Handball: Pokalfinale des Kreises Euregio-Münsterland
Zu wenig Zielwasser: Arminia Ochtrup verliert Pokalfinale gegen Neuenkirchen

Ochtrup -

Den Handballern von Arminia Ochtrup ist es nicht gelungen, sich zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren den Kreispokal zu sichern. Am Samstagabend verlor der SCA das Finale in eigener Halle gegen SuS Neuenkirchen mit 30:35 (16:14). Warum? Das war am Ende nicht nur für Trainer Heinz Ahlers sonnenklar.

Samstag, 13.04.2019, 21:36 Uhr aktualisiert: 14.04.2019, 18:18 Uhr
Tom Noori kommt zum Wurf. Im Abschluss blieben die Arminen aber insgesamt schwach.
Tom Noori kommt zum Wurf. Im Abschluss blieben die Arminen aber insgesamt schwach. Foto: Thomas Strack

Der Gewinn des Kreispokals ist den Ochtruper Handballern versagt geblieben. Am Samstag verloren sie das Finale in eigener Halle gegen SuS Neuenkirchen mit 30:35 (16:14). Damit sicherten sich die Gäste eine Woche nach der Bezirksliga-Meisterschaft ihren zweiten Titel der Saison.

Die Arminen kamen denkbar schlecht in die Partie: Sechs der ersten sieben Angriffe endeten ohne Torerfolg. Daher lagen die Hausherren nach sieben Minuten schon mit 1:5 im Hintertreffen. Doch dann trat SCA-Keeper Luca Lehmann auf den Plan. Mit mehreren Paraden bewahrte er sein Team vor größerem Schaden und gab den Seinen die nötige Sicherheit. Die Hausherren legten einen Zahn zu und kamen durch Tom Noori zum Ausgleich (18., 7:7).

Das Pokalendspiel des Handballkreises Euregio-Münsterland

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  • „Balou, der Bär“ – das neue Maskottchen der Ochtruper Handballer – begrüßte vor dem Anpfiff die Zuschauer.

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  • Die waren zahlreich gekommen. Rund 350 wollten das Kreispokalfinale zwischen dem SC Arminia Ochtrup und SuS Neuenkirchen sehen.

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  • Vor dem Spiel gratulierte SCA-Kapitän Raphael Woltering den Neuenkirchenern zur Meisterschaft. Eine Kiste Bier schenkten die Arminen dem frischgebackenem Landesliga-Aufsteiger. Mehr Geschenke würde es aber heute nicht geben, kündigte Woltering den Gästen an.

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  • Zu Beginn der Partie warfen Max Oelerich und die Seinen fast nur Fahrkarten. Sechs der ersten sieben Angriffe brachten nichts ein.

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  • Mit fortlaufender Spielzeit wurde es besser: Tom Noori (M.) verkürzte auf 3:6.

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  • Rechtsaußen Timo Wiggenhorn (M.) gelang der 5:6-Anschlusstreffer.

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  • Die Hausherren standen jetzt besser, trotzdem gelang SuS-Kreisläufer Fabian Engbers das 7:5 für Neuenkirchen.

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  • SCA-Keeper Luca Lehmann lief nach zehn Minuten zur Hochform auf. An ihm richtete sich die Mannschaft auf.

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  • Das gefiel den Ochtruper Zuschauern.

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  • Die unterstützten ihr Team mit Pauken und Trompeten.

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  • Innige Umarmung: Ochtrups Gerrit Thiemann kümmert sich um Neuenkirchens Spielmacher Felix Boolke.

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  • Tom Noori gleicht zum 7:7 aus.

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  • Thomas Feldmann kam Mitte der ersten Hälfte in die Begegnung.

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  • Marcel Bütergerds (M.) war einer der Aktivposten der Neuenkirchener.

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  • Tom Noori (l.) und die Ochtruper wurden im Lauf der ersten Halbzeit immer aktiver.

