Ochtruper Sportgala
Für Philip Fontein ist voller Einsatz eine Selbstverständlichkeit

Ochtrup -

Philip Fontein hat sich in Westfalen einen Namen gemacht. Der 24-Jäjhrige Ochtruper gehört zu den besten Spielmachern der Fußball-Oberliga. Das kommt nicht von ungefähr.

Montag, 12.02.2018, 16:02 Uhr

Philip Fontein hat gut Lachen: Für den 24-Jährigen läuft es sportlich wie beruflich rund. Aber dafür investiert der Ochtruper auch viel Zeit und Leidenschaft.
Philip Fontein hat gut Lachen: Für den 24-Jährigen läuft es sportlich wie beruflich rund. Aber dafür investiert der Ochtruper auch viel Zeit und Leidenschaft. Foto: Heimspiel/Christian Lehmann

„Das gehört sich einfach so.“ Für Philip Fontein, der beim SC Arminia Ochtrup anfing, Fußball zu spielen, ist das kein irgendwie gearteter Retrospruch. Dem 24-Jährigen ist vielmehr bewusst, dass er viel investieren und dabei auf eine Menge verzichten muss, um in seinem Sport erfolgreich zu sein. Und deshalb fühlt sich der Schalke-Fan auch verpflichtet, seine erworbenen Fähigkeiten stets voll einzubringen und nie nachzulassen. Das ist dem Spielgestalter mit der Nummer zehn auf dem Rücken, der nunmehr seit gut sechs Jahren bei den Herren des FC Eintracht Rheine im Mittelfeld die Strippen zieht, in Fleisch und Blut übergegangen.

Auf seinem sportlichen Weg waren seine Eltern Ute und Rainer ganz wichtige Motivatoren. „Bis heute fahren sie, wenn es eben nur geht, zu jedem meiner Spiele. Das ist mir ganz wichtig und tut einfach gut“, bekennt Fontein, der derzeit in Dortmund Sport und Englisch „auf Lehramt“ studiert.

Als er noch in Ochtrup bei den Junioren kickte, wurden Späher des FC Twente-Enschede auf ihn aufmerksam und lotsten ihn in die Niederlande. „Da habe ich gelernt, dass Fußball eine ernste Sache ist, bei der alles stimmen muss. Diese Lehrzeit möchte ich auf keinen Fall missen“, sagt Fontein. 2009 folgte der Wechsel zu Preußen Münster, wo er in der B-Jugend-Bundesliga spielte.

„Angefangen habe ich im defensiven Mittelfeld, also eher auf der Sechs oder Acht, beschreibt er seine fußballerischen Lehrstellen. Seit Juli 2010 kickt der Töpferstädter in Rheine, dort mit offensiverer Akzentuierung: Erst in der U 19, 2013 stieg Fontein dann mit der ersten Mannschaft in die Oberliga auf. „Hier kann ich als Zehner mehr Impulse nach vorne setzen und war dabei auch schon mehrmals im Abschluss erfolgreich. Aber in dieser Rolle darf man sich nicht zu schade sein, mit nach hinten zu arbeiten“, erläutert er seine Aufgaben. In den bisherigen 15 Pflichtspieleinsätzen gelangen ihm acht Tore.

Für den sympathischen Kicker sind der Spaß und die Freude an seinem Sport ganz wichtig. Und für den Fußball nimmt Fontein eine Menge auf sich: Training, Ligaspiele, erhebliche Fahrzeiten, stets für körperliche Fitness zu sorgen und eben die Doppelbelastung bestehend aus Fußball und Lehramtsstudium zu meistern.

Aktuell steckt Fontein im Klausurenstress. Das lässt sich leichter aushalten, weil seine Freundin, mit der er in Dortmund wohnt, ihm voll den Rücken stärkt. Seine Eltern, seine Freundin und seine Schwester Kathrin, die mit Ehrgeiz, Können und Begeisterung beim SC Arminia Basketball spielt – sie alle tragen den Sportler.

Für viele Experten ist Fontein zu einem der besten Spielgestalter in der Oberliga Westfalen geworden. Dabei ist der Ochtruper bislang von großen Verletzungen verschont geblieben. „Einmal bin ich wegen einer Oberschenkelsache 14 Tage lang ausgefallen“, erinnert sich Fontein und sucht nach einem Stück Holz, auf das er mehrmals klopfen kann: „Da habe ich echt Schwein gehabt. Das gehört dazu. Trotzdem darf ich nicht nachlassen und muss mich bemühen, weiterhin zu liefern. Das gehört sich einfach so.“

► Die Ochtruper können bis zum 14. Februar (Mittwoch) sowohl per Stimmzettel als auch online unter wn.de/sportlerwahlochtrup für ihre Favoriten votieren. Unter allen Teilnehmern werden fünf Mal zwei Eintrittskarten für die Sportgala am 3. März verlost.

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