Fußball: U-19-Bundesliga West
Preußen Münster profitiert von Lukas Frenkerts frechen Einwürfen

Ochtrup -

29 Einsätze in der U-19-Bundesliga, einige davon sogar als Kapitän – für Lukas Frenkert läuft es beim SC Preußen Münster. Der Ochtruper ist kopfballstark, lauffreudig und bissig in den Zweikämpfen. Besonders gefährlich wird der 18-Jährige, wenn es an seine „Spezialdisziplin“ geht.

Freitag, 15.03.2019, 15:18 Uhr aktualisiert: 15.03.2019, 15:32 Uhr
Lauffreudig, zweikampfstark und sehr gut im Kopfballspiel: Lukas Frenkert (r.) ist bei Preußen Münsters U 19 einer der Leistungsträger.
Lauffreudig, zweikampfstark und sehr gut im Kopfballspiel: Lukas Frenkert (r.) ist bei Preußen Münsters U 19 einer der Leistungsträger. Foto: Peter Leßmann

Wenn Lukas Frenkert Hand an den Ball legt, dann brennt es im gegnerischen Strafraum lichterloh. So weite und präzise Einwürfe wie die des Och­trupers gibt es in der U-19-Bundesliga sonst nicht. Das hat sich längst herumgesprochen. „Fünf, sechs Tore konnte ich damit in dieser Saison schon vorbereiten“, freut sich Frenkert.

Einwürfe sind aber längst nicht das Einzige, was Frenkert auszeichnet. Er ist kopfballstark, lauffreudig und zweikampfstark. „Zudem habe ich Zug nach vorne“, ergänzt der 18-Jährige sein Portfolio. All das zusammen macht ihn nicht nur zu einem Leistungsträger von Preußen Münsters A-Junioren. Nein, er ist auch deren Kapitän. „Eigentlich bin ich ja nur der Stellvertreter, aber weil Ali Mehri schon längere Zeit verletzt ausfällt, stehe ich in dieser Saison meist als Kapitän auf dem Platz“, relativiert der Töpferstädter.

Angefangen hat der Allrounder als Stürmer beim SC Arminia . In der D-Jugend folgte der Wechsel zum FC Twente Enschede, später ging es zum FC Eintracht Rheine. Nun trägt er in der fünften Saison das Grün und Schwarz der Preußen. „Und das, obwohl die Belastung mit vier Einheiten pro Woche zeitweise extrem hoch war. Direkt nach der Schule ging es mit dem Zug oder Bus zum Training, was rund anderthalb Stunden pro Weg bedeutet hat“, berichtet Frenkert. Aber der Einsatz hat sich gelohnt. So hat der Ochtruper inzwischen 29 Spiele in der U-19-Bundesliga absolviert – und das trotz einer sehr langwierigen Verletzung (Schambeinentzündung) in der vergangenen Saison. Der beidfüßig starke Akteur bleibt auch über die laufende Spielzeit hinaus bei den Preußen, denn im Sommer rückt der Bayern-Fan in die U 23 des Vereins auf.

Über mögliche Optionen im Drittliga-Team denkt Frenkert nicht laut nach. Natürlich möchte er fußballerisch das Möglichste aus sich herausholen, aber „der Sprung vom Junioren- in den Seniorenbereich ist enorm. Demnächst in der Westfalen- oder vielleicht der Oberliga zu spielen, ist eine Herausforderung, auf die ich mich freue“.

Frenkert plant seine Zukunft zweigleisig und wird sich zum Wintersemester an der Uni Münster einschreiben. „Englisch und Sport, vielleicht Latein. Auf Lehramt“, schwebt dem Ex-Arminen vor, der im vergangenen Jahr am Städtischen Gymnasium Ochtrup sein Abitur „baute“.

In Münster nimmt Frenkert im 3-4-3-System die rechte Mittelfeldseite ein. „Ich spiele in etwa die Rolle eines offensiven Außenverteidigers“, beschreibt er sein Aufgabengebiet. „Vielleicht lässt sich das mit der Position vergleichen, die Joshua Kimmich bei den Bayern einnimmt, auch wenn die Münchner eine andere Formation spielen als wir.“

Während Kimmich in der laufenden Saison schon zwei Mal „geknipst“ hat, wartet Frenkert noch auf seinen ersten Treffer: „Vielleicht bin ich eher der Vorbereiter als der Vollstrecker.“ Aber die persönliche Statistik spielt für ihn eh nur eine untergeordnete Rolle, Priorität genießt die Mannschaft. Angesichts von sechs Punkten Vorsprung bei noch eben so vielen ausstehenden Spielen ist der Klassenerhalt längst nicht in trockenen Tüchern. Dessen ist sich Frenkert, der die Nummer 15 auf dem Rücken trägt, bewusst: „Ausgerechnet in meinem letzten Juniorenjahr abzusteigen, wäre natürlich richtig doof. Aber davon gehe ich nicht aus, denn wir haben genug Qualität im Kader.“ Bewiesen haben das die Münsteraner „Youngstars“ nachhaltig – unter anderem besiegten sie Tabellenführer 1. FC Köln mit 3:0.

Am Wochenende pausieren die Preußen, bevor es am 24. März mit dem Westfalenpokalspiel in Sprockhövel und am 31. März mit dem Punktspiel bei Rot-Weiss Essen weitergeht. Dann dürfen sich die Gegner wieder darauf gefasst machen, dass jeder Einwurf richtig teuer werden könnte.

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