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  • Allerdings ließ Neuenkirchen auch nach, was Trainer Manuel Öhmann (r.) in der Halbzeitpause bemängelte.

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  • Gerrit Thiemann hielt sich zunächst zurück, traf aber in der zweiten Hälfte zwei Mal.

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  • Max Oelerich (M.) sorgte mit seinen zwölf Toren dafür, dass der SCA in der zweiten Halbzeit dranblieb.

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  • Die Fans der Ochtruper mussten aber mit ansehen, wie ihre Truppe den Vorsprung verspielte und in der Offensive schluderte.

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  • Timo Wiggenhorn sah in der 46. Minute die Rote Karte. Er hatte seinem Gegenspieler beim Wurf in den Arm gegriffen.

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  • SCA-Trainer Heinz Ahlers (l.) musste mit ansehen, wie sich seine Mannschaft das Spiel langsam aber sicher aus den Händen nehmen ließ.

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  • Kevin Achterkamp (l.) führte die Neuenkirchener an – ihm gelangen neun Tore.

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  • Christian Woltering hatte es doch noch geschafft. Sein Einsatz war fraglich, da er morgens eine Klausur im saarländischen Zweibrücken zu schreiben hatte.

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  • Niklas Pohl blieb ein Erfolgserlebnis versagt.

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  • Aus und vorbei: Raphael Woltering und Co. müssen mit Platz zwei vorlieb nehmen.

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  • Und darum ging es: der Kreispokal.

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  • Den übergab Johannes Braun vom Handballkreis an SuS-Kapitän Michael Roß.

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  • Sieger und Besiegte auf einem Bild.

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  • Den Henkelpott nahmen die Neuenkirchener mit nach Hause.

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Die Neuenkirchener schalten fortan zu oft in den Einzelspielermodus um, was es den Arminen einfach machte, durch Thorben Steenweg mit 15:11 in Front zu gehen (27.). Weil die Ochtruper aber bis zur Pause offensiv wieder schluderten, reduzierte sich der Vorsprung auf zwei Treffer.

„Wir haben sowohl in der Abwehr als auch im Angriff in der ersten Hälfte zu viele Fehler gemacht“, kritisierte SuS-Trainer Manuel Öhmann. Diese Unzulänglichkeiten behob der frischgebackene Meister in den zweiten 30 Minuten. Ein wesentlicher Faktor war, dass die SuS-Deckung den Ochtruper Linksaußen Thorben Steenweg besser in den Griff bekam. „Ich hatte keinen Stress damit, dass Max Oelerich zwölf Buden macht, aber Steenweg galt es auszuschalten“, breitete Öhmann seinen Matchplan aus.

Beim SCA häuften sich die Fehlschüsse, folglich bekam der Gegner Oberwasser und übernahm durch Mathis Boolke wieder die Führung (20:19, 38.). Zwar blieben die Arminen in Reichweite, doch zahlreiche Pfosten- und Lattentreffer sowie ein glänzend aufgelegte Keeper Alexander Cosse verhinderten, dass sich die Töpferstädter zum zweiten Mal in drei Jahren den Pokal in die Vitrine stellen konnten. In der Schlussphase machten es die Neuenkirchener einfach clevererer und durften sich daher zum Double gratulieren lassen.

„Wir haben den Gegner lange herausfordern können, aber das Auslassen der Chancen zog sich wie ein roter Faden durch unser Spiel. Heute war definitiv mehr für uns drin. Glückwunsch an die Neuenkirchener, die aufgrund des Spielverlaufs verdient gewonnen haben“, resümierte Ochtrups Coach Heinz Ahlers.

SCA-Tore: M. Oelerich (12), Steenweg (6/3), Noori (4), Wiggenhorn (3), C. Woltering, Thiemann (beide 2) und Büter (1).

SuS-Tore: Achterkamp (9), F. Bolke (6), Bütergerds, Tebbe (beide 5), Ross (4/3), M. Bolke (4), Engebrs und Holling (beide 1).

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