Fußball in Ochtrup
Bernd Düker ist richtig heiß auf Fußball

Ochtrup -

Anfang Mai hat der VfL Osnabrück beschlossen, seine U 21 aus der Oberliga Niedersachsen zurückzuziehen. Das hatte auch für Torwart Bernd Düker weitreichende Konsequenzen. Doch mittlerweile hat der Ochtruper einen neuen Verein gefunden.

Montag, 19.06.2017, 16:06 Uhr

Beim VfL Osnabrück stand Bernd Düker (r.) im Jugend- und Seniorenbereich insgesamt sechs Jahre zwischen den Pfosten. Künftig spielt der Ochtruper für den Landesligisten BV Essen.
Beim VfL Osnabrück stand Bernd Düker (r.) im Jugend- und Seniorenbereich insgesamt sechs Jahre zwischen den Pfosten. Künftig spielt der Ochtruper für den Landesligisten BV Essen. Foto: Mrugalla

Bernd Düker musste schon kräftig schlucken, als die Verantwortlichen des VfL Osnabrück Anfang Mai erklärten, die U 21 zum Ende der Saison aufzulösen. Denn eigentlich hatte der Ochtruper mit der Oberliga-Reserve der Lila-Weißen noch viel vor. Doch statt weiter an der Bremer Brücke zwischen den Pfosten zu stehen, musste sich der Töpferstädter nach einer neuen sportlichen Heimat umsehen – und die hat der Bankkaufmann nun beim BV Essen gefunden.

Dabei handelt es sich um einen Verein im Landkreis Cloppenburg, der gerade in die Landesliga Weser-Ems aufgestiegen ist. „Es war gar nicht so einfach, einen neuen Verein zu finden. Schließlich haben die meisten Clubs ihre Saisonplanungen ja im Mai schon abgeschlossen“, weiß Düker, der 2011 sogar schon einmal für die deutsche U-20-Nationalmannschaft gegen Polen spielte.

Dass es für Düker künftig nur noch sechstklassig um Punkte geht, stört den 25-Jährigen, der für die U 23 von Werder Bremen acht Einsätze in der 3. Liga bestritt, nicht: „Ich habe immer voll Bock auf Fußball. Egal, wo ich spiele. Mein Ziel ist es immer, so gut und so hoch wie möglich zu spielen. Es muss allerdings mit Beruf und Studium in Einklang zu bringen sein.“

In Osnabrück arbeitet Düker als Bankkaufmann. Die Ausbildung dazu absolvierte er während seiner Zeit bei Werder, wo er von 2010 bis 2013 erst in der A-Jugend und später in der U 23 aktiv war. Zudem widmet sich Düker intensiv seinem Studium zum Bankfachwirt. Viel Zeit, sich Gedanken um den ganz großen Fußball zu machen, bleibt da nicht.

In Bremen schnupperte Düker in den Profibereich herein, doch der Sprung in den bezahlten Fußball blieb dem Töpferstädter verwehrt. „Um mit dem Kicken dauerhaft Geld zu verdienen, muss schon alles passen, da müssen viele Faktoren zusammenkommen“, weiß Düker um die Schnelllebigkeit des Geschäfts. „Es kann da ganz ruckzuck in beide Richtungen gehen. David Odonkor war bei der WM 2006 einer der Stars, danach hat man nicht mehr viel von ihm gehört. Auf der anderen Seite fällt mir Sandro Wagner ein, der es mittlerweile in die Nationalelf geschafft hat.“

Den Stürmer von 1899 Hoffenheim lernte Düker in Bremen persönlich kennen. Dass Wagner aufgrund seiner selbstbewussten Außendarstellung von vielen Fußballfans kritisiert wird, findet Düker schade: „Sandro habe ich als einen super Typ kennengelernt, aber nach außen geben sich viele Profis anders. Die wollen keine Schwächen zeigen.“

Seinen Kopf zerbricht sich Düker nicht darüber, dass er nicht in einer der ersten drei Ligen spielt. „Vielleicht hätte ich eher wechseln sollen, wer weiß das schon? Aber es bringt doch nichts, sich lange mit diesem Thema zu beschäftigen. Ich hatte eine super Zeit bei Werder, und die möchte ich nicht missen“, betont der Ochtruper, der seine 1,95 Meter Körperlänge in der nächsten Saison für den Ballspielverein Essen von 1919 ins Strafraumgetümmel werfen wird. Mit voller Motivation – genau wie einst in Bremen und zuletzt in Osnabrück.

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