Blickpunkt Schwimmen
Rekorde purzeln bei Schwimm-Kreismeisterschaft in Ochtrup serienweise

Ochtrup -

Die Rahmenbedingungen bei der Kreismeisterschaft im Schwimmen waren im Ochtruper Bergfreibad geradezu ideal. Deshalb purzelten Rekorde serienweise. Vor allem der SV Olympia Borghorst räumte mächtig ab.

Sonntag, 11.06.2017, 18:06 Uhr

Über 400 Starts gingen gestern im Ochtruper Bergfreibad über die Bühne. Die Zuschauer am Rande (kl. Foto) genossen das Ambiente sichtlich.
Über 400 Starts gingen gestern im Ochtruper Bergfreibad über die Bühne. Die Zuschauer am Rande (kl. Foto) genossen das Ambiente sichtlich. Foto: Heiner Gerull

Es war heiß, so heiß, dass man als Außenstehender am liebsten selbst in die kühlen Fluten gesprungen wäre. Das war aber am Sonntag erst nach 14 Uhr im Bergfreibad möglich. Denn der Vormittag war ganz und gar den Schwimmsportlern vorbehalten, die in Ochtrup ihre Kreismeister ermittelten.

Auf die Frage, welche Temperaturen denn ideal seien, um das größtmögliche Potenzial abzurufen, lieferte Malin Pommerening die nachhaltigste Antwort. Die Schwimmerin vom SVO Borghorst landete gleich fünf Mal auf dem Siegertreppchen und bekam dafür fünf Mal eine Goldmedaille umgehängt. „Das ist heute prima gelaufen. Dass ich auch noch fünfmal persönliche Bestzeit geschwommen bin, damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet“, sagte die Borghorsterin.

Die Schwimmabteilung des SC Arminia Och­trup war als Ausrichter maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Aktiven optimale Bedingungen vorfanden. Obwohl zwischen 8.30 Uhr und 14 Uhr mehr als 400 Starts absolviert wurden, klappte alles wie am Schnürchen. Der Zeitplan wurde eingehalten, die Ergebnisse postwendend geliefert, und auch die Sieger brauchten nicht lange zu warten, dass ihnen die Medaillen ausgehändigt wurden. „Das war schon optimal. Wir sind sehr zufrieden mit der Veranstaltung“, resümierte Thomas Miethe, der als Vertreter des Kreises, Fachschaft Schwimmen, die Ergebnisse elektronisch verwaltete.

Besonders erfreut registrierten die Gastgeber, dass das Wetter mitspielte. Das ist bei solchen Veranstaltungen nicht immer der Fall, wie gerade der SC Arminia aus eigener, leidvoller Erfahrung weiß. „Wir hatten ja schon vor fünf Jahren die Kreismeisterschaft ausgerichtet. Damals regnete es in Strömen, und bei Temperaturen von zwölf Grad war es wirklich nicht angenehm“, erinnerte sich Cheforganisator Ralf Ottlich vom SCA. Insofern war die Neuauflage auch eine kleine Entschädigung für das, was Sportler und Veranstalter damals erdulden mussten.

„Bis um zwölf Uhr war es wettermäßig ideal. Besser geht es kaum“, resümierte Ottlich. Als das Thermometer mittags an der 30-Grad-Marke kratzte, hatten die meisten Aktiven ihre Disziplinen bereits hinter sich. Und tatsächlich wirkten sich die hochsommerlichen Temperaturen auf die Leistungen aus. Serienweise wurden Rekorde aufgestellt. Das konnte sich wahrlich sehen lassen.

Selbst der SCA war zufrieden. Auch wenn die Delegation mit den drei Aktiven Jana Kersten, Sophie Wiers und Jannik Spieß zu den kleinsten der neun beteiligten Vereine gehörte. „Da wir kein Hallenbad haben, trainieren wir im Winter ja nur einmal pro Woche. Da sind andere Clubs, die ein Hallenbad nutzen können, natürlich im Vorteil“, erläuterte Ottlich. So verlagern sich die Hauptübungszeiten beim SCA in den Sommer. Im Winter hingegen geht es einmal pro Woche nach Schüttorf. Und da dort auch nur samstagabends trainiert werden kann, wirkt sich das zwangsläufig auf die Leistungsniveau aus. Am Sonntag jedoch zog die Sportleiterin des SC Arminia, Lena Feldhues, ein positives Fazit hinsichtlich des Abschneidens ihrer Schwimmer.

Neben Ottlich, der serienweise Medaillen überreichte, absolvierte Sven Schreiber am Mikrofon einen wahren Ansage-Marathon. Doch selbst am Mittag ließ er kein bisschen Müdigkeit erkennen. „Das hat alles gut geklappt. So, wie wir uns das vorgestellt haben“, lautete sein Resümee.

Auch die Gäste, in der Vielzahl waren es Eltern ihrer schwimmenden Sprösslinge, genossen den Vormittag auf der idyllisch gelegenen Schwimmsportstätte. So blieb am Ende die Erkenntnis, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein dürfte, dass der SC Arminia mit der Ausrichtung einer Kreismeisterschaft betraut wird.

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