Fußball: Kreisliga A Coesfeld
Einfach Bock auf Borussia Darup

Darup -

Für Jan Ahlers und seinen Co-Trainer Torsten Höing war es keine Frage: Die Beiden machen bei A-Ligist Borussia Darup weiter. Das freut auch den Abteilungsvorstand.

Mittwoch, 20.01.2021, 19:11 Uhr aktualisiert: 20.01.2021, 19:19 Uhr
Machen auch in der kommenden Saison beim A-Ligisten Borussia Darup weiter: Spielertrainer Jan Ahlers (l.) und sein Co-Trainer Torsten Höing
Machen auch in der kommenden Saison beim A-Ligisten Borussia Darup weiter: Spielertrainer Jan Ahlers (l.) und sein Co-Trainer Torsten Höing Foto: Frank Wittenberg

Arbeit bleibt ihnen noch reichlich. Ordentlich in die Hände gespuckt haben sie bereits, aber dann hat der Corona-Lockdown ihren Tatendrang knallhart ausgebremst. „Wir hatten ja gerade erst angefangen“, zuckt Jan Ahlers mit den Schultern. „Da ist noch längst nicht alles umgesetzt, was wir erreichen wollen.“ Deshalb ist für ihn die Sache klar: Gemeinsam mit seinem „Co“ Torsten Höing wird der Spielertrainer auch in der kommenden Saison 2021/22 beim A-Ligisten Borussia Darup das Kommando übernehmen. „Ich habe einfach Bock auf diese Aufgabe!“

Die Schritte vom Spieler über den Co-Trainer bis zum verantwortlichen Chef sind gelungen. Dabei habe sich als Vorteil erwiesen, in der Hierarchie nicht von 0 auf 100 gestiegen zu sein, sondern schon drei Jahre an der Seite von Micky Gravermann gearbeitet zu haben. „Ich bin aber nicht nur Trainer, sondern auch Teil der Mannschaft“, verweist Ahlers auf einen verschworenen Haufen, der von den 18-jährigen Youngsters bis rauf zu Thomas Puhe und ihm selbst reicht, die mit 34 Jahren als Alterspräsidenten fungieren. „Wir müssen in Darup eine Einheit bilden, dann funktioniert das auf dem Platz.“

Mit dem Signal, auch in Zukunft in seinem Heimatverein anpacken zu wollen, stieß Jan Ahlers bei den Verantwortlichen auf offene Ohren. „Für uns stand das nie zur Disposition“, stellt Lorenz Beermann klar, dass es keine Gedankenspiele gegeben habe, sich auf der Trainerposition verändern zu wollen. „Die Ergebnisse stimmen, die Trainingsbeteiligung ist sehr gut, der Teamspirit ebenfalls“, listet der Fußball-Abteilungsleiter auf. „Jan und Torsten machen ein hervorragendes Training, das kommt bei den Jungs super an.“ Von daher habe es auch auf der Hand gelegen, die Zusammenarbeit in dieser Konstellation fortzusetzen.

Als schade empfinden es Beermann und Ahlers, die „frohe Botschaft“ nicht in gemütlicher Runde überbringen zu können. „Eigentlich wollten wir dafür das erste Training nach der Winterpause nutzen“, sagt der Abteilungsleiter. Wann das aber stattfindet, steht in den Sternen – folglich war für Montagabend eine Videokonferenz anberaumt, in der die Kicker erfuhren, dass die Chefetage weitermacht. „Das finde ich besser, als alle über WhatsApp zu informieren oder jeden einzeln anzurufen“, erklärt Jan Ahlers. „So haben wir uns alle auch mal wiedergesehen.“ Wenn auch nur auf dem Bildschirm.

Das passt zu dieser erneut komplizierten Saison, in der die Daruper bislang erst sieben Spiele absolvieren durften. Die Bilanz mit drei Siegen bei jeweils zwei Unentschieden und zwei Niederlagen sowie 14:14 Toren ist völlig in Ordnung – vor allem, weil die Daruper in der abgebrochenen Spielzeit zuvor im tiefsten Abstiegskampf steckten. „Das ist bislang ordentlich gelaufen“, bilanziert der Trainer. „Aber natürlich gibt es noch genug zu tun.“ Ärgerlich sei es, auf dem guten Weg durch den erneuten Corona-Lockdown vorerst ausgebremst worden zu sein – „aber das können wir nicht ändern.“

Untätig sind sie in der ungewiss langen Zwangspause nicht. „Wir wollen unser Fitnesslevel halten“, betont der 34-Jährige, der seinem Personal lediglich über Weihnachten mal etwas Ruhe gegönnt hat. Ansonsten gibt es nach wie vor jeden Sonntag einen Trainingsplan, den seine Kicker abarbeiten dürfen. „Bisher ziehen alle richtig gut mit“, lobt er. Auch wenn weiterhin das konkrete Ziel vor Augen fehlt.

Sich kontinuierlich verbessern, sich im Mittelfeld der A-Liga etablieren, das steht im Fokus. Möglichst mit dem bewährten Kader, davon geht Jan Ahlers jedenfalls aus, der in Kürze mit jedem Spieler sprechen möchte. Zwei Verstärkungen kann er sogar einplanen, wenn der Ball wieder rollt: Nach seinem Praktikum steht Robin Neinert wieder zur Verfügung. Und Torsten Höing muss sich nach auskuriertem Handbruch nicht nur auf die Rolle des Co-Trainers beschränken, sondern kann endlich auch auf dem Feld mitmischen. „Er hat ja noch keine Minute gespielt“, freut sich Ahlers auf die Premiere im Borussia-Trikot. „Mit Robin und Torsten haben wir weitere Alternativen für die Defensive.“

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