Der Langstreckentriathlon in Roth
Wienefoet und Strakeljahn finishen beim Roth-Triathlon

Burgsteinfurt -

Der für Marathon Steinfurt startende Ochtruper Torsten Wienefoet sowie Elke Strakeljahn und Sascha Weber stellten sich jetzt der Konkurrenz beim Langstreckentriathlon in Roth. Angesichts schwieriger äußerere Bedingungen musste das Trio auf die Zähne beißen. Die rund 200 000 Zuschauer sorgten dabei für einen Motivationsschub.

Freitag, 22.07.2016, 14:07 Uhr

Sascha Weber, Elke Strakeljahn und Torsten Wienefoet (v.l.) nahmen in Roth die Triathlon-Langdistanz in Angriff.
Sascha Weber, Elke Strakeljahn und Torsten Wienefoet (v.l.) nahmen in Roth die Triathlon-Langdistanz in Angriff. Foto: Marathon Steinfurt

Triathlonchallenge in Roth : Jeder Ausdauersportler kennt das Mekka des deutschen Langstreckentriathlons – seit dem Weltrekordcoup von Jan Frodeno am vergangenen Wochenende wahrscheinlich auch jeder Nicht-Triathlet. Drei Athleten von Marathon Steinfurt waren ebenfalls im Starterfeld bei dieser weltweit größten Triathlon-Langdistanz.

Für Elke Strakeljahn , Sascha Weber und Torsten Wienefoet hieß es: 3,8 Kilometer Schwimmen im Main-Donau-Kanal, 180 Kilometer Radfahren durch den Landkreis Roth und abschließend noch einen Marathon entlang des Kanals.

Bereits um 6.45 Uhr stieg Sascha Weber nach 3,8 Kilometern als erster Marathoni aus dem Wasser. Ihm folgten fünf Minuten später Elke Strakeljahn und um 7 Uhr Torsten Wienefoet. Trotz der frühen Stunde am Sonntagmorgen säumten bereits Tausende von Zuschauern das Kanalufer und die Brücke über den Main-Donau-Kanal im Start- und Zielbereich. Damit sorgten sie schon vor dem Start für eine Gänsehautstimmung.

Weber schwamm solide 1:04:44 Stunden. Strakeljahn erreichte schnell die vor ihr gestartete Herrengruppe und musste somit beim Überholen sehr viel Slalom schwimmen. Trotzdem gelang es ihr nach 59:12 Minuten als 25. Frau des Gesamtfeldes aus dem Wasser zu steigen. Der Ochtruper Wienefoet benötigte für die Schwimmstrecke 1:07:43 Stunden.

Den Schwimmrückstand holten die beiden Marathon-Herren aber auf dem Rad sehr schnell wieder auf. Im Gegensatz zum früher gestarteten Profifeld hatten die Agegrouper, also die in Nicht-Profis, in der zweiten Radrunde allerdings mit dem aufkommenden Wind zu kämpfen. Höhepunkt der Strecke war der legendäre Solarer Berg. Hier kam auch gleich das „Tour-de-France-Feeling“ auf. Auf einer Strecke von einem Kilometer standen viele Fans, die immer nur dann eine Gasse freimachten, wenn ein Radfahrer hindurch musste.

Wienefoet fuhr die beste Radzeit der drei Marahonis mit hervorragenden 5:05:07 Stunden. Weber benötigte ebenfalls sehr gute 5:14:21 Stunden, und Strakeljahn erreichte die zweite Wechselzone nach 6:05:55 Stunden.

Während Strakeljahn und Wienefoet ein guter Übergang auf die Marathonstrecke gelang, musste Weber nach wenigen Kilometern aufgrund starker Rückenbeschwerden den Wettkampf vorzeitig beenden.

Bis Kilometer 21 lief es sehr gut, doch dann wurde es zunehmend drückender und der mentale Kampf begann. Aber beide Steinfurter Starter bissen sich durch: Wienefoet finishte mit hervorragender neuer persönlicher Bestzeit den Marathon nach 4:01:07 Stunden und den Triathlon in einer Gesamtzeit von 10:22:21 Stunden (Platz 102 in der Altersklasse M 35).

Strakeljahn benötigte trotz vieler Gehpausen für den Marathon 4:33:06 Stunden und erreichte mit einer Zielzeit von 11:44:33 Stunden den 155. Gesamtplatz der Frauen und belegte in ihrer Altersklasse (W 50) mit Rang neun sogar einen Top-Ten-Platz.

An der Strecke feuerten über 200 000 Zuschauer die Triathleten an. Mehr als 7000 Helfer unterstützten die Sportler vor, während und nach dem Wettkampf. Es war somit nicht nur für Jan Frodeno mit seiner Weltrekordzeit ein erfolgreicher und toller Wettkampftag, sondern auch für die Marathonis aus Steinfurt.

Ein kleiner Nebenschauplatz war bereits zuvor der „Junior Challenge Roth“. Hier gingen Strakeljahn, ihre Tochter Frauke sowie Debütant Sebastian Dalhoff in der Familienstaffel an den Start. Elke Strakeljahn musste dabei die 200 Meter Schwimmen, Frauke Strakeljahn entschied sich für das Zehn-Kilometer-Radfahren, während Dalhoff abschließend die 2,5 Kilometer lange Laufstrecke in Angriff nahm. Die Burgsteinfurter erreichten bei dieser Veranstaltung für den Triathlonnachwuchs den 17. Platz von insgesamt 43 Staffeln.

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