Kreistag der Steinfurter Handballvereine
Handballer unter „neuer Flagge“

Wettringen -

Eine gravierende Neuerung wurde von den Delegierten beim Kreistag in Wettringen beschlossen. Der Handballkreis Steinfurt trägt demnächst den Namen „Handballkreis Euregio-Münsterland“.

Dienstag, 30.10.2012, 20:10 Uhr

Kreistag der Steinfurter Handballvereine : Handballer unter „neuer Flagge“
Auf sie kann der Handballkreis künftig bauen (v.l.): Matthias Heke (Schiedsrichterwart), Gerd Engbrink Foto: Oelerich

Zahlreiche Vereinsvertreter sowie Gäste aus den Sportverbänden und der Lokalpolitik waren am Samstag im Hotel „Zur Post“ in Wettringen zum Kreistag des Handball-Kreises Steinfurt erschienen. Schließlich galt es auf der nur alle drei Jahre stattfindenden Veranstaltung wichtige Entscheidungen für die künftige Zusammenarbeit zu treffen. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war dabei die Namensänderung des Handballkreises .

28 Vereine aus den Kreisen Steinfurt, Borken und Coesfeld werden voraussichtlich noch in diesem Jahr unter „neuer Flagge “ auftreten. Und zwar nicht mehr als Handballkreis Steinfurt, sondern als Handballkreis Euregio-Münsterland. Diese Namensänderung war bereits seit Monaten ein Thema im Vorstand.

„In den Gesprächen mit Verbänden und Vereinen ist uns aufgefallen, dass viele mit dem Handballkreis Steinfurt hauptsächlich den Landkreis Steinfurt verbinden. Da uns aber auch Vereine aus den Landkreisen Borken und Coesfeld angeschlossen sind, haben wir uns Gedanken gemacht, eine treffendere Bezeichnung zu finden“, erläuterte Kreisvorsitzender Gerd Engbrink. Nachdem die Vereinsvertreter der Namensänderung zugestimmt hatten, sprach Engbrink von einer „guten Lösung“.

In seinem Rückblick auf die vergangenen drei Jahre griff der Vorsitzende die rückläufige Zahl von gemeldeten Mannschaften auf. Während im Jahr 2009 noch 420 Teams am Spielbetrieb teilnahmen, sind es aktuell nur noch 386. Das macht einen Rückgang von 8,1 Prozent aus.

Gleichzeitig lobte Engbrink die engagierte Arbeit im Nachwuchsbereich sowie die Ausbildung von Trainern: „Gerade in der Jugend haben wir einen regen Zulauf in den Vereinen, sodass mir die Zukunft des Handballs im Kreisgebiet keine Sorgen macht.“

Die Delegierten entschieden außerdem über einen Antrag des Kreisschiedsrichterausschusses, der vorsah, die Unparteiischen, die 60-minütige Partien (Seniorenbereich und A-Jugend) pfeifen, finanziell besser zu entlohnen. Die anwesenden Vereinsvertreter stimmten einer Erhöhung der Aufwandsentschädigung um zwei Euro zu.

„Wir hatten gerade am Anfang der Saison Schwierigkeiten, genügend Schiedsrichter zu mobilisieren. Dabei brauchen wir in den Sporthallen gut ausgebildete Spielleiter“, so der Vorsitzende weiter. Die erhöhte Aufwandsentschädigung sei als eine Art Anreiz und Belohnung für die Unparteiischen zu verstehen. Diese neue Regelung soll ab dem 1. Januar greifen.

Zum Abschluss standen die Wahlen des Kreisvorstandes auf dem Programm. Als Vorsitzender wurde Gerd Engbrink einstimmig wiedergewählt. Er leitet die Geschicke des Handballkreises nun bereits seit 1983. In ihren Ämtern ebenfalls bestätigt wurden Kassenwart Claus Hammelmann, Männerspielwart Achim Bevers sowie Lehrwart Alpar Jegenyés. Als neue Vorsitzende der Technischen Kommission (TK) fungiert ab sofort Paula Beimesche, die bislang als Frauenwartin im Einsatz war. Ihr Amt übernimmt nun Wolfgang Brinkhaus.

Der vorherige TK-Vorsitzende Eduard Janning berät den Vorstand künftig als Rechtswart und übernimmt damit den Posten von Klaus Barduhn, der nach langjährigem Engagement im Vorstand sein Amt niederlegte. Den Vorsitz des Kreisspruch-Ausschusses hat jetzt Jürgen Göckemeyer inne.

Bereits im Vorfeld wurden die Ämter des Jugendausschuss-Vorsitzenden (Manfred Wiggenhorn), des Jungenwarts (Willi Gertz), des Mädchenwarts (Martina Denk), des Schiedsrichterwarts (Matthias Heke), des stellvertretenden Schiedsrichterwarts (Daniel Geers und des Schiedsrichter-Lehrwarts (Markus Gödde) festgelegt.

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