Tischtennis in der NRW-/Verbandsliga
Metelener Tischtennisspieler ziehen zurück

Metelen -

Fakten haben die Herren des TTV Metelen geschaffen. Aufgrund der Personalsituation haben sich die Tischtennisspieler aus der Vechtegemeinde dazu entschieden, die NRW-Liga zu verlassen und sich in die Verbandsliga eingruppieren zu lassen. Damit fallen auch zwei mit Spannung erwartete Derbys ins Wasser.

Dienstag, 23.05.2017, 12:05 Uhr

Nach ausführlichen Gesprächen ist die Entscheidung getroffen: Jan Tewes, Hendrik Waterkamp und Dawid Ciosek (v.l.) melden nicht mehr für die NRW-Liga.
Nach ausführlichen Gesprächen ist die Entscheidung getroffen: Jan Tewes, Hendrik Waterkamp und Dawid Ciosek (v.l.) melden nicht mehr für die NRW-Liga. Foto: Thomas Strack

Die NRW-Liga ist für die Herren des TTV Metelen Geschichte. Spieler und Vorstand des Tischtennisvereins aus der Vechtegemeinde haben sich dazu entschlossen, die erste Mannschaft eine Klasse zurückstufen zu lassen und in der neuen Saison in der Verbandsliga an den Start zu gehen.

„Wir haben uns zusammen gesetzt und besprochen, was wir künftig überhaupt wollen“, erklärt Teamsprecher Jan Tewes . Dabei kamen die Metelener überein, dass es sich nicht mehr lohnen würde, den Weißrussen Rastsislaw Zhadzko für die wichtigen Partien einfliegen zu lassen. Zudem gehen die Verantwortlichen davon aus, dass Sebastian Doedt nicht mehr lange zur Verfügung steht. Der Defensivspezialist hat mittlerweile seinen Doktortitel der Chemie und dürfte sich aus beruflichen Gründen künftig eher in Richtung Süddeutschland orientieren.

„Wir haben zwar Gespräche mit potenziellen Neuzugängen geführt, doch die haben nichts eingebracht. Es ist halt schwer, gute Leute zu uns in die Peripherie zu holen“, weiß Tewes, der zugleich Zweiter Vorsitzender des TTV ist. „So blieben uns nur vier Mann aus dem Stammkader übrig. Wir haben zwar eine gute Saison 2016/17 gespielt, aber für ein weiteres Jahr in der NRW-Liga wäre das vielleicht zu wenig gewesen. Zumal – seien wir mal ehrlich – die Leistungskurve bei uns ja eher nach unten als nach oben zeigt.“

Aufgrund beruflicher und familiärer Verpflichtungen können die meisten Metelener das für die sechsthöchste Liga nötige Trainingspensum kaum erfüllen. „Ich bin mit meinen 27 Jahren eigentlich im besten Tischtennisalter, doch ich habe noch nie so wenig trainiert wie zuletzt“, führt Tewes an.

Er selbst bedauert es ein wenig, dass es jetzt doch nicht zu den Duellen mit den beiden Lokalrivalen Arminia Ochtrup und TB Burgsteinfurt kommt. Natürlich sei das schade, aber die Verbandsliga biete sportlich einfach die bessere Perspektive. „Was würde es denn bringen, wenn wir in der Hinrunde elf Spieltage auf die Mütze kriegen würden. In der Verbandsliga können unsere Jugendspieler besser erste Seniorenluft schnuppern“, ist Tewes überzeugt.

Dawid Ciosek, Hendrik Waterkamp, Frank Holtkamp und Tewes selbst bilden das Gerüst für die kommende Saison. Sebastian Doedt wird erstmal gemeldet und bleibt daher eine Alternative. Martin Weßling aus der Reserve war bei seinen Einsätzen in der Ersten immer eine verlässliche Größe und bietet sich als Nachrücker an. Aber auch die Eigengewächse aus der Jungen-Bezirksliga kämen laut Tewes für Einsätze im Verbandsliga-Team in Frage.

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