Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Matellia Metelen muss nach 21 Jahren in die B-Liga zurück

Metelen -

Jetzt haben die Spieler und Verantwortlichen beim FC Matellia Metelen Gewissheit: Künftig geht es nur noch in der B-Liga weiter. Spielertrainer Bertino Nacar spricht von einem Gefühlschaos und übernimmt die Verantwortung. Sein Nachfolger hat genaue Vorstellung, wie es demnächst weitergehen soll.

Mittwoch, 22.05.2019, 14:44 Uhr aktualisiert: 22.05.2019, 16:14 Uhr
Leere Blicke bei Bertino Nacar (r.) und seinem Co. Oliver Fliss: Die Matellia steigt in die Kreisliga B ab.
Leere Blicke bei Bertino Nacar (r.) und seinem Co. Oliver Fliss: Die Matellia steigt in die Kreisliga B ab. Foto: Marc Brenzel

Katerstimmung in Metelen. Nach 21 Jahren muss die Matellia die Kreisliga A verlassen. Statt Spielen gegen den FSV Och­trup, Germania Horstmar oder Westfalia Leer geht es in der kommenden Saison in der B-Liga mit Duellen gegen die Reserve-Teams dieser Vereine weiter.

„Mit dem Rückzug der Horstmarer und den damit verbundenen Folgen, sprich unserem Abstieg, habe ich mich gedanklich schon länger befasst. Aber jetzt die Gewissheit zu bekommen, löst schon ein Gefühlschaos bei mir aus. Als Spielertrainer der Matellia hatte ich in dieser Saison den Hut auf und trage daher auch die Verantwortung für den Abstieg“, findet Bertino Nacar klare Worte.

Verstehen kann er aber nicht, dass seine Mannschaft Leidtragender des Horstmarer Rückzugs in die A-Liga sein soll. Er plädiert für eine Härtefallregelung: „Wir haben schließlich schon mal mit 17 Teams in dieser Klasse gespielt. Warum nicht auch in der nächsten Saison? Und warum sollen die Horstmarer in der A-Liga aufgefangen werden, wenn sie keinen Bock mehr auf die Bezirksliga haben? Das Leben ist doch kein Wunschkonzert.“

Für Günter Mensing , Vorsitzender der Metelener Fußballer, steht fest: „Nach meinem Empfinden gehört die Matellia in die Kreisliga A.“ Und dahin soll der Weg auch zurückführen.

Stand der Dinge verlässt bis auf Nacar, der bereits vor Wochen seinen Wechsel zu Schüttorf 09 publik gemacht hat, keiner den Club. „Das war zumindest im Winter der Fall, als wir mit den Jungs gesprochen haben. Aber da es jetzt mit dem Klassenerhalt nichts geworden ist, müssen wir diesbezüglich noch einmal nachhaken“, so Mensing.

Thomas Dauwe, der in der kommenden Spielzeit auf der Bank sitzt, sind keine Abgänge bekannt. Im Gegenteil: Drei neue Akteure schließen sich der Elf an. Christopher Backhaus assistiert Dauwe als spielender Co, ebenfalls von Germania Horstmar kommt Lars Berkenbrock. Mit Philipp Brüning kehrt ein Eigengewächs zurück, das aktuell noch für die U 19 von Vorwärts Wet­tringen in der Landesliga aufläuft. Backhaus gilt als Allrounder, Berkenbrock soll im Mittelfeld oder vorne eingesetzt werden, Brüning ist Innenverteidiger.

„Natürlich kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht alle Entwicklungen voraussagen, aber eines steht fest: Der Weg in die Kreisliga A führt in der nächsten Saison über Metelen“, kündigt Dauwe an, in der B-Liga oben mitmischen zu wollen. Die Operation „möglicher Wiederaufstieg“ beginnt für die Metelener Anfang Juli mit der Vorbereitung.

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