nottuln: Florian Feitscher (l.) erzielte beide Treffer beim 2:1-Sieg gegen Osterwick, Julius Fliß freut sich mit seinem Teamkameraden.
Freude pur bei zwei ehemaligen Spielern von GW Nottuln: Florian Feitscher (l.) erzielte beide Treffer beim 2:1-Sieg gegen Osterwick, Julius Fliß freut sich mit seinem Teamkameraden. Foto: Frank Wittenberg

In der Kreisliga A2 Ahaus/Coesfeld ist Turo Darfeld momentan das Maß aller Dinge. Souverän mit acht Siegen aus acht Spielen führt die Mannschaft aus dem Ortsteil der Gemeinde Rosendahl die Tabelle an. Maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg haben gleich sechs Spieler, die eine Vergangenheit bei GW Nottuln haben. Und mit Trainer Markus Lindner verfügt auch der Coach über viel grün-weiße Erfahrung.

Patrick Grotthoff, Gabriel Helms, André Uphaus, Timo und Florian Feitscher sowie Julius Fliß kickten allesamt schon für den Verein aus dem Stiftsdorf. Vor allem Fliß und Florian Feitscher zeigen in diesen Wochen, dass sie bei GWN eine Menge gelernt haben. In erster Linie das Toreschießen. Fliß, der ein D-Jugend- und zwei C-Jugend-Jahre in Nottuln verbrachte, führt die Torjägerliste gemeinsam mit dem Seppenrader Finn Arns an. Beide trafen schon neun Mal. Florian Feitscher wiederum war bereits sieben Mal erfolgreich. Zusammen kommt das Duo damit auf 16 Tore, was mehr als die Hälfte aller Turo-Treffer (28) ist.

„Wir haben einen richtig guten Kader, der auch perfekt zusammenpasst“, berichtet Fliß, der von der Papierform her zwar ein Rechtsfuß ist, doch mit dem „schwächeren“ Linken wohl gefährlicher ist, als es die meisten Akteure in der Liga sind. Nach diesem tadellosen Start, erzählt der 20 Jahre alte Auszubildende zum Industriekaufmann, wolle die Mannschaft nun natürlich auch aufsteigen. „Wir wissen allerdings schon, dass mit Seppenrade eine weitere sehr starke Mannschaft dieses Ziel verfolgt.“ Auch Osterwick sei nicht zu unterschätzen, obwohl das Team bereits einige Punkte liegengelassen habe. „Und auch Nottuln 2 spielt bisher eine richtig gute Saison“, erklärt der Darfelder, der noch ab und zu Kontakt mit Christian Messing, Jens Böckmann und Tom Overmann hat. „Das sind alles ehemalige Mitspieler von mir. In der C-Jugend hatten wir eine richtig gute Mannschaft, mit der wir, wenn ich mich recht entsinne, in der Bezirksliga Zweiter wurden. Unsere Trainer waren Patrick Hillmann, Daniel Golle und Malte Thies.“

Nach Darfeld hat es bereits in der Saison 2018/19 Florian Feitscher verschlagen. Ein Grund waren auch seine schweren Verletzungen. „Ich hatte in der A-Jugend zwei Kreuzbandrisse. Ich musste insgesamt drei Mal operiert werden. Vor allem der alte Nottulner Kunstrasenplatz tat meinen Knien überhaupt nicht gut. In Darfeld gibt es einen tollen Rasenplatz. Und als mich mein ehemaliger Trainer Markus Lindner fragte, ob ich mir einen Wechsel vorstellen könnte, habe ich nicht lange gezögert“, erzählt der heute 26-Jährige, der nach seinem Studium der Sportwissenschaften für Preußen Münster den Fanshop in den Arkaden in Münster leitet.

Warum er momentan in bestechender Form ist, ist für ihn keine Überraschung: „Ich konnte die komplette Vorbereitung mitmachen und fühle mich sehr fit. Außerdem habe ich natürlich viele gute Mitspieler“, berichtet der 1,92 Meter große Stürmer, dem es egal ist, wer letztlich die Tore macht. „Hauptsache wir gewinnen am Ende.“

Florian Feitscher wohnt mit seiner Freundin in Nottuln und hat – alleine schon familienbedingt – noch viel Kontakt zu den Grün-Weißen: Vater Matthias ist Co-Trainer der Damenmannschaft, Stiefschwester Anna Donner die Trainerin dieser Truppe. Neulich, beim 4:1-Sieg in Nottuln, traf er auf Annas Ehemann Clemens im GWN-Dress. „Wir sind ja beide Stürmer, deswegen sind wir uns nur einmal begegnet. Ich habe Clemens am Trikot gehalten, es war ein klares Foul“, lacht Florian Feitscher.

Florian Feitscher wird zum Derby-Helden

Der Schiri hatte offensichtlich Freude an der Partie: Sechs Minuten Nachschlag in Durchgang eins, weitere sechs am Ende der zweiten Halbzeit – das machte 102 Derbyminuten inklusive Kampf, Torchancen, drei Platzverweisen, drei Treffern und einem Helden: Florian Feitscher entschied am Sonntag mit einem Doppelpack das Ortsduell zugunsten der Darfelder, die einen 2:1-Sieg in Osterwick feierten. Einer der Rotsünder war Noah Eggemann. Der Stürmer, der im Sommer von Nottulns U19 nach Darfeld gewechselt war, musste schon nach 25 Minuten runter. „Er war übermotiviert“, kommentierte Feitscher die Karte. In Minute 52 sah mit André Uphaus ein weiterer Ex-Nottulner Rot. „Es war aber trotz der drei Platzverweise kein unfaires Spiel“, fasste Florian Feitscher die Begegnung zusammen.

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