Fußball: Westfalenpokal
Odyssee nach Ostwestfalen für den SV Burgsteinfurt

BURGSTEINFURT -

Mehrere Stunden im Bus, ein unbekannter Gegner - auf den ersten Blick scheint die Aufgabe des SV Burgsteinfurt, der im Westfalenpokal beim TuS Tengern antritt, wenig attraktiv. Ein genauer Blick lohnt sich aber.

Freitag, 04.08.2017, 15:08 Uhr

Das wird eine Mammut-Aufgabe! 122 Kilometer Anreise muss der SV Burgsteinfurt heute hinter sich bringen, bevor er in der ostwestfälischen Gemeinde Tengern – nahe Bad Oeynhausen – zum Sprung in die zweite Runde des Westfalenpokals ansetzt. Anstoß der Partie ist um 17 Uhr.

„Ich hätte auch ein Heimspiel gegen Gievenbeck gerne genommen. Wir sind aber nicht bei ‚Wünsch-dir-was‘, sondern im Westfalenpokal “, betont SVB-Coach Christoph Klein-Reesink. Der Übungsleiter kann sich über einen sportlich unattraktiven Gegner dennoch nicht beschweren. Im mittlerweile 14. Jahr ist der TuS Tengern etabliertes Mitglied der Landesliga-Staffel 1, in der Vorsaison wurde das Team Dritter.

In den vergangenen Jahren zeichnete sich die Truppe von Trainer Holm Hebestreit stets über ihren Teamspirit, taktische Flexibilität und vor allem gute Standards aus. Vor dieser Spielzeit hat jedoch ein Umbruch stattgefunden. Acht Spieler verließen das Team, mit Max Schwier und Jannik Albert kamen junge Talente hinzu. Top-Zugang ist der Kasache Waldemar Jurek, der zahlreiche Einsätze in der Regional- und Oberliga unter anderem beim FC Gütersloh, SC Verl und der Hammer SpVgg vorweisen kann.

Star des Teams ist jedoch Mamadou „Momo“ Diabang. Der Ex-Bundesligaprofi ist in der Region aus seiner Zeit beim VfL Osnabrück und VfL Bochum bekannt. „Sie scheinen keine schlechte Mannschaft zu haben“, sagt Klein-Reesink. Dafür spricht auch das jüngste 2:2 Tengerns im Test gegen den Oberligisten Arminia Bielefeld II.

Als der FC Eintracht Rheine im Jahr 2003 nach einem 2:1-Sieg über die SF Siegen den Westfalenpokal gewann, spielte Klein-Reesink noch für Eintracht Nordhorn. Im Jahr darauf trat er mit dem FCE im DFB-Pokal gegen den VfB Lübeck (0:2 n.V.) an. Den Pokalsieg gibt er natürlich nicht als Ziel für diesen Wettbewerb aus. Tengern zu schlagen, sei aber durchaus möglich. „Es ist ein Pflichtspiel, das wir gewinnen wollen. Sonst können wir uns die Anreise sparen.“ Für den Dortmund-Fan solle es sich schließlich lohnen, dass er den Anstoß der Supercup-Partie zwischen dem BVB und den Bayern verpasst.

Die Partie in Tengern verpassen wird auch Thomas Artmann. Der SVB-Kapitän ist privat verhindert. Neben ihm und Urlauber Kai Hintelmann werden ebenso Timo Meyer (Probleme mit der Achillessehne), Lucas Bahlmann und Ricardo Faria da Silva (muskuläre Probleme) nicht spielen können.

In der Offensive hat Klein-Reesink dennoch einige Optionen: Lars Kormann ist aus dem Urlaub zurück. Kevin Behn, Alex Hollermann und Sven Mersch sind ebenfalls fit. Extrem schnell hat Dennis Behn nach seiner langen Verletzung Anschluss gefunden. „Er ist ein Kandidat für die Startelf“, verrät „Reese“.

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