Handball: Bezirksliga Münsterland
Hollywoodreifer Abend in Ochtrup

Ochtrup -

Der SC Arminia Ochtrup und die Warendorfer SU haben am Samstagabend nach besten Kräften Werbung für den Handball auf Amateurebene gemacht. In einem extrem unterhaltsamen Spiel waren die Gastgeber in der 53. Minute schon auf die Siegerstraße eingebogen, doch dann kam der Tabellenführer zurück und gewann mit 31:29. Ein Ochtruper war an diesem Abend trotzdem der große Sieger.

Sonntag, 28.10.2018, 19:20 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 27.10.2018, 21:02 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 28.10.2018, 19:20 Uhr
Arminias Tom Noori (2.v.r.) gab mit seinem 1:0 den Startschuss für eine extrem unterhaltsames Handballspiel.
Arminias Tom Noori (2.v.r.) gab mit seinem 1:0 den Startschuss für eine extrem unterhaltsames Handballspiel. Foto: Thomas Strack

Hollywoodreif war das, was sich am Samstag in Ochtrup abspielte. Eine volle Tribüne mit internationalen Gästen, ein dramatisches Handballduell zwischen dem SC Arminia und Bezirksliga-Tabellenführer Warendorfer SU und nicht zuletzt ein Heiratsantrag – in der Halle I des Schulzen­trums gab es viel Begeisterndes. Aus Sicht der Hausherren passte lediglich das Ergebnis nicht, denn die WSU setzte sich mit 31:29 (19:15) durch und verhinderte damit das zum bunten Abend passende Happy-End.

Dass die Begegnung sofort viel Fahrt aufnahm, ließ das Publikum mitgehen. Unter anderem die zahlreichen Besucher aus Spanien und England, die in die Töpferstadt gekommen waren, um den 60. Geburtstag von Manfred Wiggenhorn , dem Gesicht des Ochtruper Handballs schlechthin, zu feiern.

Die Ochtruper Bezirksliga-Handballer fordern Spitzenreiter Warendorfer SU

1/17
  • Ochtrups Tom Noori (l.) leitete mit dem ersten Treffer des Abends ein extrem unterhaltsames Spiel ein.

    Foto: Thomas Strack
  • In der Anfangsphase fanden Timo Wiggenhorn (M.) und die Arminen vielfach den Weg zu den Erfolgserlebnissen.

    Foto: Thomas Strack
  • Aber auch die Warendorfer kamen vielfach zum Abschluss.

    Foto: Thomas Strack
  • Arminias Haupttorjäger Max Oelerich (2.v.l.) hatte es zwar schwer gegen die großen Warendorfer Verteidiger . . .

    Foto: Thomas Strack
  • . . . doch dafür übernahmen Thorben Steenweg . . .

    Foto: Thomas Strack
  • . . . und Raphael Woltering in der ersten Hälfte Verantwortung.

    Foto: Thomas Strack
  • „Raffi“ Woltering (L.) war mit sieben Toren der beste Ochtruper Schütze.

    Foto: Thomas Strack
  • Noel Schemann (2.v.r.) und seine Mitspieler hatten es in den ersten 30 Minuten gegen zu passiv verteidigende Armine einfach.

    Foto: Thomas Strack
  • Das gefiel SCA-Trainer Heinz Ahlers überhaupt nicht.

    Foto: Thomas Strack
  • Kämpferisch jedoch war den Hausherren nichts vorzuwerfen.

    Foto: Thomas Strack
  • In der zweiten Hälfte konnte sich Oelerich (l.) etwas besser aus der Umklammerung seiner Gegenspieler befreien.

    Foto: Thomas Strack
  • Der Torschützenkönig der vergangenen Bezirksliga-Saison brachte es am Samstag auf fünf Treffer.

    Foto: Thomas Strack
  • Frederik Strüwing und Co. warfen in der zweiten Halbzeit zwölf Minuten lang nur Fahrkarten.

    Foto: Thomas Strack
  • Tom Noori (M.) gelang in der 46. Minute der 23:23-Ausgeich.

    Foto: Thomas Strack
  • Die Ochtruper waren am Drücker, doch als es darauf ankam, ließ die Warendorfer Deckung nicht mehr viel zu. Daher nahm der Tabellenführer auch beide Punkte mit nach Hause.

    Foto: Thomas Strack
  • Ein Ochtruper war aber trotzdem ein Sieger. Ansgar Huning machte im Vorfeld der Partie seiner Freundin Melina Gschwandler einen Heiratsantrag.

    Foto: Thomas Strack
  • Sie nahm an. Zuvor hatte sie mit den Arminia-Damen schon das Derby gegen Gronau gewonnen.

    Foto: Thomas Strack

Die Arminen machten in der Offensive vieles richtig. Zwar war Haupttorschütze Max Oelerich bei der Gäste-Deckung in guten Händen, doch der SCA agierte vorne sehr variabel. „Über außen zu spielen war unser Konzept“, freute sich Trainer Heinz Ahlers, dass sein Plan aufging. Hinten lief es weniger gut. Die WSU um ihren starken Mittelmann Kevin Wiedeler versenkte beinahe jeden Ball. „Die erste Halbzeit war das Beste, was wir in dieser Saison gezeigt haben“, lobte Warendorfs Coach Stefan Hamsen.

Defensiv stabiler standen die Ochtruper im zweiten Durchgang. Zudem schoss der Spitzenreiter ab der 36. Minute unerklärlich viele Fahrkarten. Die Arminen rochen Lunte, kamen durch Tom Noori wieder zum Ausgleich (23:23, 46.) und lagen nach Treffern von Thorben Steenweg und Max Oelerich sogar mit 26:24 vorne (53.).

„Da sah es für mich so aus, als würden wir das Spiel zu unseren Gunsten entscheiden können“, beschrieb Ahlers seine Gefühlslage. Doch Schwächen im Abschluss und eine in der Schlussphase sehr routiniert auftretende Sportunion verhinderten den Favoritensturz.

Pascal Nitsche, Julian Baggeroer, Peter Ellebracht und Jannik Weber machten aus dem 26:27-Rückstand einen 31:29-Erfolg. „Wir sind ruhig geblieben. Das war heute der Schlüssel“, bilanzierte Hamsen nach dem Sieg.

Freuen durfte sich auf jeden Fall ein Ochtruper. Ansgar Huning machte im Vorfeld der Partie seiner Freundin Melina Gschwandler einen Heiratsantrag. Die nahm an, nachdem sie zuvor mit den Ochtruper Kreisklasse-Damen einen 21:20-Derbysieg gegen Gronau gefeiert hatte.

Tore: R. Woltering (7/1), Steenweg (5/1), Büter, M. Oelerich (beide 5), Noori (3), L. Oelerich, Feldmann, Wiggenhorn und C. Woltering (je 1).

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6148886?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35355%2F
Pläne seit 15 Jahren in der Schublade
Hunderte Räder werden rund um das Parkhaus Bremer Platz abgestellt. Ab Ende August soll eine Radstation im Innern des Gebäudes zur Verfügung stehen. Diesen Plan gab es auch schon vor 15 Jahren.
Nachrichten-Ticker