Ochtrup
Mit Leib und Seele

Montag, 20.12.2010, 16:12 Uhr

Wettringen - An Manchester Uniteds Trainer Alex Ferguson kommt Thomas Höing nicht heran. Seit 24 Jahren trainiert der Schotte ManU . Höing bringt es bei Vorwärts Wettringen auf etwas mehr als die Hälfte. Mittlerweile sind es 14 Spielzeiten, die der 28-jährige Lehrer an der Seitenlinie steht. Und immer im Dienste der Jugendabteilung des FC Vorwärts. Daran ändert sich in der nächsten Saison nichts, denn Höing wird auch in 2011/12 die Bezirksliga-A-Junioren der Blau-Weißen coachen.

„Das ist eine Tätigkeit, die mir sehr viel Spaß macht“, betont der Übungsleiter, der die ältesten Wettringer Nachwuchskicker seit Sommer 2006 unter seinen Fittichen hat. Zunächst ein Jahr als Co-Trainer von Clemens Gude, dann zusammen mit Tobias Bertels und seit dieser Saison mit Jochen Laschke. In Höings Amtszeit fallen die Rückkehr der A-Jugend in die Bezirksliga und das Erreichen des Achtelfinales im Westfalenpokal.

„In den vergangenen beiden Jahren ist es mit den Titeln etwas ruhiger geworden“, weiß Höing, doch seiner Motivation tut das keinen Abbruch. „Es gefällt mir, hier in Wettringen überkreislich und leistungsorientiert zu arbeiten“, so der Lehrer für Deutsch und Religion an der Hauptschule Wettringen. Die Erfolge liest er nicht nur von den Ergebnissen ab, sondern auch davon, wie viele seiner Spieler den Sprung in die erste Mannschaft geschafft haben. „Während der letzten Vorwärts-Weihnachtsfeier stellte Höing zufrieden fest: „Da ist mir wieder aufgefallen, wie viele von den Jungs ich auch schon trainiert habe.“

Als reiner Ausbildungstrainer für den Seniorenbereich sieht sich der Fan von Eintracht Frankfurt aber nicht: „Die Zusammenarbeit mit Clemens Gude und der Ersten ist toll. Da herrscht eine gute Kommunikation. Doch in erster Linie verfolgen wir unsere eigenen Ziele“, betont Höing. Die formuliert er wie folgt: „Wir wollen eine konzentrierte Rückrunde spielen und in der Bezirksliga das beste Team aus dem Kreis Steinfurt sein. Also in der Tabelle besser stehen als Preußen Borghorst, der SC Altenrheine und Borussia Emsdetten.“

Die Aufgaben teilt sich der ausgebildete Pädagoge seit Sommer mit Jochen Laschke. Der Polizeibeamte und Vater von Gerold (Spieler der ersten Mannschaft) hat im Gegensatz zu Höing aber noch keine Zusage für die nächste Saison gegeben. „Ich würde mich sehr freuen, wenn er ein weiteres Jahr dranhängt. Wir verstehen uns super und verfolgen die gleiche fußballerische Philosophie“, meint Höing.

Wer 14 Jahre in der Jugend arbeitet, für den wäre der logische nächste Schritt eigentlich ein Engagement im Seniorenbereich. Doch daran verschwendet Höing keine großen Gedanken: „Sicherlich wäre das mal reizvoll, doch das steht bei mir augenblicklich überhaupt nicht zur Debatte. Ich habe Freude daran, mit Jugendlichen zu arbeiten. Das ist auch ein Grund dafür, warum ich mich dazu entschieden habe, Lehrer zu werden.“ Keine schlechten Voraussetzungen dafür, dass das Wettringer Eigengewächs noch ein paar Jahre als Coach weitermacht. Vielleicht überflügelt Höing irgendwann ja Alex Ferguson.

» Bei den B-Junioren (ebenfalls Bezirksliga) macht Markus Hornung auch nach Saisonende weiter. Allerdings ohne seinen Mitstreiter Max Hartmann, der aus beruflichen Gründen aufhört.

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