Das 24-Stunden-Schwimmen des SC Arminia Ochtrup
Philipps und Bahr dominieren das 24-Stunden-Schwimmen

Ochtrup/Gronau -

Kein Sommer ohne 24-Stunden-Schwimmen: Das Breitensportspektakel, das die Schwimmabteilung des SC Arminia jedes Jahr im Ochtruper Bergfreibad ausrichtet, ist ein Muss für alle Wasserratten der Region. Am Wochenende waren es zwei Töpferstädter, die auf heimischen Bahnen die Bestwerte aufstellten.

Dienstag, 11.07.2017, 17:07 Uhr

Karin Bahr erzielte den Bestwert. Die Ochtruperin schwamm im heimischen Becken eine Gesamtdistanz von 25 200 Metern.
Karin Bahr erzielte den Bestwert. Die Ochtruperin schwamm im heimischen Becken eine Gesamtdistanz von 25 200 Metern. Foto: Maximilian Stascheit

Für eine halbe Stunde sah es kurz nach dem Startschuss am Freitagnachmittag danach aus, als könnte das Wetter den Athleten beim 24-Stunden-Schwimmen im Ochtruper Bergfreibad Probleme bereiten. Denn nachdem zahlreiche Wassersportler bereits ihre ersten Bahnen beim Breitensportspektakel der Schwimmabteilung des SC Arminia Ochtrup zurückgelegt hatten, mussten sie das­ Becken wegen eines Gewitters für rund 30 Minuten wieder verlassen.

Davon ließen sich die Teilnehmer aber nicht beirren, denn schon wenig später lockte sie die Abendsonne wieder ins Wasser. Neben vielen altbekannten Gesichtern gab es auch neue Teilnehmer: So war die Viermärker-Triathlongruppe aus Dortmund ebenso wie der Schwimmverein Gronau mit zwei Mannschaften am Start.

Zwischenzeitlich waren circa 100 Schwimmer gleichzeitig im Becken, bis es gegen Mitternacht allmählich ruhiger wurde. Auch Jacob Philipps griff nun zum Handtuch, um sich zu seinen Freunden ins Zelt zu legen. 7000 Meter hatte der Arminia-Schwimmer zu diesem Zeitpunkt zurückgelegt – etwas weniger, als er sich vorgenommen hatte. Deshalb begnügte sich der Zwölfjährige mit rund vier Stunden Schlaf. Denn bereits um halb fünf morgens drückte Philipps seinen Trainerinnen Theresa Wiers und Annika Focke, die sechs Stunden lang am Beckenrand die Nachtschicht geschoben hatten, sein Starterkärtchen wieder in die Hand. Konsequent zog der junge Sportler Bahn um Bahn. Als die Veranstaltung am Nachmittag endete, hatte er 22 000 Meter, also 440 Bahnen, zurückgelegt. Das machte ihn zum besten männlichen Teilnehmer.

Nur Karin Bahr war am Ende noch erfolgreicher und siegte in der weiblichen Konkurrenz mit 25 200 Metern vor ihrer Tochter Cosima, die 21 600 Meter zurückgelegt hatte. Bei den Mannschaften erlangte der Schwimmverein Gronau einen Doppelsieg. Während das aus erfahrenen Wasserballern bestehende „Team A“ mit 112 600 Metern auf Rang zwei landete, sicherte sich das Juniorenteam mit 135 800 Metern den Sieg. „Das Ziel war eigentlich, dass jeder von den jungen Leuten 5000 Meter schwimmt. Aber die Kinder haben sich gegenseitig so gepusht, dass es viel mehr geworden ist“, erklärte Trainer Peter Rabaschus, der sich auch begeistert von der Veranstaltung zeigte. „Das ist hier alles echt klasse organisiert, und die Stimmung ist absolut super. Wir sind nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei.“

Ralf Ottich, Vorsitzender der Arminia-Schwimmer, zog Bilanz: „Wir hatten insgesamt 214 Teilnehmer – so viele wie seit langem nicht mehr. Dazu hat neben dem insgesamt guten Wetter auch beigetragen, dass die Stadtwerke das Freibad zum ersten Mal während der Veranstaltung für den öffentlichen Badebetrieb komplett geschlossen hatten. So war es insgesamt ruhiger und viel angenehmer für die Teilnehmer“, resümierte Ottich.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4998895?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35355%2F
Lagerhalle einer Zimmerei an der K 20 völlig zerstört
Großalarm für die Feuerwehr am Ostersonntag um kurz vor 16 Uhr. Zwei Löschzüge aus Everswinkel und Alverskirchen sowie eine Drehleiter aus Sendenhorst werden zur Brandbekämpfung alarmiert.
Nachrichten-Ticker