Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Mit Simon Lovermann ist dem FSV Ochtrup ein echter Volltreffer gelungen

Ochtrup -

Sieben Tore in sechs Punktspielen, dazu zwei Treffer im Pokal – die bisherige Saisonstatistik von Simon Lovermann kann sich sehen lassen. Warum es für den Neu-Ochtruper so gut läuft? Da hat der 24-Jährige seine eigene Theorie.

Samstag, 21.09.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 22.09.2019, 15:52 Uhr
Sechs Treffer in der Meisterschaft, dazu zwei im Kreispokal: Simon Lovermanns Statistiken bei seinem neuen Verein FSV Ochtrup sind absolut vorzeigbar.
Sechs Treffer in der Meisterschaft, dazu zwei im Kreispokal: Simon Lovermanns Statistiken bei seinem neuen Verein FSV Ochtrup sind absolut vorzeigbar. Foto: Thomas Strack

Simon Lovermann als „Glücksgriff“ zu bezeichnen, ist schlichtweg falsch. Schließlich holte Trainer Frank Averesch nicht die ominöse Katze im Sack, sondern wusste genau, dass der neue Mittelfeldspieler aus Coesfeld ein echter Leistungsträger beim FSV Och­trup wird. Die Bilanz des 24-Jährigen liest sich auf jeden Fall prima: Sieben Tore in sechs Punktspielen, dazu zwei Treffer im Kreispokal.

Der viel gelobte Neuzugang hat eine Vermutung, warum es momentan so gut für ihn läuft: „Ich habe 19 Jahre lang ausschließlich bei der SG Coesfeld gespielt. Daher kenne ich hier im Kreis niemanden. Keine Gegner, keine Schiedsrichter, keine Plätze. Vielleicht trete ich deswegen ungehemmter auf?“

Lovermann zählt beim FSV zur Coesfelder-Fraktion. Neben Trainer Frank Averesch und dessen Sohn Jonas gehören ihr auch Marcel Strübig und Lukas Höseler an. Das Quintett bildet eine Fahrgemeinschaft, wenn es in der Saison vier Mal pro Woche nach Ochtrup geht.

Eine Blockbildung zöge das aber nicht nach sich, versichert Lovermann. Ganz im Gegenteil: Sich in Och­trup zu integrieren, sei ihm leicht gemacht worden. Und von dieser Wohlfühl-Atmosphäre möchte er im November etwas zurückgeben: „Dann feiern meine Zwillingsschwester und ich unseren 25. Geburtstag. Klar, dass da die ganze Mannschaft eingeladen ist.“

Angedacht war von Frank Averesch vor Saisonbeginn, den Neuen im zentralen defensiven Mittelfeld aufzubieten. Doch in der Vorbereitung erwies sich Lovermann eine Reihe weiter vorne als noch effektiver. Die Rolle hinter den Spitzen passt auch irgendwie besser zu seinem einstigen fußballerischem Vorbild – dem Brasilianer Kaká.

Aktuell orientiert sich Lovermann an keinem Profi-Kicker. Aus gutem Grund: „Ich kann mit dem ganzen Kommerz im modernen Fußball nicht viel anfangen. Das habe ich spätestens gemerkt, als Neymar für 220 Millionen von Barcelona nach Paris gewechselt ist. Der verdient da in einer Woche so viel wie ich in zehn Jahren nicht.“ Aber der leidenschaftliche Schalke-Fan betrachtet diese Entwicklung auch selbstkritisch: „Letztlich geben Angebot und Nachfrage solche Preise her. Und das unterstützen Leute wie ich, die alle zwei Wochen ins Stadion gehen, ja irgendwie auch.“

Jetzt für den FSV aufzulaufen, wertet Lovermann als richtigen Schritt. Die Mannschaft sei sowohl in der Breite als auch in der Spitze sehr gut aufgestellt und habe daher eine vielversprechende Perspektive. Aber nicht nur sportlich zeigt sich der Coesfelder von seinem neuen Club angetan, auch das Umfeld begeistert ihn: „Toll, wie viel hier gemacht wird und was hier alles entsteht. Das neue Sportzentrum am Witthagen ist ja von einer Dimension, die man sich als Amateurfußballer nicht vorstellen kann. An dieser Gesamtentwicklung teilzuhaben, finde ich sehr reizvoll.“

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