Fußball: Vereine und Fußballkreis Ahaus/Coesfeld tauschen sich aus
Große Mehrheit will weiterspielen

Kreis Coesfeld -

Nehmen die Amateurfußballer am 1. Mai den Spielbetrieb wieder auf? In zwei Videokonferenzen, zu denen der Fußballkreis Ahaus/Coesfeld seine Vereine eingeladen hatte, erklärte die Mehrheit der Club-Vertreter, dass sie mit diesem Datum und den daraus resultierenden Konsequenzen gut leben könnten.

Montag, 01.03.2021, 18:50 Uhr
Sie wollen wieder an das runde Leder: Die Fußballer sprechen sich für eine Fortsetzung der Saison aus. Sollte der Re-Start bis zum 1. Mai gelingen, könnte eine Wertung der Spielzeit noch ohne Probleme erreicht werden.
Sie wollen wieder an das runde Leder: Die Fußballer sprechen sich für eine Fortsetzung der Saison aus. Sollte der Re-Start bis zum 1. Mai gelingen, könnte eine Wertung der Spielzeit noch ohne Probleme erreicht werden. Foto: Johannes Oetz

In zwei Videokonferenzen hat sich der Vorstand des Fußball-Kreises Ahaus/Coesfeld mit den Vereinen zusammengeschaltet. Wichtigstes Thema waren die Corona-Bestimmungen und eine mögliche Aufnahme des Trainings- und Spielbetriebes. „Es herrschte eine sachliche Atmosphäre“, berichtet Kreisvorsitzender Willy Westphal .

Die Hoffnung, dass die Saison in den kommenden Monaten fortgesetzt werden kann und zumindest die Hinrunde beendet wird, sei bei allen nach wie vor vorhanden. Sollte dies gelingen, könnte die Saison gewertet werden. „Wenn wir am 1. Mai die Saison fortsetzen können, dann schaffen wir die Wertung auch ohne Wochenspieltage“, so Westphal. Allerdings verwiesen die Vereine darauf, dass die bisher angestrebten 14 Tage Vorbereitung nach der langen Pause nicht ausreichend wären. „Das sehen wir als Kreisvorstand auch so“, bestätigt Westphal. Man habe die Hoffnung, dass die Anlagen von den Kommunen für den Trainingsbetrieb freigegeben werden. „Dann sind mehr als 14 Tage machbar. Und wenn es nicht klappt, haben alle die gleichen Voraussetzungen.“

Sollte der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden, dann soll dies mit Zuschauern passieren. „Der Umsatz durch die Zuschauer wird in den Kreisligen einfach gebraucht.“ Daher hätten sich auch alle 29 Kreise im FLVW gegen einen Vorschlag von FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders gestellt, auch in den unteren Klassen „Geisterspiele“ abzuhalten.

Weiter hatten die Vereine den Wunsch nach möglichst wenig Spielen in der Woche geäußert, damit der Trainings- und auch der Jugendbetrieb weiterlaufen könne. „Wenn wir das vermeiden können, werden wir das auch tun“, verspricht Westphal. Bei den Vereinen gäbe es weiterhin den Wunsch, die Saison fortzusetzen, auch wenn es einige wenige Stimmen für einen Abbruch gegeben hätte. „Ich glaube, alle wären froh, wenn wieder Fußball gespielt werden darf.“ Bei konstanten Infektionszahlen werde auch die Politik erkennen, dass man einiges freigeben müsse. Zudem habe der Fußball den großen Vorteil, dass er draußen stattfinde und auch offizielle Stellen bestätigt hätten, dass auf dem Platz so gut wie keine Ansteckungsgefahr bestehe. Weiter hätten die Vereine nach dem ersten Lockdown schon gute Hygienekonzepte erarbeitet. Der Fußball sei kein Treiber der Infektionszahlen gewesen.

„Ich hoffe, dass wir im März Lockerungen für den Trainingsbetrieb bekommen und nach den Osterferien dann starten können“, bleibt Westphal optimistisch. Sobald etwas klar sei, werde der Kreis rechtzeitig informieren und stehe für Fragen immer zur Verfügung. „Wir sind da aber abhängig von politischen Entscheidungen.“

Auf ein Training unter den aktuellen Regelungen (zwei Personen aus zwei Haushalten mit fünf Meter Abstand zu anderen) sollten die Vereine weiter verzichten. „Wir können das als Kreis zwar nicht verbieten. Aber die Vereine haben auch eine gesellschaftspolitische Verantwortung. Daher empfehlen wir, es nicht zu tun. Für mich geht es auch gar nicht, dass die Senioren so etwas machen und die Jugend steht am Zaun“, appelliert Willy Westphal an die Vereine, auf diese „Winkelzüge“ zu verzichten.

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