Fußball in der Kreisliga A Steinfurt
Thomas Schultens Mischung macht es

Ochtrup -

Der SC Arminia Ochtrup macht in der A-Liga in dieser Saison viel Wirbel. Tabellenplatz zwei kann sich mehr als sehen lassen. Trainer Thomas Schulten kennt die Gründe für das bislang sportlich so vielversprechende Abschneiden.

Montag, 21.11.2016, 16:11 Uhr

Arminia Ochtrups Jan Frieling (r.) spielt eine hervorragende Saison.
Arminia Ochtrups Jan Frieling (r.) spielt eine hervorragende Saison. Foto: Thomas Strack

Zu den positiven Überraschungen der laufenden A-Liga-Saison gehören die Ochtruper Arminen. Als Tabellenzweiter sind die Töpferstädter nach 13 Spieltagen der erste Verfolger von Titelanwärter Amisia Rheine . Warum das so ist, und was der SCA noch alles erreichen kann, wollte WN-Sportredakteur Marc Brenzel von Trainer Thomas Schulten wissen.

31 Punkte, nur zwei Niederlagen und Tabellenplatz zwei. Dazu nur drei Zähler hinter Amisia Rheine. Liegt das alles am Trainer?

Thomas Schulten: Nein, an dem auf keinen Fall. Die Mischung macht es in dieser Saison einfach. Die Jungs, die im Sommer aus der A-Jugend zu uns gestoßen sind, haben sich schneller als erwartet an den Seniorenbereich gewöhnt. Zudem habe ich bei den Aufstellungen das eine oder andere Mal auch ein glückliches Händchen gehabt.

Es sind aber nicht nur die Youngster, die überzeugen.

Schulten: Auf keinen Fall. Auch die Alteingesessenen. Prima finde ich, wie sich Tim Niehues oder André Dinkhoff die Jüngeren im Training zur Seite nehmen. Leider will André am Saisonende aufhören, gleiches gilt für Martin Duesmann.

Stürmer Jannik Holtmann hat zwölf der bislang 30 Saisontore erzielt. Ist er für Sie bislang der Spieler der Hinrunde?

Schulten: Jannik weiß einfach, wo das Tor steht und kann sogar noch viel mehr. Überragend ist das, was Jan Frieling in den letzten Wochen und Monaten spielt. Er ist technisch stark und bringt die Übersicht mit, die man im defensiven Mittelfeld braucht. Schade, dass das anderen Vereinen auch nicht verborgen bleibt.

Was funktioniert in dieser Saison gut, was vielleicht nicht?

Schulten: Die Ochtruper waren immer dafür bekannt, gegen die Teams von oben gut auszusehen, dafür aber Punkte gegen vermeintlich schwächere Mannschaften zu lassen. Das ist jetzt anders: Wir haben alle Spiele, in denen wir Favorit waren, gewonnen. Wenn du oben dranbleiben willst, musst du das aber auch.

Und was läuft nicht so gut?

Schulten: Wir haben momentan ein Torwartproblem im Training. Weil Patrick Laurenz in Osnabrück studiert, kann er bestenfalls nur freitags zu den Einheiten kommen. Dafür habe ich vollstes Verständnis, aber um vernünftig Spielformen einzustudieren, braucht man bei jedem Training eigentlich zwei Keeper.

Ist die Truppe stark genug, um Platz zwei zu halten? Oder sogar gut genug, um Amisia Rheine noch anzugreifen?

Schulten: Wir sind zwar in der Breite ganz gut aufgestellt, aber Amisia verfügt da über ganz andere Möglichkeiten. Die haben Leute dabei, die bestimmt nicht nur für einen Döner spielen. Nordwalde übt viel Druck von hinten aus, und auch Laer ist stark. Platz zwei bis vier ist, denke ich, realistisch. Aber wenn wir jemanden ärgern können, dann wollen wir auch da sein.

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