Fußball: Westfalenliga
Yannick Gieseler übernimmt GW Nottuln

Nottuln -

Die Überzeugung, die richtige Wahl getroffen zu haben, ist in jedem Wort heraus zu hören. Beim künftigen Teammanager Dirk Nottebaum, wenn er von Yannick Gieseler spricht. Beim neuen Trainer von GW Nottuln mit Blick auf seine neue Aufgabe ab der Saison 2021/22.

Donnerstag, 19.11.2020, 18:01 Uhr
GW Nottulns zukünftiger Teammanager Dirk Nottebaum (r.) mit dem zukünftigen Trainer Yannick Gieseler.
GW Nottulns zukünftiger Teammanager Dirk Nottebaum (r.) mit dem zukünftigen Trainer Yannick Gieseler. Foto: GW Nottuln

Wann die neue Spielzeit, die Saison 2021/22, tatsächlich beginnt, ist noch völlig offen. Sicher ist aber, dass Yannick Gieseler dann bei GW Nottuln das Sagen hat. Der Fußball-Westfalenligist hat ihm das Kommando übertragen. Zunächst und völlig branchenüblich für eine Saison. Gieseler tritt damit die Nachfolge von Jens Niehues und Dirk Nottebaum an. Der Letztgenannte und aktuelle Co-Trainer rückt bekanntlich auf die Position des Teammanagers.

Es war wohl so etwas wie Liebe auf den ersten Blick. Auf alle Fälle eine Wahl der totalen Überzeugung. „Wir hatten in der Findungskommission, wie es so üblich ist, eine Handvoll Kandidaten auf dem Zettel. Yannick hat uns überzeugt. Er wirkte im Gespräch strukturiert, vorbereitet, interessiert, und er hat die richtigen Fragen gestellt“, verrät Nottebaum. Er hatte den neuen Trainer erst in diesem Gespräch kennengelernt.

Noch und bis zum Saisonende der laufenden Spielzeit trainiert Yannick Gieseler im zweiten Jahr den VfL Billerbeck. Der Bezirksligist, der aktuell auf Rang drei rangiert, ist seine erste Stelle als Chef-Coach, nachdem er zuvor drei Jahre als Co-Trainer beim münsterischen Bezirksligisten VfL Wolbeck fungierte, dort aber schon eher ein gleichberechtigter Partner von Cheftrainer Alois Fetsch war.

Er wirkte im Gespräch strukturiert, vorbereitet, und er hat die richtigen Fragen gestellt.

Der künftige Teammanager Dirk Nottebaum

Der nächste Schritt des engagierten und ehrgeizigen Trainers folgt nun in Nottuln. Dort, wo der zweifache Familienvater übrigens ein Eigenheim gebaut und im Juni dieses Jahres mit Frau Carolin und den beiden Kindern Maximilian, der sogar schon jetzt für Vaters künftigen Verein kickt, und Charlotte bezogen hat. Er kann zu Fuß die Sportanlage erreichen. „Was kein Kriterium war“, grinst Nottebaum. Gieseler nennt es „einen glücklichen Zufall“, weiß aber jetzt schon für die anstehenden Gespräche mit Spielern die kurze Anreise mit dem Rad zu schätzen.

Umzug nach Nottuln war ein Glücksfall

Es passt(e) eben auf Anhieb – und Gieseler ins Profil. „Wir haben nicht vorrangig den Taktikfuchs gesucht, sondern vielmehr die menschliche Komponente in den Vordergrund gestellt“, verrät Dirk Nottebaum die Prioritäten: „Identifikation mit dem Verein sowie dessen familiärer Struktur sind uns wichtig.“

Dass der Sprung für Gieseler, beruflich weiterhin Leiter der Volksbank-Filiale in Hiltrup, von der Bezirks- in die Westfalenliga (zu) groß werden könnte, ist kein Thema. „Da gibt es keine Zweifel. Zudem hat er ja auch noch höher gespielt“, versichert Nottebaum. Der 36-Jährige Gieseler war im Seniorenbereich für den SC Preußen Münster, SV Emsdetten 05, FC Eintracht Rheine, TuS Hiltrup und SV Drensteinfurt aktiv.

Ab Sommer des kommenden Jahres, wenn der Startschuss für die Saison 2021/22 fällt, trägt er bei den Grün-Weißen Verantwortung. Was den Neu-Coach nicht unvorbereitet trifft. Zumindest hatte er eine neue Aufgabe in Gedanken schon durchgespielt: „Ich hatte vor einigen Wochen mit meiner Frau zwei Optionen für die sportliche Zukunft durchgesprochen. Eine war eine Verlängerung in Billerbeck, die andere bei einer möglichen Anfrage ein Wechsel nach Nottuln“, sagt der Bankkaufmann, nach dem er die anstehenden Veränderungen beim Westfalenligisten vernommen hatte.

Verein und Mannschaft sind ambitioniert. Daraus kann etwas werden.

Nottulns künftiger Trainer Yannick Gieseler

Dabei spielt für ihn die Spielklasse keine Rolle. Was der Billerbeck-Job unterstreicht. Schließlich übernahm er den VfL zunächst als Absteiger, ehe durch den Rückzug der DJK Coesfeld die Bezirksliga doch erhalten blieb. Deshalb sagt Gieseler auch: „Die Liga ist für mich kein Kriterium. Entscheidend ist, was du intern von der Mannschaft und dem Verein bekommst. Beide sind ambitioniert. Daraus kann etwas werden.“

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