5. Ochtruper Sportgala
Arminia Ochtrups D-Junioren sind eine Klasse für sich

Ochtrup -

Nicht der FCE Rheine, nicht Emsdetten 05 und nicht Vorwärts Wettringen: Kreismeister der D-Junioren wurden 2015/16 die Nachwuchskicker von Arminia Ochtrup. Dabei arbeiteten die Töpferstädter auf der Entscheidungsebene mit einer ganz ungewöhnlichen Zusammensetzung.

Donnerstag, 11.01.2018, 15:01 Uhr

Einfach nur meisterlich (h.v.l.): Trainer Gregor Flaßkamp, Trainer Norbert Kretschmer, Paul Kötterheinrich, Lasse Möllers, Marek Schulte Mesum, Justus Albers, Falk Overkamp, Trainer Veit Kuhlbusch und Trainer Marc Feldmann sowie (v.v.l.) Lars Kretschmer, Marcel Koch, Jörn Schmedding, Veit Flaßkamp, Max Feldmann, Rexhepp Kelmendi und Nick Braun. Es fehlt: Maurice Schultejann.
Einfach nur meisterlich (h.v.l.): Trainer Gregor Flaßkamp, Trainer Norbert Kretschmer, Paul Kötterheinrich, Lasse Möllers, Marek Schulte Mesum, Justus Albers, Falk Overkamp, Trainer Veit Kuhlbusch und Trainer Marc Feldmann sowie (v.v.l.) Lars Kretschmer, Marcel Koch, Jörn Schmedding, Veit Flaßkamp, Max Feldmann, Rexhepp Kelmendi und Nick Braun. Es fehlt: Maurice Schultejann. Foto: Arminia Ochtrup

Arminia Ochtrups D-1-Fußballer spielten in der Saison 2015/16 nicht nur im Konzert der vermeintlich Großen mit, vielmehr dirigierten sie als Meister der Kreisliga das komplette Orchester. Zu Ehren könnten die Kicker auch am 3. März (Samstag) im Rahmen der Sportgala in der Stadthalle kommen. Schließlich stellen die Arminen eines von vier Teams, das den Oscar für die beste „Jugendmannschaft des Jahres“ mit nach Hause nehmen möchte.

Dass viele Köche den Brei verderben, ist bekannt, muss aber nicht die Regel sein. Denn bei der Ochtruper Meisterelf hatten gleich vier Trainer das Sagen. Für Marc Feldmann , einen der vier Übungsleiter, war es sogar das Erfolgsrezept: „Wir haben uns prima ergänzt. Jeder von uns hat in seiner Trainingsarbeit andere Schwerpunkte gelegt. Taktik, Passspiel, Kopfballstärke, das Läuferische – wir besaßen von allem was.“ Mit Norbert Kretschmer, Gregor Flaßkamp und Veit Kuhlbusch und eben Feldmann hatte sich das passende Quartett gefunden.

Vor Beginn der Spielzeit wagten die Ochtruper noch nicht einmal vom großen Coup zu träumen, da Leistungsträger in die C 1 hochgezogen wurden. Aber das konnte der kleine Kader super auffangen. Lediglich 13 Aktive umfasste die Formation. „Da in dieser Altersklasse nur acht Feldspieler und ein Torwart aufgestellt werden können, wollten wir den Kader bewusst schlank halten. Unserer Meinung nach wäre es unfair gewesen, jedes Wochenende Spieler an die zweite Mannschaft abgeben zu müssen“, begründet Feldmann.

Als Zweiter der Findungsrunde qualifizierten sich die Ochtruper für die Meisterrunde der besten acht Mannschaften. Die begann mit einer 0:4-Pleite in Altenrheine, zudem setzte es am dritten Spieltag ein 0:3 bei Emsdetten 05. Doch danach wussten die Töpferstädter, woher der Wind weht.

In der Folge wurden lediglich noch einmal die Punkte geteilt, sodass es am letzten Spieltag gegen Vorwärts Wettringen um den Titel ging. Ein Sieg war Pflicht, um den Konkurrenten aus dem „Hiärtken“ und die auf Rang zwei lauernden 05er auf Distanz zu halten.

Auf dem Platz am DRK-Zentrum entwickelte sich ein echter Thriller, in dem Paul Kötterheinrich und Veit Flaßkamp die Hauptrollen einnahmen. Kötterheinrich erzielte beim 1:0-Sieg das Goldene Tor, während der zum Torwart umgeschulte Mittelfeldmann Veit Flaßkamp zwei Elfmeter parierte. „Ich will aber keinen hervorheben, alle hatten sich ein Extralob verdient. Und nicht nur in diesem Spiel, sondern in der ganzen Saison. Der Gewinn der Meisterschaft war eine echte Mannschaftsleistung“, betont Marc Feldmann.

Für den Coach kommt es in diesen Tagen darauf an, salomonische Tugenden an den Tag zu legen. Sein Sohn Max gehörte zur Meistermannschaft der D 1, seine Tochter Wiebke spielt für die E-Mädchen des FC Lau-Brechte, die in derselben Kategorie zur Wahl stehen. Wem er seine Stimme gibt, will Feldmann nicht verraten. „Vier Teams sind vorgeschlagen, in zweien spielen meine Kinder. Insofern stehen die Chancen gar nicht so schlecht, dass ich irgendwie mit dem Sportoscar in Berührung komme“, freut er sich schon auf die Gala.

► Die Ochtruper können bis zum 14. Februar (Mittwoch) sowohl per Stimmzettel als auch online unter wn.de/sportlerwahlochtrup für ihre Favoriten votieren. Unter allen Teilnehmern werden fünf Mal zwei Eintrittskarten für die Sportgala am 3. März verlost.

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