Serie: Das beste Sportereignis überhaupt
Mika Peters von GW Nottuln schirmt die Spielerbank ab

Nottuln -

In der WN-Serie „Das beste Sportereignis überhaupt“ berichtet heute Mika Peters, Abteilungsleiter Handball von GW Nottuln, über seine beeindruckendsten Momente. 2019 besuchte der Grün-Weiße die Handball-Weltmeisterschaft. Doch Mika Peters mag auch Fußball.

Mittwoch, 06.01.2021, 07:08 Uhr aktualisiert: 06.01.2021, 07:10 Uhr
Mika Peters vor dem Berliner Reichstagsgebäude: Im Jahr 2019 besuchte der Nottulner mit einigen Freunden die Handball-Weltmeisterschaft.
Mika Peters vor dem Berliner Reichstagsgebäude: Im Jahr 2019 besuchte der Nottulner mit einigen Freunden die Handball-Weltmeisterschaft. Foto: Mika Peters

Fußball, Handball, Leichtathletik oder was auch immer – der Sport hat so manche starke Geschichte geschrieben. Die Westfälischen Nachrichten haben sich umgehört, welches Spiel oder Sportereignis für die Aktiven, Trainer oder Ehrenamtlichen in den Baumbergen das beste Sportereignis überhaupt war. Mika Peters , Abteilungsleiter Handball von GW Nottuln , erzählt dabei auch von den Fußballern des Regionalligisten SC Preußen Münster.

Hallo, Herr Peters. Welches internationale Sportereignis hat Sie am meisten beeindruckt?

Peters: Ach, da gab es viele. Aber wenn ich mich auf ein Ereignis beschränken soll, nenne ich die Handball-Weltmeisterschaft 2019 in Deutschland.

Wo und wie haben Sie das Turnier erlebt?

Peters: Wir waren vom 10. bis zum 13. Januar mit zehn Mann in Berlin und haben unter anderem beim Eröffnungsspiel Deutschland gegen Korea auf der Tribüne der Mercedes-Benz-Arena gesessen. Wenn ich daran zurückdenke, bekomme ich heute noch eine Gänsehaut, so eine Stimmung war in der Halle. Wann hat man schon einmal das Glück, ein Eröffnungsspiel bei einer WM, noch dazu im eigenen Land, live mitzuerleben. Überall schwenkten die Fans mit Stolz die deutsche Nationalflagge, etwas, das man erst seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wieder beobachtet. Als der WM-Pokal hereingetragen wurde und die Nationalhymne erklang, ging das richtig unter die Haut.

Können Sie sich noch an das Ergebnis erinnern?

Peters: Ja, natürlich. Deutschland hat Korea klar mit 30:19 besiegt. Linksaußen Uwe Gensheimer erzielte allein sieben Tore. Überhaupt präsentierte sich die deutsche Nationalmannschaft in überragender Form.

Was haben Sie sonst noch mit Ihrer Truppe in Berlin unternommen?

Peters: So viel „Freizeit“ hatten wir gar nicht. Wir hatten Karten für weitere sechs Spiele, darunter die Begegnung zwischen Deutschland und Brasilien. Diese Partie und auch die anderen fanden nachmittags und abends statt. Vormittags schauten wir uns regelmäßig die Stadt an. Zwischen den Spielen hielten wir uns eigentlich immer in der Fanzone auf. Langeweile kam auf jeden Fall nicht auf.

Und auf regionaler Ebene? Haben Sie da auch ein Highlight anzubieten?

Göcke: Da muss ich nicht lange überlegen. Ich bin ein Fan von Preußen Münster, seit mein Vater mich 1985 im Alter von sieben Jahren ins Stadion mitnahm. Seither habe ich viele Hochs und Tiefs miterlebt. Seit 2008 bin ich ehrenamtlich für die Preußen tätig und habe besonders gute Erinnerungen an die Zeit mit Trainer Marc Fascher.

Wieso erinnern Sie sich gerade gerne an den?

Peters: Marc Fascher wurde an meinem Geburtstag, am 21. März 2010, verpflichtet. Damals gehörte ich zum Orga-Team und hatte den Auftrag, Faschers Ehefrau, die aus Hamburg anreiste, vom Parkplatz abzuholen und auf die Tribüne zu geleiten. Seither hatte ich immer einen guten Kontakt zum Trainer.

Hat Marc Fascher denn als Trainer der Preußen Besonderes geleistet?

Peters: Und ob. Mit ihm gelang endlich der Aufstieg in die dritte Liga. Nach der 0:1-Pleite in Lotte geriet er zwar noch einmal in Gefahr, doch elf Siege in Folge brachten die Wende und den Aufstieg. Am 6. Mai 2011, drei Spieltage vor Schluss, waren 18 500 Zuschauer beim entscheidenden Spiel gegen Borussia Mönchengladbach II da. Preußen gewann mit 3:0. Die Fans stürmten den Platz, und wir vom Ordnungspersonal hatten alle Hände voll zu tun, die Spielerbank abzuschirmen. Später ging es durch die Kneipen der Stadt. Erst früh am Morgen war ich wieder zu Hause. Das werde ich nie vergessen.

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